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21.09.2016

15:26 Uhr

Polar M600 im Test

Eine Sportuhr bittet zum Gespräch

VonCarina Kontio

Die erste Smartwatch aus Finnland, das bietet Polar mit der M600. Ein smarter Trainingsbegleiter, der E-Mails beantwortet, Musik speichert und zum nächsten Restaurant navigiert. Ob das Gadget überzeugt? Ein Praxistest.

Technisch versierte Menschen, die Lust auf viele Spielereien haben, sind bei der neuen Smartwatch von Polar gut aufgehoben.

Polar M600 im Handelsblatt-Test

Technisch versierte Menschen, die Lust auf viele Spielereien haben, sind bei der neuen Smartwatch von Polar gut aufgehoben.

KölnMit der M600 hat nun auch der finnische Herzfrequenzspezialist Polar eine Smartwatch auf den Markt gebracht, die, so heißt es in der Werbung, andere Uhren ein wenig grün hinter den Ohren aussehen lässt. Die wasserdichte Superuhr versteht sich selbst als „ideale Ergänzung zum Smartphone“, die nicht nur über eingehende Nachrichten, Aktienkurse, Anrufe oder Mitteilungen aus sozialen Netzwerken informiert, sondern mit über 400 Apps, die man sich zusätzlich auf das schicke Gadget laden kann, den Nutzungsradius um ein Vielfaches erweitert.

Punkten wollen die Finnen vor allem aber mit der Pulsmessung am Handgelenk, die bei der M600 durch 6 grüne LEDs noch genauer sein soll - laut Polar eine Weltneuheit. Genauer zumindest als beim A360, ein Fitness-Armband, das der Hersteller seit einem Jahr anbietet und das den Einstieg des Unternehmens in die optische Pulsmessung markierte. In unserem Test durchleuchten wir die neue Smartwatch der Skandinavier, schauen, welche Features überzeugen und für welche Menschen sich das Gadget, das im Handel 349,95 Euro kostet, eignet.

Das Produkt in aller Kürze

Was ist es?

Die M600 ist eine wasserdichte Smartwatch für iOS und Android. Neben einem farbigen Touch-Display, GPS, Glonass, 24/7 Activity-Tracking und Coaching-Funktionen über die integrierte Polar Flow App will der finnische Hersteller mit der Pulsmessung am Handgelenk überzeugen, die durch 6 LEDs erfolgt - laut Polar eine Weltneuheit. Gleiches gilt für den Akku: In Verbindung mit Android-Geräten beträgt die Laufzeit laut Hersteller mehr als 48 Stunden. Ein Speicher von 4 Gigabyte soll das Smartphone beim Musikhören überflüssig machen.

Was sagt die Werbung?

"Die Zukunft beginnt jetzt. Bisher konnte man beim Abschalten nicht aufdrehen. Zumindest nicht ohne Smartphone. Denn auf den gängigen Sportuhren gibt es keine Musik-Apps. Zuverlässiges 24/7 Activity-Tracking war wiederum auf einer Smartwatch nicht möglich. Mit der neuen Polar M600 geht beides – und noch viel mehr. Denn diese so ziemlich sportlichste Smartwatch des Marktes basiert auf Google‘s Android Wear Plattform und stößt damit tatsächlich in eine neue Dimension vor."

Wer steckt dahinter?

Das finnische Unternehmen Polar, das 1977 von Seppo Säynäjäkangas gegründet wurde, ist nach eigenen Angaben Marktführer in den Bereichen der Herzfrequenz-Messung, des Activity-Trackings und der Trainingscomputer. Das Produktangebot umfasst Rad- und Trainingscomputer, Activity-Tracker, Training-Apps sowie einen kostenfreien Webservice. Heute führt die Gründertochter Sari Säynäjäkangas den Familienkonzern mit weltweit über 1.200 Mitarbeitern.

Was ist gelungen?

Das Design der Uhr ist clean und überzeugt auch an einem schlanken Handgelenk. Die Bedienung der Smartwatch ist intuitiv und funktioniert mittels Wischen und Tippen nahezu reibungslos, wenn man keine nassen Hände hat. Die Auswahl an Sportarten ist riesig, lässt kaum Wünsch offen und die M600 punktet mit einem exakten GPS und einer sehr guten optischen Messung der Herzfrequenz am Handgelenk.

Was ist nicht gelungen?

