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24.02.2014

12:46 Uhr

Smartwatches von LG und Huawei

Den tragbaren Trend will keiner verpassen

Samsung hat es schon getan, Apple will es angeblich noch tun – und nun spielen auch LG und Huawei auf dem Smartwatch-Markt mit. Auf der Elektroniksmesse MWC in Barcelona präsentieren sie ihre Ideen.

Die Smartwatch TalkBand soll zunächst in China verkauft werden, dann im Rest der Welt. Reuters

Die Smartwatch TalkBand soll zunächst in China verkauft werden, dann im Rest der Welt.

BarcelonaZur Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat Huawei aus China eine intelligente Uhr namens TalkBand mitgebracht. Sie solle zunächst in China verkauft werden, „dann im Rest der Welt“, sagte Colin Giles von Huawei bei der Präsentation am Sonntagabend in Barcelona. In Europa soll die Uhr 99 Euro kosten.

Huawei, bereits ein Netzwerkriese, war 2013 zum drittgrößten Smartphone-Hersteller der Welt aufgestiegen. Auch Konkurrent LG aus Südkorea, Nummer vier weltweit, kündigte eine intelligente Uhr noch in diesem Jahr an.

„Wir arbeiten an der Entwicklung eines tragbaren Geräts, speziell einer Uhr“, sagte der Chef der Handy-Abteilung, Park Jong Seok, in Barcelona. Es solle etwas sein, „was andere Unternehmen noch nicht anbieten“.

Die Trends des Mobile World Congress

Treffpunkt der Mobilfunk-Welt

Der Mobile World Congress ist ein jährlicher Treffpunkt der Mobilfunk-Industrie. Welche Trends sind in diesem Jahr zu beobachten? Ein Überblick.

Günstige Smartphones

Auch in Schwellen- und Entwicklungsländern nutzen immer mehr Menschen Computer-Telefone, dort sind aber vor allem günstige Geräte gefragt. Das befeuert den Aufstieg vor allem chinesischer Hersteller, die in großen Stückzahlen billige Smartphones mit dem Google-System Android absetzen können.

Tragbare Mini-Computer

Zur neuen Geräteklasse der sogenannten „Wearable Technology“ gehören zum Beispiel Computer-Uhren oder Datenbrillen wie Google Glass. Der Markt steht noch ganz am Anfang, aber die Wachstumsaussichten gelten als enorm. Die Marktforschungsfirma Canalys rechnet für dieses Jahr mit dem Absatz von acht Millionen „smarten Armbändern“ fürs Handgelenk. Ein Problem sind bisher die Batterielaufzeiten und die Anbindung an Smartphones.

Internet der Dinge

Inzwischen werden auch immer mehr Alltagsgegenstände miteinander verbunden – Haustechnik, Zahnbürsten, Autos. Der Netzausrüster Ericsson geht von 50 Milliarden vernetzten Geräten zum Jahr 2020 aus. Das stellt ganz neue Ansprüche an die Netze. Die Industrie setzt vor allem auf den superschnellen LTE-Funk, um die Datenlawine umzuschlagen.

Fitness-Technik

Pioniere wie Fitbit oder Jawbone machten mit ihren Fitness-Armbändern den Anfang, inzwischen schwimmen auch Platzhirsche wie Samsung, Sony oder LG auf der Sport-Welle mit. Es geht darum, die Aktivität der Nutzer zu messen und sie zu mehr Bewegung sowie einem gesünderen Lebenswandel zu motivieren. Dabei sammeln sich auch eine Menge von Daten an, zum Beispiel über die Schlafqualität.

Elektronikriese Samsung hatte seine Smartwatch Galaxy Gear schon im vergangenen Sommer auf der IFA in Berlin vorgestellt. Bei den Kunden entfachte die Uhr aber wenig Begeisterung, sie gilt als unmodisch und zu klobig.

Am Vorabend der Messe in Barcelona präsentierte Samsung nun die Nachfolgemodelle Gear 2 und Gear Neo ohne Kamera. Beide laufen nicht mehr mit dem Betriebssystem Android von Google, sondern einem eigenen von Samsung: Tizen.

Intelligente Uhren verbinden sich per Funk über Bluetooth mit einem Smartphone, benachrichtigen den Nutzer über neue E-Mails, SMS oder Mitteilungen sozialer Netzwerke und erlauben auch Anrufe per Handy. Sind sie mit einer Kamera ausgestattet, können sie Fotos und Videos aufnehmen.

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