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24.02.2014

11:31 Uhr

Mobile World Congress

Straßenlaternen als Mobilfunkmasten

Immer mehr Menschen haben Smartphones und nutzen Internetdienste. Das führt besonders in Städten zu Auslastungs-Problemen. Ericsson und Philipps wollen das auf ungewöhnliche Art lösen.

Typischerweise stellen Mobilfunkanbieter ihre Antennen auf Hausdächer. Doch in vielen Städten wird der Platz knapp. dapd

Typischerweise stellen Mobilfunkanbieter ihre Antennen auf Hausdächer. Doch in vielen Städten wird der Platz knapp.

BarcelonaDer Telekom-Ausrüster Ericsson will gemeinsam mit Philipps Straßenlaternen in Mobilfunkmasten verwandeln. „Wir glauben, dass Städte in Zukunft viel mehr Mobilfunkabdeckung brauchen“, sagte Ericsson-Chef Hans Vestberg am Montag auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona.

Typischerweise stellen Mobilfunkanbieter ihre Antennen auf Hausdächer oder bringen sie an Fassaden an. „Es wird immer schwerer, in Städten Plätze auf Dächern zu bekommen“, sagte Vestberg. Gleichzeitig würden mehr Menschen mit Smartphones in Städten unterwegs sein und Datenanwendungen über das mobile Internet nutzen.

Die Trends des Mobile World Congress

Treffpunkt der Mobilfunk-Welt

Der Mobile World Congress ist ein jährlicher Treffpunkt der Mobilfunk-Industrie. Welche Trends sind in diesem Jahr zu beobachten? Ein Überblick.

Günstige Smartphones

Auch in Schwellen- und Entwicklungsländern nutzen immer mehr Menschen Computer-Telefone, dort sind aber vor allem günstige Geräte gefragt. Das befeuert den Aufstieg vor allem chinesischer Hersteller, die in großen Stückzahlen billige Smartphones mit dem Google-System Android absetzen können.

Tragbare Mini-Computer

Zur neuen Geräteklasse der sogenannten „Wearable Technology“ gehören zum Beispiel Computer-Uhren oder Datenbrillen wie Google Glass. Der Markt steht noch ganz am Anfang, aber die Wachstumsaussichten gelten als enorm. Die Marktforschungsfirma Canalys rechnet für dieses Jahr mit dem Absatz von acht Millionen „smarten Armbändern“ fürs Handgelenk. Ein Problem sind bisher die Batterielaufzeiten und die Anbindung an Smartphones.

Internet der Dinge

Inzwischen werden auch immer mehr Alltagsgegenstände miteinander verbunden – Haustechnik, Zahnbürsten, Autos. Der Netzausrüster Ericsson geht von 50 Milliarden vernetzten Geräten zum Jahr 2020 aus. Das stellt ganz neue Ansprüche an die Netze. Die Industrie setzt vor allem auf den superschnellen LTE-Funk, um die Datenlawine umzuschlagen.

Fitness-Technik

Pioniere wie Fitbit oder Jawbone machten mit ihren Fitness-Armbändern den Anfang, inzwischen schwimmen auch Platzhirsche wie Samsung, Sony oder LG auf der Sport-Welle mit. Es geht darum, die Aktivität der Nutzer zu messen und sie zu mehr Bewegung sowie einem gesünderen Lebenswandel zu motivieren. Dabei sammeln sich auch eine Menge von Daten an, zum Beispiel über die Schlafqualität.

Ericsson und Philipps wollen die Mobilfunk-Laternen noch dieses Jahr in ersten Städten in Nordamerika aufstellen, sagte Ericsson-Managerin Cecilia De Leeuw. Dort sei das Kapazitätsproblem für Mobilfunkanbieter besonders akut. Es gebe allerdings Gespräche mit Städten in anderen Teilen der Welt.

Die Laternen sollen mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet sein. Der Aufwand für die Umrüstung soll im Verlauf von acht bis zehn Jahren über niedrigere Energiekosten ausgeglichen werden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Numismatiker

24.02.2014, 11:52 Uhr

Super! Punktgenaue Ortung leichtgemacht. Made in Sweden.

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