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04.12.2016

09:43 Uhr

Wärme aus Strom erzeugen

Stabilisatoren für das Netz

VonJakob Struller

Industriebetriebe erzeugen zunehmend Wärme aus Strom – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Power-to-Heat-Anlagen werden für Unternehmen immer interessanter, denn sie sparen Brennstoff und Geld.

Bisher sind es vor allem Stadtwerke, die Wasser für Fernwärmenetze auf Temperatur bringen. Nun wird Power-to-Heat (PtH) auch für die Industrie interessanter. dpa

Power-to-Heat

Bisher sind es vor allem Stadtwerke, die Wasser für Fernwärmenetze auf Temperatur bringen. Nun wird Power-to-Heat (PtH) auch für die Industrie interessanter.

KölnEin riesiger Tauchsieder verwandelt Strom in heiße Luft. Das ist das Prinzip, nach dem eine Power-to-Heat-Anlage arbeitet, die gerade im Südzucker-Werk im sachsen-anhaltinischen Zeitz entsteht. Der meterhohe Kessel schaltet sich automatisch an, wenn zu viel Strom im Netz ist – und erzeugt dann Dampf für die Produktion.

Bisher sind es vor allem Stadtwerke, die auf diese Weise Wasser für Fernwärmenetze auf Temperatur bringen. Nun wird Power-to-Heat (PtH) auch für die Industrie interessanter. Denn viele Betriebe brauchen ständig Wärme. Ein Zuckerwerk erhitzt so Rüben oder kristallisiert Zucker. Die Wärme stammt aus einem Dampfkreislauf, der in der Regel mit Kohle oder Gas betrieben wird. Die fossilen Brennstoffe durch Strom zu ersetzen, ist eine Idee, die sich aktuell in der Praxis zunehmend durchsetzt.

Die wichtigsten Unternehmen im Bereich Erneuerbarer Energien

Platz 8: Sinovel

Um das Jahr 2011 gehörte Sinovel lange zu den größten Windkraftanlagenherstellern der Welt. Im Jahr 2014 erwirtschaftete der chinesische Konzern einen Umsatz in Höhe von 484 Millionen US-Dollar.

Quelle: Statista.com

Platz 7: Renewable Energy

Die Renewable Energy Corporation ist bereits seit 1994 für Photovoltaik-Module tätig. Der Solarmodulhersteller aus Norwegen hat im Jahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 500 Millionen US-Dollar gemacht.

Platz 6: Solarworld

Bei dem angeschlagenen deutschen Konzern Solarworld scheint es wieder besser zu laufen. Im Jahr 2014 erwirtschaftete der in Bonn ansässige Solarstromtechnologiekonzern einen Umsatz von rund 573 Millionen US-Dollar.

Platz 5: Shunfeng International Clean Energy

Die Shunfeng International Clean Energy aus China ist ein im alternativen Energiebereich führender Lösungsanbieter. Der Umsatz des Konzerns lag 2014 bei 768 Millionen US-Dollar.

Platz 4: Ming Yang

Im Bereich Windkraftanlagenhersteller gibt es eine Reihe von unterschiedlich strukturierten Unternehmen. Ming Yang aus China ist seit 2006 aktiv. Der Konzern hat im Jahr 2014 den Umsatz auf rund 779 Millionen US-Dollar gesteigert.

Platz 3: First Solar

Der US-amerikanische Solarriese will in Zukunft mit Sunpower gemeinsame Sache machen und eine neue Firma gründen. Bis dahin verdient First Solar gut: Im Jahr 2014 wurde ein Umsatz in Höhe von 2,79 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Platz 2: Enercon

Enercon steigerte 2013 seinen Umsatz auf 4,88 Milliarden US-Dollar. Der Windkraftanlagenhersteller aus Aurich will ab dem ersten Quartal sein Wartungskonzept zunächst in Deutschland umstellen. Die Umstellung soll vor allem Kosten sparen.

Platz 1: Vestas

Der Weltmarktführer für Windräder hat 2014 den meisten Umsatz gemacht – 6,91 Milliarden US-Dollar. Zuletzt meldete das dänische Unternehmen Probleme mit Mitarbeitern, die mithilfe überhöhter Rechnungen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben könnten.

Anlagen wie sie Südzucker gerade installiert, stehen auch bei K+S Kali in Zielitz und EEW Energy from Waste in Premnitz. Sie alle hat die Firma Enerstorage aus München installiert. „In der Industrie verlässt Power-to-Heat gerade die Nische“, sagt Philip Mayrhofer, Co-Geschäftsführer und Mitgründer des Unternehmens. Es gilt als Pionier für diese Technik in der Industrie. „Die Anlagen liefern günstigen Dampf für die Betriebe und helfen dabei, dass die Energiewende gelingt“, sagt Mayrhofer.

Im Grunde macht die Energiewende den Betrieb von Power-to-Heat-Anlagen erst möglich. Denn seitdem ein nennenswerter Anteil des Stroms aus Windkraft und Solarzellen stammt, ist nicht mehr so leicht abzuschätzen, wann wie viel davon verfügbar sein wird. Die Netzbetreiber müssen sicherstellen, dass erzeugte und entnommene Leistung im Gleichgewicht sind.

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

05.12.2016, 15:41 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

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