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07.12.2017

08:13 Uhr

Samsung Gear Sport im Test

Ist das der Apple-Watch-Killer?

VonThomas Schmitt

Bewegung ist gesund. Das Wissen darum reicht jedoch nicht. Viele brauchen Ermunterung, etwas für die Muskeln zu tun. Kluge Mini-Computer am Arm wie die neue Samsung Gear Sport helfen dabei – und sehen zudem schick aus.

Die Stiftung Warentest urteilt: „Schwerer, dicker Allrounder, optimal mit Android-Smartphones.“ Es funktioniert aber auch alles gut mit einem Apple-Handy, wie unser Test ergab.

Fazit

Die Stiftung Warentest urteilt: „Schwerer, dicker Allrounder, optimal mit Android-Smartphones.“ Es funktioniert aber auch alles gut mit einem Apple-Handy, wie unser Test ergab.

DüsseldorfDas überraschendste Erlebnis mit der Samsung Gear Sport hatte ich im Garten beim Heckeschneiden. Nach ungefähr fünf Minuten schaltet sich das Gerät plötzlich ein und sagt mir: „Weiter so!“. Der Mini-Computer in der Smartwatch hat meine ständigen Schneidebewegungen als „Workout“ erkannt und entsprechend erfasst – ich bin geschmeichelt.

Ähnlich ging es mir beim Radfahren. Zuerst habe ich die Uhr vor dem Start noch eingeschaltet, was schnell geht: Den Drehring bewegen, drei Mal auf das Display tippen und schon kann es losgehen. In einem anderen Fall habe ich das jedoch vergessen. Die Uhr hat allerdings „mitgedacht“ und zeigt mir nach circa fünf Minuten an, wie viel Strecke ich schon zurückgelegt habe.

Klar, dass die Uhr auch Laufbewegungen automatisch erkennt und entsprechend einordnet. Umgekehrt funktioniert das Prinzip aber auch: Wenn mein linker Arm eine Stunde relativ ruhig war, weil ich im Büro am Computer gearbeitet habe, forderte mich die Uhr auf, doch mal wieder etwas Bewegung einzustreuen.

Die Smartwatch Samsung Gear Sport in Kürze

Was ist es?

Die Samsung Gear Sport gehört in die Luxusklasse der Sportuhren: Es ist eine wassergeschützte Smartwatch mit vielen Funktionen für Sportbegeisterte.

Wer steckt dahinter?

Der Technik-Konzern Samsung aus Asien ist der große Konkurrent des amerikanischen Marktführers Apple. In vielen Bereichen konkurrieren die beiden Konzerne, auch im Bereich Sportuhren.

Was sagt die Werbung?

„So werden Sie motiviert, sich mehr zu bewegen, sich besser zu ernähren und gesund zu leben. Die Gear Sport zeichnet Ihre Fitness auf und hilft Ihnen so, Ihre Ziele zu erreichen. Sie vereint Stil und Funktion.“

Was ist gelungen?

Das Design, die intuitive Steuerung über das Display und einen Drehring (Lünette), Tipps zur Bewegung zwischendurch

Was ist nicht gelungen?

Wer viele Funktionen nutzt, belastet den Akku sehr stark. Vorsichtshalber sollte man das Aufladegerät daher dabei haben. Die dazugehörige App ist zu einfach gestrickt und hat zu viel Werbung.

Was kostet es?

Mit 349 Euro liegt die Uhr im oberen Segment der Fitness-Armbänder und Laufuhren. Letztlich kauft der Kunde hier einen Mini-Computer.

Lohnt sich der Kauf?

Die Uhr ist ein luxuriöses Lifestyle-Produkt, geht also über die reinen Sportfunktionen deutlich hinaus. Wer sich eine schicke Android-Uhr – auch für den Sport – leisten möchte, sollte zugreifen.

Ich folgte der Aufforderung und wurde dafür umgehend gelobt. Moderne Technik macht es möglich und hilft sogar im Büro, aus dem Alltagstrott für ein paar Minuten auszubrechen. Nahezu jegliche sportliche Aktivität lässt sich mit dieser Uhr erfassen, eine Menge Sportarten sind voreingestellt. Und wenn eine fehlt, wie etwa Badminton, kann man sie über eine Handy-App rasch hochladen.

Die Samsung-Smartwatch wird zwar über das Thema Sport verkauft, doch sie ist kein reines Trainingsgerät, sondern ein Lifestyle-Produkt. Die Uhr schlummert vor sich hin und ist bei einer Arm- oder Handgelenkbewegung sofort aktiv. Sie sieht schon ausgeschaltet schick aus und kann optisch über rund ein Dutzend voreingestellte Ziffernblätter jederzeit in einen neuen Look versetzt werden.

Über die Verbindung zum Handy ist das Gerät auch für viele Kommunikationsformen nutzbar. Nachrichten laufen auf der Uhr ein, Anrufe werden angezeigt, Sprachnachrichten können verfasst werden. Auf Knopfdruck kann auch der Musikplayer des Handys ein- und ausgeschaltet werden. Man muss das Handy also nicht mehr aus der Tasche nehmen, um Musik zu hören.

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