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13.02.2013

14:08 Uhr

„Leit-Artikel“ Internet Player NS7-GSZ

Fernseher trifft Smartphone

VonDana Heide

Sony will Fernseher smart machen – auch nachträglich: Der Elektronikkonzern hat mithilfe von Google eine Box entwickelt, die das Internet auf den großen Bildschirm holt und Apps abspielt. Lohnt das Nachrüsten? Ein Test.

Der Internet Player von Sony holt das Internet auf den Fernseher – vorausgesetzt, die Bandbreite gibt das her. Sony

Der Internet Player von Sony holt das Internet auf den Fernseher – vorausgesetzt, die Bandbreite gibt das her.

DüsseldorfDen Fernseher anmachen und schauen, was einem vorgesetzt wird? Meistens nicht in Originalsprache, dafür mit ständigen Werbeunterbrechungen? Das mache ich schon länger nicht mehr mit. Und ich glaube, vielen geht es ähnlich. Ich schaue lieber das, was ich möchte, wann ich möchte, je nach Laune auf Englisch, Spanisch oder Deutsch. Bisher muss ich dafür immer mit dem Mini-Bild auf meinem Laptop auskommen. Mit dem Internet Player von Sony, der den sperrigen Namen NS7-GSZ trägt, soll sich das ändern.

Die kleine schwarze Box ermöglicht Fernsehen, wie es sich der Internet-Riese Google vorstellt. Denn der hat das Betriebssystem Google TV entwickelt, das Sony einsetzt. Es holt neben den klassischen Kanälen auch Inhalte aus dem Netz auf den Bildschirm – selbst wenn der nicht internettauglich ist. Dank einem Browser soll die Box außerdem das Surfen wie auf dem Notebook ermöglichen und die Funktionen mit Apps erweitern, ähnlich wie bei Smartphones. Zwar ist das Gerät schon im Herbst auf dem Markt gekommen, doch noch immer gibt es wenige Alternativen. Und mir stellt sich die Frage: Lohnt sich die Investition von derzeit rund 170 Euro?

Eines der wichtigsten Kriterien, damit mir ein Produkt Spaß macht, ist die Bedienung. Als Apple-Nutzer bin ich es gewohnt, dass Dinge auf Anhieb funktionieren, ohne detaillierte Beschreibungen. In dieser Hinsicht ist die TV-Box von Sony vielversprechend. Sie kommt in einer übersichtlichen Verpackung, halb so groß wie ein Schuhkarton. Darin sind eine flache, schwarz glänzende Box, eine längliche Fernbedienung, ein kleines Heftchen mit Bedienungsanleitung und Kabel.

Die größten TV-Hersteller der Welt

Samsung

Samsung hat seine Spitzenposition im TV-Markt ausgebaut: Der südkoreanische Konzern hält bei den Flachbildfernsehern einen Marktanteil von 28,5 Prozent des Umsatzes, wie der US-Marktforscher NPD ermittelt hat. Auch bei den Smartphones ist Samsung übrigens vorne.

LG Electronics

Auch die Nummer 2 kommt aus Südkorea: 14 Prozent des Umsatzes im TV-Markt gehen an LG Electronics.

Sony

Sony schreibt mit seinem TV-Geschäft schon seit Jahren rote Zahlen. Der Marktanteil ist auf 8,3 Prozent gesunken.

Panasonic

Panasonic ist im TV-Markt mit einem Anteil von 6,8 Prozent die Nummer 4 – die Tochtergesellschaft Sanyo ist darin bereits eingeschlossen.

Sharp

Wie Sony macht auch Sharp eine tiefe Krise durch. Der japanische Konzern hat im Markt für Flachbildfernseher noch 5 Prozent Marktanteil.

Sonstige

Der große Rest hat 36,3 Prozent Marktanteil – darunter fallen auch Philips und der deutsche Hersteller Loewe.

Die Anleitung ist simpel gehalten, doch bald taucht das erste Ärgernis auf: Man braucht zwei HDMI-Kabel, damit das Gerät funktioniert. Die sind allerdings nicht mitgeliefert – so muss ich erst mal zum Elektronikladen fahren. Dieses Problem habe ich mit meinem Notebook nicht. Überhaupt muss man mit einem Mindestmaß an Technik ausgestattet sein, um die TV-Box von Sony voll nutzen zu können: einen Fernseher mit HDMI-Anschluss und einen HDMI-fähigen digitalen SAT-Receiver für das normale TV-Bild.

Doch dann geht die Installation schnell und einfach: WLAN einrichten, die Google-Daten eingeben – bald darauf kann ich loslegen. Bei der Navigation durch das Menü hilft die sehr handliche Fernbedienung. Vorne hat sie ein neben den üblichen Steuertasten auch ein Touchpad, das die Maus ersetzt, etwa um im Browser einen Link anzuklicken. Wenn man sie umdreht, bietet sie eine vollwertige und sogar beleuchtete Tastatur. Ein Lagesensor erkennt, welche Seite gerade oben ist.

Kommentare (3)

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Arno_Nyhm

13.02.2013, 15:07 Uhr

Alternative: HTPC

Oder das Notebook an den Fernseher anschließen, wenn das NB es zulässt. Ist die günstigste Lösung.

Account gelöscht!

14.02.2013, 08:38 Uhr

Zitat:
Als Apple-Nutzer bin ich es gewohnt, dass Dinge auf Anhieb funktionieren

Und das mir alles virgekaut wird und dass ich nicht selber entscheiden "muss" wie ich etwas wo abspeicherer usw.

Alles klar ....

Account gelöscht!

14.02.2013, 08:45 Uhr

PS
Wenn jemand Rechtschreibfehler findet darf er sie behalten
; -)

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