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27.03.2014

19:30 Uhr

Kostenlose Software

Microsoft bringt Office auf das iPad

Vier Jahre hat Microsoft das Feld der Konkurrenz überlassen: Ab kommender Woche bietet der IT-Konzern erstmals Word, Excel und Powerpoint für das iPad an. Der Download ist kostenlos, die Vollversion kostet aber Aufpreis.

Microsoft-Chef Satya Nadella: Die Präsentation der Office-Software für das iPad war sein erster offizieller Auftritt als Microsoft-CEO. Reuters

Microsoft-Chef Satya Nadella: Die Präsentation der Office-Software für das iPad war sein erster offizieller Auftritt als Microsoft-CEO.

San FranciscoMicrosoft bringt die Programme seiner Bürosoftware Office erstmals auf Apples iPad-Tablet. Seit Donnerstag sind die Textverarbeitung Word, die Tabellen-Software Excel und das Präsentationsprogramm Powerpoint im App Store von Apple verfügbar, wie der neue Microsoft-Chef Satya Nadella in San Francisco bekanntgab.

Die Programme an sich können kostenlos heruntergeladen werden, aber für den vollen Funktionsumfang braucht man ein Abo von Microsofts Cloud-Dienst Office 365. In Deutschland liegt die Gebühr für das Programmpaket Office 365 Home Premium bei 10 Euro im Monat und 99 Euro für ein Jahr.

Microsoft hatte seit dem iPad-Start vor rund vier Jahren darauf verzichtet, die vor allem in Unternehmen oft benutzten Büroprogramme für das iPad verfügbar zu machen. Die Lücke füllten bisher Apple mit eigener Software sowie viele andere Anbieter von Apps mit ähnlichen Funktionen aus. Immer wieder gab es Medienberichte, Office für iPad sei fertig und solle bald auf den Markt kommen – doch es kam erst jetzt dazu.

Das ist Satya Nadella

Geboren in Hyderabad

Satya Nadella wurde 1967 in der indischen Großstadt Hyderabad als Sohn eines hochrangigen Beamten geboren. Nach der Schulausbildung studierte er zunächst Elektroingenieurwesen in Indien, dann Computer Science und Management in den USA.

Anfänge bei Sun Microsystems

Bevor Nadella 1992 zu Microsoft wechselte, arbeitete er als Elektroingenieur beim Silicon-Valley-Urgestein Sun Microsystems. Das Unternehmen wurde später von Oracle übernommen.

Entwickler von Bing und Office

Nadella war bei Microsoft maßgeblich an der Entwicklung der Suchmaschine Bing sowie des Bürosoftwarepakets Office beteiligt. Zuletzt leitete er beim Softwarekonzern das wichtige Cloud- und Unternehmensgeschäft.

Kandidat seit Ende Januar

Seit Ende Januar 2014 wurde darüber berichtet, dass Nadella der Nachfolger von Steve Ballmer als CEO von Microsoft werden könnte. Wenige Tage später bestätigte der Softwarekonzern die Meldungen.

Mann der leisen Töne

Nadella ist verheiratet und hat drei Kinder. Mit seiner Familie lebt er in Bellevue im US-Bundesstaat Washington. Medien beschreiben ihn als einen Mann der leisen und überlegten Töne.

Zugleich könnte das neue Angebot die Attraktivität des hauseigenen Tablets Surface schmälern. Die Verfügbarkeit von Office war eines von Microsofts Argumenten für die 2012 gestarteten Surface-Modelle, die bisher nur auf geringe Marktanteile kommen.

Nadella machte jedoch unmissverständlich deutlich, dass es ihm um mehr als einzelne Geräte gehe. Ziel sei „eine Cloud für jeden auf jedem Gerät“, über die Nutzer von überall auf ihre Daten zugreifen könnten, betonte er. Der Manager, der vor wenigen Wochen die Microsoft-Führung vom langjährigen Konzernchef Steve Ballmer übernahm, führte zuvor das Cloud-Geschäft des Software-Riesen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.03.2014, 19:05 Uhr

wow, endlich mal eine wirklich gute Nachricht. Muss sagen, selbst das OneNote hat mir sehr gefallen. iPad und auch PC lassen sich so sehr gut kombinieren. Und wenn ich das Text-System von Apple betrachte, so ist das nun echt nix, was mich begeistern könnte. so sehr ich mein iPad sonst auch liebe.

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