Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2009

11:12 Uhr

Postinetts Teststrecke

Neues Palm-Smartphone: Pre und Contra

VonAxel Postinett

Die angeschlagene Handheld-Firma Palm hatte nur noch einen Schuss frei - und hat mit dem neuen Palm Pre mit dem Betriebssystem "Palm webOS" voll ins Schwarze getroffen. Der Test des iPhone-Herausforderers.

Schafft Palm mit dem Pre das Comeback? Foto: AP ap

Schafft Palm mit dem Pre das Comeback? Foto: AP

Warum bringen Unternehmen innovative Produkte immer erst dann heraus, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals steht? Der neue Palm Pre mit dem Betriebssystem "Palm webOS" hat den Silicon-Valley-Pionier jedenfalls schon mal vor der Bedeutungslosigkeit gerettet. Vielleicht rettet er ihn nun auch vor dem Untergang.

Der Palm Pre stand zu einem kurzen Test in einer Vorserienversion am Rande der Elektronikshow CES in Las Vegas zur Verfügung. Das Gerät mit dem großen Berührungsbildschirm (3,1-Zoll, 320 x 480 Pixel) liegt angenehm in der Hand. Die äußerst kompakte Formgebung mit elegant abgerundeten Kanten hilft dabei.

Der Pre ist mit 59,57 x 100,53 Millimetern kleiner als Apples iPhone - dafür aber auch dicker. Der Grund liegt in der ausschiebbaren Tastatur. Sie besitzt einen exakten Druckpunkt bei allerdings geringem Tastenabstand. Der Slider öffnete leicht und straff, da wackelte nichts. Allerdings war es das persönliche Testgerät von Palm-President Jon Rubinstein - da hätte ich als Mitarbeiter auch alle Schrauben lieber zweimal nachgezogen.

Der Bildschirm besitzt Multitouch-Fähigkeiten. Das bedeutet, man kann mit einem oder mit zwei Fingern gleichzeitig Befehle ausführen, etwa Bilder zoomen oder drehen. Damit wurde schon das iPhone zum Kult - Palm hält jetzt mit.

Der Schirm beeindruckte durch blitzschnelle und präzise Reaktion, woran sicher auch der verbaute schnelle OMAP-Prozessor von Texas Instruments seinen Anteil hat. Webseiten, Kalender oder Fotos erschienen mit Laptop-artiger Geschwindigkeit, Listen oder lange Webseiten scrollten leichtfüßig auf und ab.

Am unteren Rand befindet sich eine - unsichtbare - Zone zur Gestensteuerung. Ein Wisch mit dem Finger nach oben öffnet das Hauptmenü, im Bildermodus blättert man vor oder zurück, ohne störende Finger auf dem Bild.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×