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20.03.2013

14:00 Uhr

Leit-Artikel: In-Ear-Kopfhörer

Wumms ohne Strippenstress

VonCarina Kontio

Zu groß, zu schwer, zu sperrig? Klang-Gourmets, die von Kopfbügel-Hörern genug haben, sollten in gute In-Ear-Kopfhörer investieren. Wo Ihr Geld gut angelegt ist und ob der Preis die Musik macht, verrät der Test.

Abgeschirmt von der Außenwelt: In-Ear-Kopfhörer sperren den Lärm aus – und manche sind auch ein modisches Statement. Bower & Wilkins

Abgeschirmt von der Außenwelt: In-Ear-Kopfhörer sperren den Lärm aus – und manche sind auch ein modisches Statement.

Sie sperren den Lärm aus und fallen beim Sport nicht heraus: In-Ear-Kopfhörer. Für mich als passionierte Musikliebhaberin und Berufspendlerin, die sich auf dem täglichen Weg zur Arbeit gerne für eine kleine Weile von der Außenwelt isoliert, sind sie unverzichtbar. Welche sind empfehlenswert? Weil das Angebot beinahe uferlos ist, haben wir uns für vier Modelle zwischen 80 und 250 Euro entschieden, die in den Top-Seller-Listen bei Amazon auftauchen.

Zugegeben: Alle getesteten Geräte, die man sich im Gegensatz zu einem klassischen Bügelkopfhörer in den Gehörgang schiebt, sind nicht ganz billig. Aber Kopfhörer sind inzwischen Lifestyle-Accessoires. Und jedes einzelne Modell liefert einen Klang, der alles andere alt aussehen lässt. Das ist nicht nur für Misanthropen eine prima Sache, die sich von der Außenwelt abschotten wollen. Auch Brillenträger und Sportfans, bei denen der klassische Bügelkopfhörer auf die Brillenbügel drückt oder beim Joggen ständig vom Kopf rutscht, kommen auf ihre Kosten.

In-Ear-Kopfhörer und die Gesundheit

Schädlich für die Ohren?

In-Ear-Kopfhörer tief ins Ohr drücken und Musik aufdrehen – ist das schädlich? Es ist ohne weiteres möglich, sich das Trommelfell wegzublasen. Wer aber verantwortlich damit umgeht, muss sich keine Sorgen vor ernsthaften Folgen wie Tinnitus oder dauerhaftem Hörverlust machen.

85 Dezibel als Obergrenze

Laut dem Unterhaltungselektronik-Branchenverband High End Society werden in Deutschland MP3-Player und Handys nicht lauter als 85 Dezibel. Das gibt eine EU-Richtlinie vor. Alles, was über dieser Grenze liegt, gilt als gesundheitsschädlich. Bei langfristiger Einwirkung können allerdings auch 85 Dezibel zu Schäden führen.

Probleme durch Ohrenschmalz

Mediziner warnen, dass durch Kopfhörerstöpsel Ohrenschmalz in den Gehörgang gedrückt wird. Wenn sich dadurch dann ein Propf bildet, wird es unangenehm und man muss seine Ohren professionell reinigen lassen (auf keinen Fall selbst Hand anlegen mit Wattestäbchen, Ohrenkerzen & Co.).

Öfters mal zum Ohrenarzt gehen

Wer häufig In-Ear-Kopfhörer nutzt und damit Schmalz tief in die Ohren drückt, sollte nach Auffassung von Medizinern alle drei bis sechs Monate zu einem HNO-Arzt gehen.

Achtung im Straßenverkehr

Wer die Musik auf dem Weg zur Arbeit aufdreht und dabei die Umgebungsgeräusche komplett ausschaltet, erkennt so manche Gefahr vielleicht erst zu spät.

Bei Frost wird's eisig: Beyerdynamic MMX 101iE

Der MMX 101iE von Beyerdynamic wird mit einer kleinen Stofftasche geliefert, in der sich die Kopfhörer, die gleichzeitig auch Headset sind, aufbewahren lassen. Dank der drei mitgelieferten Silikon-Aufsätze lässt sich der MMX 101iE recht gut auf die Ohrengröße einstellen. Wer etwas tiefer in die Tasche greifen will, kann sich beim Hörgeräteakustiker auch individuelle Ohrpassstücke anfertigen lassen.

Minimalistisches Design: Die Kopfhörer MMX 101iE von Beyerdynamic. Beyerdynamic

Minimalistisches Design: Die Kopfhörer MMX 101iE von Beyerdynamic.

Leider mangelt es an einer Lautstärke-Funktion am Kabel. Wer also mit dem Rad unterwegs ist, kommt nicht drum herum, seinen Player aus der Tasche zu fummeln, um lauter oder leiser zu stellen.

Optisch kommen die Kopfhörer minimalistisch daher. Das Alugehäuse kann bei eisigen Temperaturen allerdings ordentlich kalt werden am Ohr. Das Kabel dürfte ruhig etwas stabiler sein, aber nach vier Wochen im Alltagstest gibt es noch keinerlei Verschleißerscheinungen.

Beim MMX 101iE überzeugt der warme, stressfreie Klang, an dem es nichts zu meckern gibt. Der Preis macht wohl nicht immer die Musik. Unterm Strich liefert der Kopfhörer einen soliden Sound und ist eine gute Wahl für jemanden, dessen preisliche Obergrenze bei 100 Euro liegt. Einzig beim Thema Kabel, dessen Wertigkeit häufig kritisiert wird, besteht noch Nachholbedarf.

UVP: 99 Euro; Straßenpreis: rund 80 Euro; Produktdetails: www.beyerdynamic.de

Kommentare (1)

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CJB

20.03.2013, 16:05 Uhr

Wenn man doch nur Artikel und Relativpronomen auseinanderhalten könnte:

DieseS oder welcheS = das / der, die, das

Folglich ist daß/dass kein Artikel.

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