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04.09.2011

16:15 Uhr

Neues Android-Gerät

Tablet von Amazon ist fast fertig

Der Kampf um die Vorherrschaft auf dem Markt für Tablet-Geräte wird härter: Nun steigt auch Amazon ein. Ein modifiziertes Android-System sowie eine nahtlose Integration der Amazon-Dienste sollen beim Kunden punkten.

Auf dem Markt für Tablet PCs (hier ein Gerät von Motorola) wird es enger. In Kürze steigt auch der Versand- und Buchriese Amazon ins Geschäft ein. dapd

Auf dem Markt für Tablet PCs (hier ein Gerät von Motorola) wird es enger. In Kürze steigt auch der Versand- und Buchriese Amazon ins Geschäft ein.

New YorkDer Online-Einzelhändler Amazon steht nach Informationen des US-Fachblogs „TechCrunch“ kurz vor dem Eintritt in den Markt für Tablet-Computer. Ein „TechCrunch“-Reporter bekam Zugang zu einem Testgerät. Das Tablet mit einer Bildschirmdiagonalen von sieben Zoll (17,8 cm) solle nach aktuellen Planungen Ende November zum Preis von 250 Dollar auf den US-Markt kommen, berichtete das Blog am Wochenende. Derzeit werde noch an der Software gefeilt.

Die Stärke des Geräts liege in eine nahtlosen Integration der Amazon-Angebote wie der Kindle-Plattform für digitale Bücher oder des hauseigenen Musik-Dienstes, schrieb „TechCrunch“. Das Gerät läuft zwar auf Basis des Google-Betriebssystems Android - allerdings handele es sich um eine von dem aktuellen Entwicklungsprozess „abgenabelte“ Version, an der Amazon auf eigene Faust weitergearbeitet habe. Google-Dienste seien bei dem Testgerät nirgendwo zu sehen gewesen, Apps könne man sich zum Beispiel nur von Amazons eigener Software-Plattform laden.

Darüber, dass Amazon nach dem Erfolg seines Kindle-Lesegeräts für E-Books auch in den boomenden Tablet-Markt vorstoßen wolle, wird bereits seit langem spekuliert. Einige Marktbeobachter trauen dem weltgrößten Online-Einzelhändler mit seinem breiten Angebot an digitalen Inhalten zu, zum ernsthaften Herausforderer für Apple mit seiner heute dominierenden Kombination aus iPad und iTunes-Shop zu werden. Apple versucht derzeit, Amazon die Nutzung des Namens „appstore“ für die Software-Downloadplattform vor Gericht verbieten zu lassen.

Von

dpa

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