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04.10.2016

18:06 Uhr

Einblick

Neue Rolle für die IT-Chefs

VonManuel Heckel

Branchenkenner sehen den Chief Information Officer als Technologieexperten und damit als wichtigen Wegbereiter für die digitale Transformation – gerade in Mittelständischen Unternehmen.

Asoka Wöhrmann ist CIO bei Deutsche Asset & Wealth Management. Bert Bostelmann für Handelsblatt

Asoka Wöhrmann ist CIO bei Deutsche Asset & Wealth Management.

KölnMehr wissen, mehr entscheiden: Die zielgerichtete Analyse der für Firmen verfügbaren Daten zu verbessern, ist das Hauptziel für die meisten IT-Verantwortlichen. Das ergab der kürzlich veröffentlichte „CIO Survey“ der Beratungsgesellschaft Deloitte. Demnach werden drei von vier Unternehmen in den kommenden zwei Jahren in den Bereich Analytics investieren. Zwei von drei planen zudem, mehr Geld in die Cloud-Strategie zu stecken.

Zehn Tipps für mehr IT-Sicherheit

Geschäftsleitung involvieren

Oft beschneidet das Management aus Renditegründen das Budget. Daher: Informieren und sicherstellen, dass die Firmenlenker die Tragweite des Sicherheitsprojekts erkennen.

Bestandsanalyse durchführen

Geräte und Lösungen sowie ihre Eignung für die Abwehr von Cyberattacken katalogisieren - ebenso Rechteverwaltung, Sicherheitsbewusstsein sowie interne und externe Gefahren.

Einsatzteam aufbauen

Eine zentrale Abteilung stimmt alle sicherheitsrelevanten Punkte aufeinander ab. Silos sind wenig effizient und übersehen Sicherheitslücken. Ratsam: einen Chief Information Security Officers ernennen.

Sicherheitsstrategie entwickeln

Wie viel darf welche Sicherheitsmaßnahme kosten, welche Risiken werden in Kauf genommen? Anschließend Budget- und Personal-Szenarien entwerfen.

Budgets verhandeln

Je früher Führungskräfte in das IT-Sicherheitsprojekt eingebunden sind, desto besser können sie nötige Ausgaben nachvollziehen - und desto konstruktiver gestalten sich Verhandlungen.

Sicherheitsrichtlinien ausarbeiten

Und zwar unternehmensweit: Diese sollten auch alle notwendigen Compliance- und sonstigen gesetzgeberischen Aspekte berücksichtigen.

Systeme und Updates installieren

Nicht nur moderne Systeme und Lösungen, die es mit fortschrittlichen Attacken aufnehmen, sind essenziell - aktuelle Updates sind es ebenfalls.

Schulungen vorsehen

Auf Basis eines mittelfristigen Schulungsplans festlegen: Wer wird wie oft zu welchen Themen aus- beziehungsweise fortgebildet?

Der Geschäftsleitung berichten

Dann bleibt sie dem Sicherheitsprojekt gewogen. Eine grafische Aufbereitung der Sicherheitslogs sensibilisiert nachhaltig.

Kontrollschleife einbeziehen

Regelmäßig die Effizienz neuer Maßnahmen und Strukturen durchleuchten. Dabei neue Gefahren, Lösungen am Markt sowie Organisationsveränderungen berücksichtigen.

Quelle

Schluss mit dem Silodenken: Geht es nach den Experten von Dell, sollten Mittelständler ihre Sicherheitsstrategie im Rahmen eines abteilungsübergreifenden Projekts auf einheitliche Füße stellen - und zwar mit folgenden zehn Schritten (erschienen im Magazin creditreform 06/2016):

Die Studienautoren sehen den CIO dabei als wichtigen Wegbereiter für die digitale Transformation – seine Rolle wandele sich vom Techniker hin zum strategischen Mitentscheider und Initiator. In einigen Bereichen gebe es aber noch Nachholbedarf: „Viele tauschen sich beispielsweise noch zu wenig mit Marketing und Vertrieb aus. Von dort kommen jedoch in datengetriebenen Unternehmen stärkere Impulse für Strategie und Innovationen“, sagt Jürgen Lademann, Partner im Bereich Technologieberatung bei Deloitte.

Verhalten in „Schlüsselmomenten“ wichtig?

Am wichtigsten für den Erfolg ihrer Bemühungen sind nach Einschätzung der CIOs die richtigen Fachkräfte. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Befragung im Auftrag des IT-Dienstleisters Colt. Auch ihre eigenen Fähigkeiten halten die IT-Chefs für wesentlich, um den Wandel im Unternehmen voranzutreiben.

Auf Platz drei der Erfolgsfaktoren steht die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Überraschend ist: Der Rolle der Externen wird mehr Bedeutung beigemessen als einer breiten Unterstützung im eigenen Unternehmen.

Dazu passt, dass die IT-Experten offenbar das Gefühl haben, ihre Leistung werde von Kollegen aus anderen Bereichen lediglich an der Bewältigung kritischer Situationen bemessen: Drei Viertel der Befragten sagen, für ihre Karriere sei das Verhalten in „Schüsselmomenten“ wichtiger als ihr Beitrag zu einem reibungslosen Geschäftsalltag.

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