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28.01.2005

07:00 Uhr

Maxfield D-02

Bordkino mit Hindernissen

VonAxel Postinett

Bleiben wir doch mal auf dem Teppich: Für den Zweitwagen oder den Kindergarten-Express muss es nicht gleich die sündhaft teure Einbau-Video-Anlage für das Armaturenbrett sein.

Maxfield MAX D-02

Maxfield MAX D-02

HB DÜSSELDORF. Zur Bespaßung der Kinder auf der Fahrt zur Oma würde auch ein tragbarer DVD-Spieler mit eingebautem Monitor reichen. So wie der Bibi-Blocksberg-taugliche Maxfield D-02 für 299 Euro. Zumindest theoretisch, wie der Praxistest dann doch leider aufgezeigt hat.

Das kompakte Gerät aus chinesischer Produktion gefällt durch eine robust anmutende Verarbeitung und eine reichhaltige Ausstattung bis hin zur praktischen Kopfstützen-Halterung fürs Auto sowie der Fernbedienung. Der Akku erlaubt gut drei Stunden Spaß "Code-Free". Der Spieler liest also - im Gegensatz zu vielen Geräten für zu Hause - beliebig oft Silberscheiben aus aller Herren Länder, auch das günstige Schnäppchen von der Amerikareise. Wohnzimmergeräte erlauben meist nur DVD mit Ländercode "2" für Deutschland und zwei- oder dreimal einen Code-Wechsel - wie großzügig.

Der Bildschirm hat 17,5 cm Diagonale, kräftige Farben und guten Kontrast. Allerdings: Der Zuschauer muss schon genau davor sitzen, um den besten Bildeindruck zu bekommen, sonst sieht er wenig. Bei einer Auflösung von 480 x 234 Pixeln dürfen wir keine Wunder an Schärfe und Detailauflösung erwarten, aber für den Einsatz auf Reisen ist das absolut in Ordnung.

Der D-02 kann etwa in der Ferienwohnung an einen Fernseher angeschlossen werden. Die eingebauten Lautsprecher reichen, um ein Hotelzimmer zu beschallen. Im Auto greift der Fahrer sowieso besser direkt auf Kopfhörer für die Kinder zurück.

Falls da überhaupt etwas zu hören ist. Der Maxfield hat seine Schwierigkeiten mit der schwankenden 12-Volt-Stromversorgung über den Zigarettenanzünder im Auto. Im Test stürzte das Sensibelchen hoffnungslos ab, nachdem eine zufällige Handbewegung die Stromzufuhr zum Gerät unterbrochen hatte.

Danach war er erst einmal gar nicht mehr dazu zu bewegen, die DVD zu starten, dann nur mit Ton und ohne Bild. Das Gerät musste letztlich komplett vom Auto-Netz genommen werden. Das passierte nicht nur einmal und löste Verdruss bei Fahrer und Zuschauer aus.

Beim Akku- oder 220-Volt-Netzbetrieb hingegen kamen keine Pannen vor. Leider aber passt das Gerät mit angeschraubtem Akku nicht mehr in die praktische Kopfstützentasche. Sonst könnte sich der Benutzer die Kabelverlegung vom Armaturenbrett zur Kopfstütze schenken. Mäßige Alternative: Der Zuschauer hält das Gerät mit Akku in der Hand.

Fazit: Mäusekino auf Reisen oder gemütlich im Bett: ja. Aber im Auto macht der D-02 eine mäßige Figur.

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