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01.01.2014

11:36 Uhr

Leit-Artikel Acer Aspire R7

Notebook Enterprise bleibt im Arbeitszimmer

VonChristof Kerkmann

Ganz schön gelenkig: Das Notebook Aspire R7 lässt sich in einen Tablet-Computer oder Mini-Fernseher umwandeln – oder in ein „Enterprise“-Imitat. Im Test entpuppte sich der Bewegungskünstler aber als Schwergewicht.

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Das Aspire R7 - ein Alleskönner?

Handelsblatt Techniktest: Das Aspire R7 - ein Alleskönner?

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DüsseldorfAufklappen und tippen, zuklappen und schleppen. Laptops waren lange Zeit auf diese beiden Zustände beschränkt. Doch dank Windows 8 und seiner Touch-Oberfläche hat sich das geändert: Die Computerhersteller experimentieren mit Convertibles – Computern, die sich umwandeln lassen, zum Beispiel von einem Laptop in einen Tablet-Computer. Samt Touchscreen, wie man ihn vom iPad kennt.

Auch Acer hat so einen Verwandlungskünstler im Angebot: Das Aspire R7 lässt sich dank eines neuartigen Scharniers zum Tablet-Computer oder Mini-Fernseher machen. Oder zu einem Raumschiff-Enterprise-Imitat. Damit ist das R7 eines der momentan ungewöhnlichsten Notebooks. Der taiwanische Hersteller spricht von „Touch & Type“: „Wir wollen Computer mit berührungssensitiven Bildschirmen und Tastatur in den Massenmarkt bringen“, sagte Europachef Oliver Ahrens im Gespräch mit Handelsblatt Online.

Der Dreh- und Angelpunkt des R7 ist das stabile Scharnier. Es bringt den Bildschirm in unterschiedliche Positionen – Acer spricht von „Arbeitsmodi“. Aufgeklappt ist das Gerät ein normales Notebook, dessen Touchpad allerdings nicht unter-, sondern oberhalb der Tastatur liegt. Zieht man den Monitor etwas zu sich, ist das Bedienelement abgedeckt – dafür ist der Touchscreen bequem zu erreichen. Der Hersteller nennt das „Ezel-Modus“.

Schiebt man den Bildschirm ganz über die Tastatur, hat man ein wuchtiges und schweres Tablet in der Hand – der „Pad-Modus“. Und klappt man ihn um 180 Grad nach hinten weg in den „Display-Modus“, eignet sich der Computer wahlweise als digitaler Bilderrahmen oder Mini-Fernseher. Ein Bonus für Geeks ist der „Star Trek“-Modus: Der Monitor lässt sich so abklappen, dass er aussieht wie die Untertassen-Sektion des „Raumschiffs Enterprise“. Nicht sinnvoll, aber bei entsprechendem Humor zumindest witzig.

Acer hat nach eigenen Angaben viel Arbeit in das Scharnier gesteckt. Das macht sich positiv bemerkbar: Es ist so stabil, dass beim Umklappen nichts rappelt; trotzdem lässt sich der Monitor leichtgängig von einer Position in die andere bringen.

Das ungewöhnliche Design hat indes Nachteile. Weil das Touchpad nicht vor, sondern hinter der Tastatur liegt, haben die Hände keine Auflage. Deswegen ist die Arbeit unbequem, wenn man das Gerät nicht auf einem Tisch abstellen kann. Zu Hause ist das meistens unproblematisch, unterwegs nervt es allerdings. Zumindest ungewohnt ist es, für die Bedienung des Touchpads nach vorne zu langen. Das ist aber verschmerzbar, weil man nach einer kurzen Eingewöhnung direkt zum Touchscreen greift – Windows 8 macht’s möglich.

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