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29.06.2012

11:58 Uhr

Nachfolger in den Startlöchern

Das iPhone ist fünf

Es sollte eine Revolution werden - und sie ist eingetreten. Vor fünf Jahren kam das erste iPhone in den USA in den Handel. Apple stellte die gesamte Branche auf den Kopf - die neueste Version wird für Herbst erwartet.

Steve Jobs bei der Vorstellung des ersten iPhones 2007. dapd

Steve Jobs bei der Vorstellung des ersten iPhones 2007.

BerlinZu seinem fünften Geburtstag blickt das iPhone auf eine stolze Karriere zurück. Über 250 Millionen Mal hat sich das Smartphone seit seinem Marktstart verkauft. Dabei war das iPhone als absoluter Außenseiter in einer traditionsreichen Branche an den Start gegangen. Inzwischen ist die Branche komplett neu aufgestellt. Kaum ein Hersteller hat nicht mindestens ein Telefon im Portfolio, das dem iPhone ähnelt. Nokia, einst stolzer Marktführer, musste vom Thron steigen. Nur Google - ebenfalls Branchenneuling - hält mit seinen Android-Telefonen Apples iOS noch auf Abstand.

Ein Touch-Display und nur eine einzige Taste - das war die Rezeptur für die „Neuerfindung des Mobiltelefons“. Bis 2007 hatten sich Mobiltelefone von vormals unhandlichen und schweren „Knochen“ zu immer kleineren und handlicheren Geräten gewandelt. Allen gemeinsam war allerdings ein relativ kleines Display und die Telefon-Tastatur, über die man per Zweitbelegung mit Buchstaben auch SMS schreiben konnte. Die langsam aufkommende Nutzung des mobilen Internets hatte durch den geringen Platz auf den Displays deshalb klar abgesteckte Grenzen.

Anders als bei den bis dahin mit oft labyrinthartigen Menüs strukturierten Mobiltelefonen der großen Marktführer lässt sich das iPhone ohne Handbuch in Betrieb nehmen und nutzen. Und über den App Store wird es ohne Umweg mit Anwendungen bestückt. Ob nützlich oder völlig nutzfrei - Millionen der kleinen Zusatzprogramme haben innerhalb der vergangenen fünf Jahre ein eigenes Ökosystem gebildet. Es scheint kaum noch etwas zu geben, was sich im Zweifel nicht mit einer App bewerkstelligen lässt.

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Mit seinen verschiedenen iPhone-Modellen spielte Apple dabei meist nicht einmal an vorderster Front der modernen Mobilfunktechnologien mit - aber das hat die Nutzer nicht interessiert. Technologische Schwächen bügelte Apple spielend mit dem Design und der Beliebtheit der eigenen Marke aus.

Den Mobilfunk-Providern erschloss das iPhone neue Einnahmequellen durch die mobile Datennutzung. Damit konnte es sich Apple als erster Handy-Hersteller leisten, exklusive Partnerschaften mit einem Provider einzugehen. Und mit Apple handelte erstmals ein Gerätehersteller eine Umsatzbeteiligung bei der Datennutzung aus. Zugunsten niedrigerer Gerätepreise gab das Unternehmen das Geschäftsmodell jedoch knapp ein Jahr später wieder auf.

Kommentare (3)

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eiger

24.07.2012, 21:36 Uhr

iPhone=Idiotenphone.

Anno

24.07.2012, 22:40 Uhr

Toller Beitrag. Ich denke mal über Ihre Argumente nach und melde mich dann nochmal.

KinderSpielZeugFurKonsolenkinder

25.07.2012, 00:37 Uhr

Der APFEL fällt zu weit vom durchsnittl. Marktpreis für die Funktionalität!
.
Technikverliebte (also verspielte) Kinder (Spielekonsolenkinder & Co.), bevorzugen APFELprodukte. Realisten dagegen lehnen das Steve Mopps-Diktat der Apps ab und können auch rechnen... bei der Anschaffung eines Mobil-Telefons.
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ROi = fragwürdig!
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Dazu kommt, nur Kinder haben Zeit in Bus und Tram mit den Gimmicks rum zu hantieren. Wer produktiv ist, hat keine Zeit für den verspielten SchnickSchnack aus APPleTown...

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