Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.03.2011

15:25 Uhr

Marktforscher

Deutsche bleiben E-Book-Muffel

Vondpa

Marktforscher sehen mit der zunehmenden Verbreitung der sogenannten Tablett-PCs einen wachsenden Markt für das E-Book auch in Deutschland. Doch noch ist die Verbreitung sehr mau.

Durch die Verbreitung von Tablet-PCs wächst auch der deutsche E-Book-Markt. Allerdings nur langsam. Quelle: Reuters

Durch die Verbreitung von Tablet-PCs wächst auch der deutsche E-Book-Markt. Allerdings nur langsam.

NürnbergDerzeit friste das auf E-Book-Readern, dem iPad, oder einem tragbaren PC gespeicherte elektronische Buch aber noch ein Nischendasein, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Noch immer bevorzuge die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger gedruckte Bücher.

Im vergangenen Jahr hätten lediglich 540.000 Männer und Frauen zu einem E-Book gegriffen; sie hätten dafür rund 21 Millionen Euro ausgegeben. Das sei nach wie vor ein Bruchteil des gesamten deutschen Marktes für Download-Produkte. Insgesamt hätten Bundesbürger im Vorjahr für elektronisch abrufbare Musik, Hörbücher, Software, Videospiele, Videos und Hörbücher 417 Millionen Euro ausgegeben.

E-Book-Käufer sind nach GfK-Erkenntnissen mehrheitlich zwischen 30 und 49 Jahren alt. Besonders beliebt sei Romanliteratur, die rund 60 Prozent des gesamten E-Book-Marktes ausmache, gefolgt von Ratgeber-Büchern mit einem Umsatzanteil von 24 Prozent. Am gesamten deutschen Buchumsatz liegt der Anteil der E-Books aber nur bei 0,5 Prozent.

Die Nürnberger Marktforscher sehen für das E-Book in Deutschland wachsendes Potenzial und steigende Umsätze. Durch die Ausweitung des Angebots deutscher Titel dürfte das E-Book auch mehr Interessenten gewinnen. Im Januar 2011 hätten bereits 62 Prozent der Deutschen von E-Books gehört; ein Jahr zuvor seien es nur 49 Prozent gewesen.

Aktuell sind nach der GfK-Umfrage rund neun Millionen Bundesbürger an E-Books interessiert (2010: sieben Millionen). Die Zahl der E-Book-Skeptiker sei aber dennoch groß: 78 Prozent lehnten E-Books ab.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

MartinP

20.03.2011, 00:19 Uhr

Ich denke zurück an die Einführung der Handys. Anfangs die große Überheblichkeit, "Wir brauchen sowas nicht". Und, als es dann billiger wurde schaffte sich jeder zwei an.
In unserem Ländle dauert es halt etwas länger. Und es muss billig sein, Geiz ...
Aber mal Mentalität bei Seite. In den USA gibt es (fast) jeden guten neuen Roman als eBook. Bei uns jeden Harry Potter. Das Angebot ist eine Schande.

Ein Vielleser - momentan hauptsächlich auf Englisch, so bringt das deutsche Verlagswesen gutes für meine Sprachen

Account gelöscht!

20.03.2011, 21:17 Uhr

Rückschritt statt Fortschritt ? Ist E-Book lesen bequem und Augen schonend ? Kann man beim E book Lesezeichen so einlegen, dass man in Sekundenbruchteilen viele Seiten zurückblättert und das im notwendigen Fall viele Male pro Minuet tun kann, um eine Schreibweise oder eine genaue Darstellung vergleichend zu überprüfen?
Nach dem qualitativen Verlust des Sound Entertainments jetzt auch noch das des Lse Entertainments ? Nur , weil es möglich ist e-books zu kreieren ? Nein Danke ! Wir hatten genug Rückschritte als Fortschritte in den letzten Dekaden getarnt.

Account gelöscht!

20.03.2011, 21:18 Uhr

Rückschritt statt Fortschritt ? Ist E-Book lesen bequem und Augen schonend ? Kann man beim E book Lesezeichen so einlegen, dass man in Sekundenbruchteilen viele Seiten zurückblättert und das im notwendigen Fall viele Male pro Minuet tun kann, um eine Schreibweise oder eine genaue Darstellung vergleichend zu überprüfen?
Nach dem qualitativen Verlust des Sound Entertainments jetzt auch noch das des Lse Entertainments ? Nur , weil es möglich ist e-books zu kreieren ? Nein Danke ! Wir hatten genug Rückschritte als Fortschritte in den letzten Dekaden getarnt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×