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09.07.2014

11:27 Uhr

Leit-Artikel Iconia W4

Windows für die Jackentasche

VonChristof Kerkmann

Vergnügen und Arbeit in einem – geht das? Das Mini-Tablet Iconia W4 von Acer soll nicht nur als leichter Reisebegleiter taugen, sondern auch für mehr Produktivität sorgen. Der Test zeigt: Ohne Kompromisse geht das nicht.

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Was kann das Iconia W4 von Acer?

Handelsblatt-Techniktest: Was kann das Iconia W4 von Acer?

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Mini-Tablets haben zwei Vorteile: Sie sind ideal für unterwegs und kosten weniger als die 10-Zoll-Exemplare. Doch die meisten Kompaktgeräte sind reine Entertainer, für die Arbeit eignen sie sich nicht – schon wegen des kleinen Bildschirms.

Das will Acer ändern: Der taiwanische Computerhersteller, der seit einiger Zeit auch in Smartphones und Tablets macht, vermarktet sein Iconia W4 als ein Gerät, mit dem Nutzer Spaß haben und gleichzeitig produktiv sein können. Der Vorgänger, das Iconia W3, löste dieses Versprechen indes nicht ein. Wie sieht es mit dem W4 aus?

Wenn es um den Spaß geht, zeigt das Iconia W4 keine markanten Schwächen. Dank des kompakten Formates liegt gut in der Hand und passt in die meisten Taschen, auch wenn es mit 420 Gramm kein Leichtgewicht ist. Die Leistung ist für ein Tablet der 300-Euro-Klasse respektabel und reicht für die üblichen Apps aus dem Windows Store locker aus. Hier hat Acer im Vergleich zum Vorgänger nachgebessert.

Das Acer Iconia W4 in Kürze

Was ist es?

Ein kompaktes Tablet, das aber mit einem vollwertigen Windows 8.1 läuft – Nutzer können somit beliebige Windows-Programme installieren.

Was sagt die Werbung?

„Produktiv und dennoch für jeden Spaß zu haben.“

Was ist gelungen?

Das Gerät liegt gut in der Hand, das Display liefert für diese Preisklasse ordentliche Bilder, zudem hält der Akku rund acht Stunden durch. Dank Windows 8.1 können Nutzer reguläre Programme installieren.

Was ist nicht so gelungen?

Die Lautsprecher sind mäßig. Für Desktop-Anwendungen in der Bildschirm zu klein. Die Zusatztastatur erleichtert das Schreiben, sie ist aber wegen des kleinen Formats nicht sehr bequem.

Was sagt der Techniker?

8-Zoll-Bildschirm mit 1280x800 Pixeln Auflösung; Atom-Prozessor von Intel mit 1,8 Ghz Taktfrequenz; 2 GB Arbeitsspeicher, 32 oder 64 Gigabyte Festplatte; Betriebssystem: Windows 8.1. Details auf der Acer-Website.

Was kostet es?

Rund 300 Euro für das 32-Gigabyte-Modell, rund 350 Euro für das 64-Gigabyte-Modell. Die passende Tastatur (Crunch Keyboard) schlägt mit 70 Euro zu Buche.

Ist es empfehlenswert?

Wer die neue Windows-Oberfläche mag und ein kompaktes Tablet sucht, ist mit dem Iconia W4 gut bedient. Trotz Tastatur eignet es sich aber kaum als Notebook-Ersatz.

Das Display ist gut besser als bei vielen 8-Zoll-Geräten, sieht man vom (deutlich teureren) iPad Mini mit Retina-Display ab: Es bietet kräftige Farben und ordentliche Kontraste, auch bei Tageslicht lässt es sich gut ablesen. Der Akku schlägt sich ebenfalls gut und hält gut und gerne acht Stunden Betrieb durch, nimmt sich anschließend beim Aufladen allerdings viel Zeit.

So oder so: Wer das neue Windows mit seiner Kacheloptik (und dessen Einschränkungen) mag, ist mit dem Gerät gut bedient.

Dass sich das Gerät auch als Mitnehmbüro eignet, macht der Hersteller an zwei Dingen fest. Erstens der Software: So ist das volle Windows 8.1 drauf, nicht die abgespeckte Variante RT. Somit können Nutzer nicht nur Apps aus dem Windows Store installieren, wo das Angebot noch relativ schmal ist, sondern auch klassische Programme – ob Fotobearbeitung, Steuer-Programm oder Spiele. Ein Adapterkabel, um ein externes Laufwerk anzuschließen, liegt bei. Bereits vorinstalliert ist das Office-Paket von Microsoft.

Zweitens bietet Acer passend zum Gerät eine Tastatur an, das sogenannte Crunch Keyboard. Es soll die Arbeit erheblich beschleunigen, weil man nicht auf dem Glas herumtatschen muss, sondern die Finger auf echte Tasten legt.

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