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25.02.2014

20:16 Uhr

Mittelklasse-Geräte

Handys mit Ubuntu-Software für dieses Jahr geplant

Erste Smartphones mit dem Betriebssystem Ubuntu soll es noch in diesem Jahr geben. Wie viel sie kosten werden, steht noch nicht fest. Ubuntu ist eine der bekanntesten Versionen des Linux-Betriebssystems.

Bislang konnte man Ubuntu auf dem Handy nur auf Umwegen einsetzen. gms

Bislang konnte man Ubuntu auf dem Handy nur auf Umwegen einsetzen.

BarcelonaNoch in diesem Jahr soll es erste Smartphones mit dem Betriebssystem Ubuntu geben. Die Geräte kommen von dem spanischen Hersteller bq und der chinesischen Firma Meizu. „Es gibt einen großen Hunger nach Alternativen zu iOS und Android“, sagte der Chefentwickler der hinter Ubuntu stehenden Firma Canonical, Rick Spencer, der dpa. Ubuntu ist eine der bekanntesten Versionen des offenen Betriebssystems Linux, der Quellcode wird im Internet veröffentlicht.

Auf dem Handy konnte man Ubuntu bisher nur auf Umwegen einsetzen. Dafür mussten Nutzer das Betriebssystem selbst auf bestimmten Android-Geräten installieren. „Es gibt verschwindend wenige Menschen, die das machen“, sagte Spencer auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Auf den kommenden Geräten soll das Betriebssystem zum ersten Mal vorinstalliert sein. Canonical kündigte die Handys im Vorfeld der Mobilfunkmesse an, vor Ort wurden erste Prototypen gezeigt.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

Huawei

Drittgrößter Smartphone-Hersteller ist Huawei mit knapp 47 Millionen verkauften Geräten und einem Marktanteil von 4,8 Prozent.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Wann genau die Smartphones auf den Markt kommen und wie viel sie kosten werden, stehe noch nicht fest. Es sollten allerdings Mittelklasse-Geräte werden, erklärte Spencer. Die Handys sollen über die Webseiten der Hersteller verkauft werden und ohne SIM-Lock weltweit einsetzbar sein.

Von

dpa

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