An der Hardware ist das magnetische Ladekabel noch nicht optimal, weil es schnell den Kontakt zur Uhr verliert. An der Software fehlt für einige Sportarten die Option, manuelle Zwischenzeiten zu nehmen und auch eine Auto-Stopp-Funktion ist bei der Polar M600 nicht an Bord.

Was kostet das Gerät?

Polar bietet das Gerät im Online-Shop für 349,95 Euro an. Erhältlich ist die Smartwatch mit einem schwarzen oder einem weißen Silikonarmband. Wer nicht auf die EKG-genaue Herzfrequenzmessung über einen Brustgurt verzichten möchte, kann diesen separat für 69,95 Euro erwerben und mit der M600 koppeln.

Lohnt sich der Kauf?

Wer nur einen smarten Fitness-Tracker sucht, der am Handgelenk den Puls misst, ist mit dem A360 besser aufgehoben. Wer technisch versiert ist und Lust auf viele Spielereien hat, wird an der stylischen M600 seine Freude haben; vorausgesetzt er nutzt die Smartwatch zusammen mit einem Android-Handy. Das ideale Gadget also für sportliche Hipster, die sich gerne dazu motivieren lassen, mehr Sport zu treiben. Ambitionierte Sportskanonen und Athleten aus dem Profibereich die es ganz genau wissen wollen, sind hingegen mit der V800 besser bedient - das Flaggschiff aus dem Hause Polar.

In den ersten beiden Wochen haben wir die Uhr mit einem iPhone getestet (Spoiler: keine gute Idee). Die M600 nutzt zwar eigentlich Android Wear von Google, ist aber auch mit iOS-Smartphones kompatibel. Die ersten Schritte sind bei beiden Betriebssystem identisch und selbst für Laien kein Problem. Zunächst müssen auf dem Handy die kostenlosen Apps “Android Wear” und “Polar Flow” installiert werden, über die sich die Smartwatch aktivieren und einrichten lässt. Wenn die M600 dann per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist, kann es direkt losgehen mit der Überwachung von Puls, Schlaf, Schritten, Workouts und Kalorien.

Die Uhr lässt sich auch per USB-Anschluss, der gleichzeitig zum Akku-Aufladen dient, über den Computer mit der entsprechenden Software und einem obligatorischen Polar-Account einrichten. Nachteil: Das magnetische Kabel (Polar verzichtet an der Schnittstelle zur Uhr auf einen Micro-USB-Anschluss) ist bisweilen recht eigenwillig und löst sich schnell, wenn man die Smartwatch zum Aufladen auf den Tisch legt.
Kurz ein Wort zum Tragekomfort: Durch das weiche Silikonband, dass es in den Farben Schwarz und Weiß gibt - weitere Farben sollen folgen - ist die Uhr auch im Dauerbetrieb angenehm zu tragen. Lediglich bei sehr schmalen Handgelenken wirkt sie etwas überdimensioniert und nicht unbedingt filigran.

Was auch unter iOS reibungslos funktioniert, ist das Tracking der sportlichen Aktivitäten. Im Gegensatz zum A360 sind bei der M600 nun neben einem Beschleunigungssensor auch GPS und Glonass verfügbar, was die Aufzeichnung von Distanzen extrem genau macht. Hier kann Polar zweifelsfrei mit anderen Tracking-Giganten wie Garmin oder Tomtom mithalten.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

21.09.2016, 16:35 Uhr

POLAR M600 IM TEST
Eine Sportuhr bittet zum Gespräch
von:
Carina Kontio
Datum:
21.09.2016 15:26 Uhr
Die erste Smartwatch aus Finnland, das bietet Polar mit der M600. Ein smarter Trainingsbegleiter, der E-Mails beantwortet, Musik speichert und zum nächsten Restaurant navigiert. Ob das Gadget überzeugt? Ein Praxistest.

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KLAR DOCH...VOLL IM SINNE DER KRANKENKASSEN ! :-)))))

und zum nächsten Restaurant navigiert

DA LÄUFT MAN 5 KM...und speist dann im nächsten Restaurant 2000 Kalorien zu sich ???


:-))))))))))))

Wie die Werbung doch beim Geschäft nicht mitdenkt !!!

:-))))))))))))

Ob die Krankenkassen auch so für diese Uhr werben würden ?

:-)))))))))


Gesunde Werbung ???


Account gelöscht!

22.09.2016, 16:13 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

Account gelöscht!

22.09.2016, 16:22 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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