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26.04.2012

09:47 Uhr

Nationalpark

Per App auf Bärenjagd im Yellowstone Park

Neue Apps sollen Besuchern des Yellowstone-Nationalpark in den USA den Weg zu Bären weisen. Nicht alle halten das für eine gute Idee.

Ein weiblicher Grizzlybär mit Kindern im Grand Teton Nationalpark südlich des Yellowstone-Nationalparks. Einige neue Apps informieren die Besucher darüber, wo zuletzt Tiere gesichtet wurden. dapd

Ein weiblicher Grizzlybär mit Kindern im Grand Teton Nationalpark südlich des Yellowstone-Nationalparks. Einige neue Apps informieren die Besucher darüber, wo zuletzt Tiere gesichtet wurden.

CheyenneNaturliebhaber, die gerne einen Blick auf frei lebende Wölfe, Grizzlybären oder Bisons im Yellowstone Nationalpark in den USA werfen möchten, sollten vielleicht zuerst auf ihr Smartphone sehen. Einige neue Apps informieren die Besucher darüber, wo zuletzt Tiere gesichtet wurden. Wer dann dort hinfährt, hat zumindest theoretisch eine größere Chance die Tiere in freier Wildbahn zu erleben.

Eine App nennt sich „Where's a Bear“ (Wo ist ein Bär). Sie verspricht, den Nutzer praktisch in Echtzeit über Tiersichtungen zu informieren. Eine ähnliche App wurde auch kürzlich von der Website Yellowstone Wildlife vorgestellt, die schon länger über gesichtete Tiere berichtet. Eine der Meldungen auf der Seite warnte zuletzt aber auch, dass Grizzlys in der Nähe des Yellowstone River Trail gerade mit dem Kadaver eines Bisons beschäftigt seien. Der Hinweis, der von der Parkbehörde kam, kann Leben retten: im vergangenen Sommer wurden zwei Touristen von Grizzlys getötet.

Aber nicht jeder hält es für eine gute Idee, wenn Informationen über wild lebende Tiere sofort auf Handys weitergeleitet werden. Denn schnell seien es im Yellowstone Park hunderte Menschen, die zusammenkommen, um sich Tiere anzusehen, erklärt Vicky Kraft aus Pine Mountain in Kalifornien, die eine Facebook-Gruppe zum Yellowstone Park unterhält.

Auch die Park Ranger sehen die Apps etwas kritisch. Besonders schwierig sei es bei Bären, die unberechenbar sein könnten. Im schlimmsten Fall könne es zu noch mehr Staus führen, weil Menschen anhalten, um ein Tier zu betrachten, sagt Park-Sprecher Dan Hottle. Aber vielleicht kommt den Rangern ja die Technik zu Hilfe - im größten Teil des Yellowstone Park gibt es keinen Mobilfunkempfang.

Von

dapd

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