Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.06.2013

17:15 Uhr

Smartphone-Begleiter

Sony stellt neue Smartwatch vor

Mehr Intelligenz fürs Handgelenk: Sony hat seine Smartwatch überarbeitet. Der Bildschirm der Computeruhr ist größer, zudem soll es leichter sein, sie mit dem Smartphone zu verbinden. Käufer müssen aber noch Geduld haben.

Uhr und Verlängerung fürs Smartphone zugleich: die Smartwatch 2 von Sony. Sony

Uhr und Verlängerung fürs Smartphone zugleich: die Smartwatch 2 von Sony.

DüsseldorfEin zweiter Bildschirm für das Smartphone: Sony hat in Shanghai die nächste Generation seiner Smartwatch vorgestellt. Wie das Vorgängermodell verbindet sich das Gerät per Bluetooth mit dem Mobiltelefon und zeigt auf dem Display Anrufe, Termine oder E-Mails an. Umgekehrt dient es als Fernbedienung, um etwa Fotos zu machen oder Anrufe anzunehmen. Im Zusammenspiel mit Apps zeigt die Smartwatch 2 außerdem Fahrradrouten an oder fungiert als Kilometerzähler. Es gebe mehr als 200 Apps für die Smartwatch, erklärte Sony. Als Betriebssystem ist Android installiert.

Im Vergleich zum Vorgänger hat das neue Modell einen größeren Bildschirm mit höherer Auflösung. Zudem soll es sich über die Nahfunktechnologie NFC schnell mit anderen Geräten koppeln lassen – Sony stattet auch diverse Smartphones und Tablets damit aus. Die intelligente Uhr soll aber nicht nur mit Sony-Produkten, sondern den meisten neueren Android-Geräten zusammenarbeiten. Ist kein Smartphone in der Nähe, funktioniert die Smartwatch übrigens immer noch als reine Uhr. Der Hersteller verspricht, dass das wasserdichte Gerät bei „normaler“ Nutzung drei bis vier Tage durchhält. Als Preis empfiehlt Sony 199 Euro.

Derzeit arbeiten mehrere Hersteller an einer Smartwatch. Startups wie Pebble haben bereits Modelle auf den Markt gebracht, Gerüchten zufolge arbeitet auch Apple an einem solchen Gerät. Sony gehört zu den ersten Anbietern.

Apple und die Computeruhr

Ein großes Team

Apple arbeitet laut Medienberichten mit einem großem Team an einer Computer-Armbanduhr: 100 Mitarbeiter seien daran beteiligt, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg. Darunter seien neben Designern und Software-Entwicklern auch Manager und Marketing-Experten. Die Größe der Mannschaft weise darauf hin, dass Apple bei der Entwicklung des Geräts über die Phase der Experimente hinaus sei.

Ein bisschen wie das iPhone?

Über die Funktionen wird bereits spekuliert. So soll das Gerät eine Oberfläche aus gebogenem Glas haben, wie die „New York Times“ erfahren haben will. Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass Apple an einer Uhr arbeite, die einige Funktionen des iPhone übernehmen könne. Als besondere Herausforderung gilt die Akku-Laufzeit.

Der Name ist geschützt

Den Namen „iWatch“ will sich das Unternehmen offenbar bereits in mehreren Ländern schützen lassen.

Es gibt schon Konkurrenz

Die Idee an sich ist nicht neu. Schon jetzt bietet Sony eine Smartwatch an, eine ähnliche Idee steckt auch hinter der italienischen i'm Watch. Weitere Geräte wie das US-Projekt Pebble sind auf dem Weg.

Zwang zur Innovation

Apple-Chef Tim Cook steht unter Druck, ein neues innovatives Produkt vorzustellen. Die Aktie verlor seit den Höchstwerten im September massiv an Wert. Kritiker werfen Apple eine nachlassende Innovationskraft vor, weil das Unternehmen seit dem Start des iPad-Tablets 2010 nur Weiterentwicklungen bisheriger Geräte vorgestellt habe. Mit einer eventuellen „iWatch“ könnte Apple die Skeptiker widerlegen.

Zudem präsentierte Sony ein neues Smartphone. Beim Xperia Z Ultra steht das Telefonieren wohl im Hintergrund: Es hat ein 16,3 Zentimeter (6,4 Zoll) großes Display und gehört damit in die Klasse der Phablets, also der Mobiltelefone, die halbe Tablets sind. Trotz der Ausmaße soll es mit 6,4 Millimetern Dicke und 212 Gramm Gewicht nicht groß auftragen. Wie schon das Xperia Z ist das Gerät gegen Staub und Wasser geschützt.

Der Bildschirm bietet eine Full-HD-Auflösung, im Inneren arbeitet der Vierkernprozessor Snapdragon 80 mit 2,2 Gigahertz Taktfrequenz. Das Gerät kann mit dem Mobilfunkturbo LTE ins Netz gehen. Als Preis empfiehlt Sony 679 Euro, die Markteinführung ist im dritten Quartal geplant.

Von

chk

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

pool

25.06.2013, 18:36 Uhr

Ah, endlich kommt die Werbeeinblendung.

"Intelligent" bedeutet: "zwischen den Zeilen lesen", eine Eigenschaft, die bisher nur den Menschen zugeschrieben worden ist.

Alles mögliche wird uns heute als intelligent angepriesen: Autos, Reisverschlüsse, Wasserhähne, Drohnen. Wäre eine Drohne intelligent, würde sie umdrehen und ihre Erfinder zu treffen versuchen. Aber eine Drohne ist dumm wie Brot.

Ich erinnere noch mal an Schilda. Schildas Bürger waren früher kluge und fleissige Leute. Weil sie aber aus der ganzen Welt um Rat gefragt und daher immer unterwegs waren, vernachlässigten sie die eigene Stadt. Da nahmen sie sich vor, sich dumm zu stellen.
Nur der Lehrer hatte Bedenken. "Wer klug tut, wird davon noch lange nicht klug. Aber wer sich lange dumm stellt, wird vielleicht eines Tages wirklich dumm“.

Vielleicht so dumm wie eine Drohne?

samuel

25.06.2013, 21:03 Uhr

Muss die Uhr auch jeden Tag aufgeladen werden?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×