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07.05.2014

09:23 Uhr

Leit-Artikel HTC One M8

Der schicke Samsung-Rivale

VonTill Simon Nagel

Zeitgleich mit Samsung hat der taiwanische Hersteller HTC ein Android-Smartphone der Oberklasse auf den Markt gebracht. Das One M8 hat viele ausgeklügelte Funktonen – aber einen entscheidenden Nachteil.

Schicke Aluhülle, kleine Boxen an der Vorderseite: Das HTC One M8 soll mit dem Galaxy S5 von Samsung in Konkurrenz treten. Reuters

Schicke Aluhülle, kleine Boxen an der Vorderseite: Das HTC One M8 soll mit dem Galaxy S5 von Samsung in Konkurrenz treten.

Oberklasse-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android? Viele denken hier spontan an den südkoreanischen Hersteller Samsung, der mit seinen Geräten auch in Deutschland eine feste Größe im Markt ist. Doch auch andere tummeln sich in diesem Segment. Zum Beispiel HTC: Beinahe zeitgleich mit Samsungs neuem Flaggschiff Galaxy S5 hat der taiwanische Hersteller den Nachfolger seines Achtungserfolges HTC One auf den Markt gebracht.

Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich, wer Platzhirsch und wer Herausforderer ist. Vom Vorgängermodell HTC One setzte das Unternehmen in den ersten drei Monaten nach Verkaufsstart im März 2013 rund fünf Millionen Einheiten ab. Rivale Samsung kam mit seinem Galaxy S4 auf mehr als zehn Millionen Einheiten – in den ersten neun Wochen. Wie wird sich also das neue Gerät schlagen?

Nichts knirscht und knarzt

Von außen macht das HTC One M8 einen tadellosen Eindruck. Die Rückseite ist in gebürstetem Aluminium gehalten, die Kanten sind angenehm abgerundet. Vorne sind ober- und unterhalb des Bildschirms zwei Lautsprecher hinter Kunststoffblenden in Metalloptik verbaut, dahinter stecken auch die Antennen. Der Ein- und Ausschalter sowie der Lautstärkeregler liegen bündig im Gehäuse und haben einen angenehmen Druckpunkt. Die Steckplätze für die Nano-SIM-Karte und Erweiterungsspeicher werden über entriegelbare Schubfächer befüllt.

Die Anmutung ist sehr hochwertig, es gibt keine unregelmäßigen Spaltmaße, nichts knirscht und knarzt beim Bedienen. Unser Testgerät wurde außerdem in einer Kunststoffhülle mit einer Art gelochten Silikonabdeckung geliefert. Sie ist teilweise transparent und bietet die Möglichkeit, auch im geschlossenen Zustand die Uhr und Wetterinformationen abzulesen – in einer an die 1980er Jahre erinnernden Punktmatrix-Optik.

Was genau ist es?

Was genau ist es?

Ein Smartphone aus Taiwan mit interessanter Kameralösung, großem Akku und elegantem Gehäuse aus Aluminium.

Was sagt die Werbung?

„Sorgsam designed, bis ins kleinste Detail. Das neue HTC One: Sieh es, spür es.“

Was ist in der Verpackung?

Drin sind das Telefon, ein Ladegerät, ein USB-Kabel und ein Kopfhörer. Die Kunststoffhülle mit Displayabdeckung gibt es separat.

Was ist gelungen?

Die Verarbeitung ist sehr gut, die Kamera bietet mit nachträglicher Fokussierung und zahlreichen Aufnahmemodi viele Möglichkeiten, das Display ist schön anzusehen, außerdem ist die Akkulaufzeit gut.

Was ist weniger gelungen?

Die HTC-eigene Oberfläche „Sense“ ist in den tieferen Menüs grau in grau und etwas langweilig, die in „Sense“ integrierte Fotoansicht spielt regelmäßig vertonte Slideshows der aufgenommenen Fotos ab. Das nervt nach dem dritten Mal enorm.

Wie viel kostet es?

Das Gerät mit 16 Gigabyte Speicher ist ab gut 600 Euro zu haben. Die schicke Hülle kostet gut 40 Euro.

Ist es empfehlenswert?

Wer Android mag und Wert auf gute Verarbeitung und Aluminium als Material legt, erhält mit dem HTC One M8 ein Gerät, das eigentlich alles kann, was man im Alltag so erledigen muss. Es ist außerdem ziemlich einfach zu bedienen und hat eine spannende Kamera. Eine wirkliche Revolution ist es aber – wie viele Smartphones der letzten Monate – nicht.

Auch der fünf Zoll (12,7 cm) messende Bildschirm hinterlässt einen guten Eindruck. Er verfügt über volle HD-Auflösung, ist sehr hell und lässt sich auch auf der Straße bei Sonnenschein gut ablesen. Damit die Daten auch flott auf dem Bildschirm angezeigt werden können, arbeitet im Inneren des HTC One M8 ein Vierkernprozessor von Qualcomm, der mit knapp 2,3 Gigahertz nur wenig langsamer ist, als der Prozessor des Konkurrenten Galaxy S5 (2,46 Ghz).

Mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher liegt das Gerät gleichauf mit aktuellen Mitbewerbern, den 16 bzw. 32 Gigabyte großen Festspeicher kann man per Speicherkarte um bis zu 128 Gigabyte erweitern. Genug Platz für allerlei Fotos, Videos und Apps.

Den richtigen Mobilfunkvertrag vorausgesetzt, kann das HTC One M8 auf allen deutschen LTE-Freuquenzen Daten übertragen, dazu gibt es aktuelle WLAN-Technik, Bluetooth und den Nahfunkstandard NFC. Telefonieren kann man mit dem One tatsächlich auch. Empfang und Sprachqualität sind für ein Smartphone in Ordnung, reichen aber vom ganz subjektiven Eindruck nicht an Nokias Lumia-Modelle heran.

Strom bekommt das One über einen leider fest eingebauten Akku mit 2600 Milliamperestunden (mAh), der das Telefon bei Dauernutzung gut über den Tag bringt. Wer nicht ständig im Netz unterwegs ist, E-Mails liest oder Videos schaut, kann aber mühelos auch zwei Tage und mehr schaffen.

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