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24.11.2016

09:23 Uhr

Wartungsgeschäfte

Service auf der Sonnenseite

VonAndreas Schulte

Bei der Photovoltaik gewinnt parallel zum Ausbau der Sonnenenergie das Wartungsgeschäft rasch an Bedeutung. Viele Servicefirmen weiten daher ihr Dienstleistungsspektrum ständig aus – sie sehen dort großes Potenzial.

Das Geschäft mit dem Service und Wartung von Solaranlagen wächst parallel zum Ausbau der Solarenergie – und das weltweit. obs Cosmos Direkt

Wartungsgeschäfte von Solaranlagen

Das Geschäft mit dem Service und Wartung von Solaranlagen wächst parallel zum Ausbau der Solarenergie – und das weltweit.

KölnMatthias Krieg setzt als Dienstleister voll auf Wachstum. „Der Großteil des Geschäfts mit Service und Wartung entsteht erst gerade“, sagt der Leiter Photovoltaik Wartung & Services beim Energiekonzern Eon. Betreiber von Solaranlagen stellen mit den Checks sicher, dass die Module die volle Leistung bringen. Lag Kriegs Fokus anfangs im Geschäft mit kleineren Anlagen, wird es nun eine Nummer größer. Zuletzt wuchs Eon auch durch Firmenzukäufe oder Kooperationsverträge. „Wir wollen dadurch auch den Markt mit großen gewerblichen Photovoltaikanlagen stärker erschließen“, erläutert Krieg die Strategie.

Mit der Fokussierung des Geschäfts auf Service und Wartung von Solaranlagen liegt Eon im Trend. Das Geschäftsfeld wächst parallel zum Ausbau der Solarenergie – und das weltweit. Nach einer Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens GTM Research wird der Photovoltaik-Markt bis 2020 auf über 524 Gigawatt installierte Leistung steigen. 2015 lag er bei 184 Gigawatt, stattliche 40 Gigawatt entfielen dabei auf Deutschland. Zwar hält der Zubau hierzulande mit zuletzt 1,5 Gigawatt im Jahr nicht mehr mit dem globalen Tempo Schritt. Doch wegen des frühen Starts benötigen viele Solaranlagen der Nullerjahre altersbedingt mehr Wartung.

Die wichtigsten Unternehmen im Bereich Erneuerbarer Energien

Platz 8: Sinovel

Um das Jahr 2011 gehörte Sinovel lange zu den größten Windkraftanlagenherstellern der Welt. Im Jahr 2014 erwirtschaftete der chinesische Konzern einen Umsatz in Höhe von 484 Millionen US-Dollar.

Quelle: Statista.com

Platz 7: Renewable Energy

Die Renewable Energy Corporation ist bereits seit 1994 für Photovoltaik-Module tätig. Der Solarmodulhersteller aus Norwegen hat im Jahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 500 Millionen US-Dollar gemacht.

Platz 6: Solarworld

Bei dem angeschlagenen deutschen Konzern Solarworld scheint es wieder besser zu laufen. Im Jahr 2014 erwirtschaftete der in Bonn ansässige Solarstromtechnologiekonzern einen Umsatz von rund 573 Millionen US-Dollar.

Platz 5: Shunfeng International Clean Energy

Die Shunfeng International Clean Energy aus China ist ein im alternativen Energiebereich führender Lösungsanbieter. Der Umsatz des Konzerns lag 2014 bei 768 Millionen US-Dollar.

Platz 4: Ming Yang

Im Bereich Windkraftanlagenhersteller gibt es eine Reihe von unterschiedlich strukturierten Unternehmen. Ming Yang aus China ist seit 2006 aktiv. Der Konzern hat im Jahr 2014 den Umsatz auf rund 779 Millionen US-Dollar gesteigert.

Platz 3: First Solar

Der US-amerikanische Solarriese will in Zukunft mit Sunpower gemeinsame Sache machen und eine neue Firma gründen. Bis dahin verdient First Solar gut: Im Jahr 2014 wurde ein Umsatz in Höhe von 2,79 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Platz 2: Enercon

Enercon steigerte 2013 seinen Umsatz auf 4,88 Milliarden US-Dollar. Der Windkraftanlagenhersteller aus Aurich will ab dem ersten Quartal sein Wartungskonzept zunächst in Deutschland umstellen. Die Umstellung soll vor allem Kosten sparen.

Platz 1: Vestas

Der Weltmarktführer für Windräder hat 2014 den meisten Umsatz gemacht – 6,91 Milliarden US-Dollar. Zuletzt meldete das dänische Unternehmen Probleme mit Mitarbeitern, die mithilfe überhöhter Rechnungen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben könnten.

Die Experten des Tüv Rheinland gehen davon aus, dass jede dritte Photovoltaikanlage in Deutschland mit baulichen oder technischen Mängeln behaftet ist. Beschädigungen und Verschmutzungen mindern die Leistung oder sind gar sicherheitsrelevant.

Da Betreiber die Mehrkosten für Wartung und Überwachung möglichst gering halten wollen, tut sich ein lukratives Feld für technische Innovationen auf. Das Photovoltaik-Institut Berlin etwa setzt neuerdings einen mobilen LED-Flasher ein, wenn es im Kundenauftrag Solarmodule auf Effizienz trimmt. Das Gerät simuliert das Sonnenlicht, misst so die Leistung einzelner Module und vergleicht ihre Werte.

Kommentare (1)

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24.11.2016, 12:22 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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