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04.10.2016

18:27 Uhr

Datenbrillen im Blickfeld

Herantasten an die virtuelle Realität

VonManuel Heckel

Experten bescheinigen Datenbrillen ein großes Marktpotenzial – noch aber überwiegt die Skepsis. Oftmals sehen Nutzer auch noch nicht den Mehrwert für die teuren Gadgets. Mit neuen Anwendungen soll sich das ändern.

Volvos Modell soll virtuelle Probefahrten erlauben. Quelle: Reuters

Hololens

Volvos Modell soll virtuelle Probefahrten erlauben.

Quelle: Reuters

KölnSchon beim nächsten Autokauf könnten Realität und virtuelle Welt verschwimmen: Vor wenigen Tagen kündigte der schwedische Autobauer Volvo eine Partnerschaft mit Microsoft an. Dessen Datenbrille Hololens soll potenziellen Kunden künftig zeigen, wie ihr ganz individueller Neuwagen aussehen würde. Händler könnten sich bei Vorführwagen auf Basismodelle beschränken: Extras oder andere Farben montiert die Brille ins Blickfeld. Auch virtuelle Probefahrten zu Hause wären so möglich.

Während Datenbrillen anderer Hersteller schon auf dem Markt sind, will Microsoft mit dem Verkauf der Hololens frühestens im kommenden Jahr beginnen. Gelobt wird das Gerät dafür, dass es virtuelle Inhalte in einem besonders großen Ausschnitt des Sichtfelds anzeigen kann – die Nutzer aber dennoch die reale Umgebung wahrnehmen.

Zehn Tipps für mehr IT-Sicherheit

Geschäftsleitung involvieren

Oft beschneidet das Management aus Renditegründen das Budget. Daher: Informieren und sicherstellen, dass die Firmenlenker die Tragweite des Sicherheitsprojekts erkennen.

Bestandsanalyse durchführen

Geräte und Lösungen sowie ihre Eignung für die Abwehr von Cyberattacken katalogisieren - ebenso Rechteverwaltung, Sicherheitsbewusstsein sowie interne und externe Gefahren.

Einsatzteam aufbauen

Eine zentrale Abteilung stimmt alle sicherheitsrelevanten Punkte aufeinander ab. Silos sind wenig effizient und übersehen Sicherheitslücken. Ratsam: einen Chief Information Security Officers ernennen.

Sicherheitsstrategie entwickeln

Wie viel darf welche Sicherheitsmaßnahme kosten, welche Risiken werden in Kauf genommen? Anschließend Budget- und Personal-Szenarien entwerfen.

Budgets verhandeln

Je früher Führungskräfte in das IT-Sicherheitsprojekt eingebunden sind, desto besser können sie nötige Ausgaben nachvollziehen - und desto konstruktiver gestalten sich Verhandlungen.

Sicherheitsrichtlinien ausarbeiten

Und zwar unternehmensweit: Diese sollten auch alle notwendigen Compliance- und sonstigen gesetzgeberischen Aspekte berücksichtigen.

Systeme und Updates installieren

Nicht nur moderne Systeme und Lösungen, die es mit fortschrittlichen Attacken aufnehmen, sind essenziell - aktuelle Updates sind es ebenfalls.

Schulungen vorsehen

Auf Basis eines mittelfristigen Schulungsplans festlegen: Wer wird wie oft zu welchen Themen aus- beziehungsweise fortgebildet?

Der Geschäftsleitung berichten

Dann bleibt sie dem Sicherheitsprojekt gewogen. Eine grafische Aufbereitung der Sicherheitslogs sensibilisiert nachhaltig.

Kontrollschleife einbeziehen

Regelmäßig die Effizienz neuer Maßnahmen und Strukturen durchleuchten. Dabei neue Gefahren, Lösungen am Markt sowie Organisationsveränderungen berücksichtigen.

Quelle

Schluss mit dem Silodenken: Geht es nach den Experten von Dell, sollten Mittelständler ihre Sicherheitsstrategie im Rahmen eines abteilungsübergreifenden Projekts auf einheitliche Füße stellen - und zwar mit folgenden zehn Schritten (erschienen im Magazin creditreform 06/2016):

Die Technik könnte helfen, den bisher überschaubaren Markt für Datenbrillen in Schwung zu bringen. Die Analysten von ABI Research rechnen bereits mit einem jährlichen Wachstum von fast 80 Prozent. Demnach würden im Jahr 2020 weltweit bis zu 21 Millionen Smart Glasses ausgeliefert werden. Der Digitalverband Bitkom sieht alleine hierzulande ein Potenzial von bis zu 27 Millionen Anwendern.

Endkunden misstrauen der Technik

Große Chancen sprechen Marktbeobachter der Technik im Firmenumfeld zu – Versuche in der Logistik oder bei Wartungsvorgängen laufen schon. Neben technischen Hürden bremsen aber Datenschutzbedenken und Vorbehalte seitens der Betriebsräte den Einsatz.

„Man braucht einen transparenten Einführungsprozess, in den man alle Kritiker miteinbezieht, inklusive der Nutzer“, rät Philipp Rauschnabel, Assistant Professor für BWL an der University of Michigan-Dearborn. Unternehmenslenker müssten klarstellen, dass Mitarbeiter durch die Brillen nicht ersetzt oder degradiert werden sollen.

Skepsis gegenüber der Technik gibt es indes auch bei Endkunden: In einer aktuellen Umfrage unter US-Verbrauchern äußerten knapp 30 Prozent die Sorge, dass Smart Glasses die Privatsphäre anderer Menschen verletzen könnten. Die eigene Privatsphäre sehen mehr als 22 Prozent in Gefahr. Einen wichtigen Arbeitsauftrag erteilen die Konsumenten den Herstellern zudem hinsichtlich des Designs: Jeder Dritte sagt, dass das Tragen einer Datenbrille „seltsam“ aussehe.

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