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13.01.2015

11:48 Uhr

Online-Speicher

Sicherheitsbedenken bremsen Cloud-Dienste aus

Einer aktuellen Umfrage zufolge nutzt nur jeder Fünfte sogennante Cloud-Dienste, um Fotos, Daten und Dokumente online zu speichern. Viele der Befragten gaben Sicherheitsbedenken als Grund für ihre Skepsis an.

Nur jeder fünfte Befragte nutzt einer aktuellen Studie zufolge Cloud-Dienste für den Austausch und die Speicherung von Daten wie Fotos und Dokumente. Reuters

Nur jeder fünfte Befragte nutzt einer aktuellen Studie zufolge Cloud-Dienste für den Austausch und die Speicherung von Daten wie Fotos und Dokumente.

BerlinCloud-Dienste sind bequem, doch starke Sicherheitsbedenken der Nutzer bremsen die Verbreitung der Online-Speicher in Deutschland aus.

Nur jeder fünfte Befragte nutzt einer aktuellen Studie zufolge solche Dienste für den Austausch und die Speicherung von Daten wie Fotos und Dokumente, teilte der Hightech-Verband Bitkom am Dienstag mit. Damit liege Deutschland im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld (Platz 16 von 31).

21 Prozent der Befragten gaben demnach an, aus Sorge um die Datensicherheit und den Datenschutz Cloud-Speicher nicht zu verwenden.

Das ABC des Cloud-Computing

Software as a Service (SaaS)

Bei diesem Konzept laufen Anwendungen – etwa für Textverarbeitung oder Kundenverwaltung –nicht auf dem eigenen Rechner, sondern auf den Servern des Dienstleisters. Aufgerufen werden sie übers Internet. Meist ist nicht mehr als ein Browser nötig. Bezahlt wird in der Regel per Abo. Daher ist auch von Miet-Software die Rede.

 

Infrastructure as a Service (IaaS)

Unternehmen können auch Rechenleistung oder Speicherplatz über die Cloud beziehen – in diesem Fall ist von Infrastructure as a Service die Rede. Gerade Startups können auf diese Weise schnell und unkompliziert ihre Website aufbauen und bei Bedarf die Kapazitäten auf Knopfdruck vergrößern.

Platform as a Service (Paas)

IT-Entwickler können auch eine virtuelle Computer-Plattform über die Cloud nutzen. Das erleichtert die Programmierung, weil sie selbst keine spezielle Hardware aufstellen müssen.

Public Cloud

Wenn Unternehmen ihre Cloud-Dienste öffentlich zugänglich anbieten, ist von der Public Cloud die Rede. Dabei handelt es sich oft um standardisierte und somit günstige Services. Der Zugriff erfolgt übers Internet.

Private Cloud

Wie bei Public-Cloud-Lösungen liegen die Daten oder Anwendungen auf Servern – diese betreibt das Unternehmen jedoch selbst. Der Zugang ist bei der Private Cloud auf die eigenen Mitarbeiter sowie autorisierte Geschäftspartner und Kunden beschränkt. Weil der Betreiber mehr Kontrolle hat, eignet sich diese Lösung für sensible Daten. Vor allem große  Unternehmen und öffentliche Einrichtungen setzen darauf.

 

Hybrid Cloud

Eine Mischung aus Public und Private Cloud – das Unternehmen setzt also beide Elemente ein.

Am häufigsten werden Dienste wie Google Drive, iCloud von Apple oder Dropbox in Dänemark genutzt (44 Prozent der befragten Bürger), gefolgt von Norwegen (43 Prozent), Island (39 Prozent) und Großbritannien (38 Prozent).

Deutschland teilt sich Platz 16 mit Frankreich. Die Schlusslichter bilden Litauen und Polen, beide mit 9 Prozent auf Platz 29, sowie Rumänien mit 8 Prozent (Platz 31).

Für die repräsentative Studie der europäischen Statistikbehörde Eurostat wurden Einwohner zwischen 16 und 74 Jahren in 31 Ländern befragt.

Cloud-Dienste lassen sich für die Sicherung auch größerer Datenbestände nutzen, über die Cloud können aber auch Daten wie Fotos oder Videos anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Von

dpa

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