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23.02.2014

16:47 Uhr

Neue Technik

Huawei zeigt Smartphone in Tablet-Größe

Groß, größer, Huawei: Der chinesische Elektronikhersteller hat eine Kreuzung aus Smartphone und Tablet-Computer vorgestellt. Das Mediapad X1 misst sieben Zoll - wer damit telefonieren will, braucht eine große Hand.

Huawei: Neue Technik aus China. Reuters

Huawei: Neue Technik aus China.

BarcelonaTelefonieren wird schwierig: Huawei hat das größte Smartphone der Welt vorgestellt. Das Mediapad X1 misst in der Diagonale sieben Zoll und damit so viel wie viele Tablet-Computer. „Telefone werden immer größer, Tablets immer kompakter“, sagte Richard Yu, Chef der Verbrauchersparte von Huawei, am Sonntag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Das Gerät verbinde beide Kategorien – und passe trotzdem noch in die Jackentasche. Das Mediapad X1 unterstützt den schnellen Datenfunk LTE.

Beim chinesischen Hersteller weiß man aber wohl um die Schwierigkeiten bei der Handhabung. Der Konzern stellte ein Armband vor, dass als Freisprecheinrichtung dient und per Bluetooth mit einem Mobiltelefon gekoppelt wird. Am Handgelenk dient das Talkband als Fitness-Tracker, der die Aktivitäten misst. Das Smartphone kostet rund 400 Euro, das Zubehör rund 100 Euro.

Die Trends des Mobile World Congress

Treffpunkt der Mobilfunk-Welt

Der Mobile World Congress ist ein jährlicher Treffpunkt der Mobilfunk-Industrie. Welche Trends sind in diesem Jahr zu beobachten? Ein Überblick.

Günstige Smartphones

Auch in Schwellen- und Entwicklungsländern nutzen immer mehr Menschen Computer-Telefone, dort sind aber vor allem günstige Geräte gefragt. Das befeuert den Aufstieg vor allem chinesischer Hersteller, die in großen Stückzahlen billige Smartphones mit dem Google-System Android absetzen können.

Tragbare Mini-Computer

Zur neuen Geräteklasse der sogenannten „Wearable Technology“ gehören zum Beispiel Computer-Uhren oder Datenbrillen wie Google Glass. Der Markt steht noch ganz am Anfang, aber die Wachstumsaussichten gelten als enorm. Die Marktforschungsfirma Canalys rechnet für dieses Jahr mit dem Absatz von acht Millionen „smarten Armbändern“ fürs Handgelenk. Ein Problem sind bisher die Batterielaufzeiten und die Anbindung an Smartphones.

Internet der Dinge

Inzwischen werden auch immer mehr Alltagsgegenstände miteinander verbunden – Haustechnik, Zahnbürsten, Autos. Der Netzausrüster Ericsson geht von 50 Milliarden vernetzten Geräten zum Jahr 2020 aus. Das stellt ganz neue Ansprüche an die Netze. Die Industrie setzt vor allem auf den superschnellen LTE-Funk, um die Datenlawine umzuschlagen.

Fitness-Technik

Pioniere wie Fitbit oder Jawbone machten mit ihren Fitness-Armbändern den Anfang, inzwischen schwimmen auch Platzhirsche wie Samsung, Sony oder LG auf der Sport-Welle mit. Es geht darum, die Aktivität der Nutzer zu messen und sie zu mehr Bewegung sowie einem gesünderen Lebenswandel zu motivieren. Dabei sammeln sich auch eine Menge von Daten an, zum Beispiel über die Schlafqualität.

Große Smartphones, im Branchenjargon Phablets genannt, werden immer beliebter, vor allem in Asien. Sie dienen häufig als Ersatz für Tablets und Notebooks. In Schwellenländern sind sie nach Einschätzung von Marktforschern häufig der erste Computer, den sich Nutzer anschaffen. Auf dem Mobile World Congress dürften etliche weitere Hersteller neue Phablet-Modelle ankündigen – wenn auch vielleicht nicht mit den Ausmaßen des X1.

Von

chk

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