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18.01.2005

11:45 Uhr

Mobiltelefonmarkt in China ist der größte weltweit

Siemens will Handy-Marktanteil in China verdoppeln

Der Technologiekonzern Siemens will seinen Anteil auf dem hart umkämpfenden chinesischen Handy-Markt im laufenden Geschäftsjahr verdoppeln.

HB SCHANGHAI. Die Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem der Verbleib der Münchener im zuletzt hoch defizitären Mobilfunkgeschäft fraglicher als jemals zuvor ist, und ein Verkauf oder die Schließung der Einheit nicht ausgeschlossen wird.

"Wir wollen unseren Marktanteil auf sechs bis sieben Prozent verdoppeln", sagte der Chef der Siemens-Mobiltelefon-Sparte in China, Peter Borger, am Dienstag. Zu Spekulationen, wonach Siemens den Verkauf seines Handy-Geschäfts an den größten chinesischen Mobiltelefon-Hersteller Ningbo Bird erwägt, äußerte er sich nicht.

Siemens hatte 2002 in China einmal einen Marktanteil von bis zu zehn Prozent erreicht, doch trotz des rasanten Branchenwachstums in dem Land mussten die Münchener das Feld immer mehr ihren Konkurrenten überlassen. Zuletzt kam der Konzern noch auf einen Marktanteil von drei Prozent. Grund hierfür war die auch im Vergleich zu Konkurrenten deutlich langsamere Umsetzung von Produktinovationen. "Es ist wegen des starken Wettbewerbs vor Ort schwierig für ausländische Firmen", begründete Borger die Marktanteilsverluste.

Seinen Optimismus für China gründet Borger auch auf die Vertriebskooperation mit Ningbo Bird. Siemens hatte im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit mit den Chinesen beschlossen und gehofft, so bis Mitte 2005 Zugang zu 30.000 Ningbo-Verkaufsstellen zu erreichen - ein Ziel, das offenbar nun verfehlt wird. "Derzeit sind es 10 000 Ningbo-Läden, die Siemens-Telefone verkaufen", sagte Borger. "Wir wollen 20 000 erreichen", fügte er mit Blick auf das im September endende Geschäftsjahr 2004/05 hinzu.

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