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22.04.2014

16:47 Uhr

Lichtfeldkamera

Lytro bringt verbessertes Modell

Die ersten Lichtfeld-Kameras von Lytro, bei denen man Bilder nachträglich scharfstellen kann, blieben eher eine Spielerei. Die kalifornische Firma legt jetzt mit einem verbesserten Modell für Profi-Fotografen nach.

Illustration einer Lytro-Kamera: Während das erste Modell – ohne eigenen Namen – noch sehr futuristisch aussieht, wird die „Illum“ mehr an eine konventionelle Kamera erinnern. dpa

Illustration einer Lytro-Kamera: Während das erste Modell – ohne eigenen Namen – noch sehr futuristisch aussieht, wird die „Illum“ mehr an eine konventionelle Kamera erinnern.

Mountain ViewDas Start-up Lytro hat seine Lichtfeld-Technologie, die das nachträgliche Scharfstellen von Fotos erlaubt, für eine Profi-Kamera weiterentwickelt. Das neue Modell Illum hat eine höhere Bildauflösung und eine schnellere Verschlusszeit als die seit zwei Jahren verkaufte erste Version. Die Verbesserungen haben aber ihren Preis: Das Gerät ist mit rund 1.600 Euro drei Mal so teuer wie das ursprüngliche Modell.

Die Lytro-Kameras funktionieren anders als die übliche Fototechnik. Während bei der klassischen Fotografie von einer Linse gebündeltes Licht eingefangen wird, versuchen Lichtfeld-Kameras, möglichst viele Strahlen direkt aufzunehmen. Lytro rechnet sie mit seiner Software zusammen und erzeugt daraus Bilder, bei denen man den Fokus nachträglich verändern oder einen 3D-Effekt erzeugen kann. Die erste Kamera konnte 11 Millionen Lichtstrahlen einfangen. Bei der Illum, die äußerlich eher wie eine gewöhnliche Kamera aussieht, sind es jetzt 20 Millionen.

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Die Vorstellung ist faszinierend: Mit der Lytro-Kamera erst das Foto machen und anschließend festlegen, was zu erkennen sein soll. Unser Test zeigt aber: Das erste Gerät mit dieser Technologie hat noch Kinderkrankheiten.

Lytro-Chef Jason Rosenthal hatte Anfang des Jahres angekündigt, die Technik solle mit der Zeit auch in Smartphones und Tablets einziehen. „Unser Plan ist, zugleich die Auflösung auf eine Milliarde Lichtstrahlen hochzuschrauben“, sagte er. „Dafür werden wir drei bis fünf Jahre brauchen - aber damit wird man Bilder mit unvergleichbarem Detailreichtum machen können.“

Von

dpa

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