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11.01.2005

09:30 Uhr

Nokia 9500 Communicator

Der Altmeister funkt dazwischen

VonAxel Postinett

Der Altmeister des mobilen Büros kann jetzt drahtlos arbeiten mit Wlan. Die Funkfähigkeit ist die wichtigste Neuerung des Nokia 9500 Communicators. Das spart nicht nur Geld, sondern verhilft auch zu einem völlig neuen E-Mail-Gefühl, wie ein Weekend-Journal-Test zeigt.

Nokia Communicator 9500

Nokia Communicator 9500

HB DÜSSELDORF. Denn Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander: 35 Prozent der Geschäftskunden halten E-Mail für "unbedingt notwendig" auf einem Telefon. Aber nur neun Prozent versenden tatsächlich Post per Handy, hat eine Umfrage von Siemens ergeben.

Diese Diskrepanz ist kein Wunder. Wer kennt das nicht: Die Einrichtung von E-Mail-Konten gleicht einer Geheimwissenschaft. Die Daten quälen sich über langsame Verbindungen. Und ist alles geladen, sind Text- oder Bild-Anhänge garantiert mal wieder nicht lesbar. Am Monatsende verschlägt einem die Mobilfunkrechnung schlicht den Atem, vor allem jenen, die im Ausland online gehen.

Nokias 9500 schafft da Abhilfe. Er hängt sich in Funknetze nach dem verbreiteten 802.11b-Standard ein, wie sie zu finden sind in Firmen, Flughäfen, Kaffeehausketten, Bahnhöfen oder zum Beispiel der Public Library in der Innenstadt von Los Angeles - hier sogar kostenlos.

Auf Knopfdruck werden die verfügbaren Funknetze angezeigt. Eines auswählen. Ist das (öffentliche) Netz ohne Verschlüsselung, sind überhaupt keine Einstellungen nötig.

Die Installation verschlüsselter Verbindungen war auch beim 9500 nicht einfach. Aber gute Hilfestellungen, übersichtliche Menüs und ein angenehm großer Schirm erleichtern die Arbeit. E-Mail-Dienste wie Web.de erlauben kostenlosen Zugriff auf das Postfach per SMTP oder IMAP4, ohne über die Homepage des Webdienstes gehen zu müssen. Die erforderlichen Daten dafür sind zum Glück schnell eingegeben.

Selbst große Postfächer wurden zügig in den 80-MB-Speicher des Nokia übertragen. Per E-Mail-Anhang macht sogar der Versand von großen Fotos Spaß. Ohne WLAN wird die Post auf dem konventionellen Weg per GPRS oder GSM übertragen.

Der E-Mail-Abruf über den eingebauten Webbrowser und die Homepage des Anbieters funktionierte aber nur eingeschränkt. Bei Web.de klappte es überhaupt nicht, bei Yahoo.de bereitete der Versand von Anhängen manchmal Probleme. Die Darstellung von HTML-Seiten funktionierte dagegen vorbildlich.

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