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11.11.2016

13:42 Uhr

Snapchat

Kamera-Brille gibt es nur am Automaten

Die Snapchat-Kamerabrille ist da: Bei Los Angeles wurden die ersten Geräte in einem gelben Automaten angeboten. Die „Spectacles“-Brillen waren schnell ausverkauft, die Preise bei eBay schnellten hoch.

Snapchat präsentiert „Spectacles“

Skurrile Geschäftsidee: Die Kamera-Brille aus dem Automaten

Snapchat präsentiert „Spectacles“: Skurrile Geschäftsidee: Die Kamera-Brille aus dem Automaten

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Santa MonicaDie Macher der Foto-App Snapchat probieren bei ihrer neuen Kamera-Sonnenbrille einen ungewöhnlichen Vertriebsweg aus: einen Verkaufsautomaten. Vor dem ersten gelben Kasten bildete sich in Venice Beach bei Los Angeles eine lange Schlange. Die 130 Dollar teure „Spectacles“-Brille war relativ schnell ausverkauft, danach ging der Wiederverkaufspreis bei Ebay schnell bis an die Marke von 1000 Dollar hoch.

Die Verkaufsautomaten sollen für eine begrenzte Zeit an verschiedenen Orten auftauchen, eine Karte auf der Website soll einen Tag vorher zeigen, wo sie als nächstes stehen werden. Auf dem Bildschirm des „Snapbot“ kann man zwischen den verschiedenen Farben der Brille wählen und dann per Bankkarte bezahlen. Es blieb unklar, wie viele Brillen am Donnerstag verkauft wurden. Die Karte zeigte danach vorerst keinen neuen Aufenthaltsort des Automaten an.

Snapchat in Zahlen

Was ist Snapchat?

Snapchat gilt als soziales Netzwerk der Stunde. Zwar sind die Nutzerzahlen im Vergleich etwa zu Facebook, Twitter und Instagram weitaus geringer, aber besonders viele junge Leute nutzen die App*

*Zahlen nach Angaben von Snapchat

Anzahl der Nutzer

Rund 150 Millionen Nutzer sind täglich aktiv.

Videos

10 Milliarden Videos sind täglich auf Snapchat zu sehen

Alter der Nutzer

Fast 90 Prozent aller Nutzer sind jünger als 35 Jahre

Ü25

60 Prozent sind jünger als 25

Heimatmarkt USA

60 Prozent der US-amerikanischen Smartphone-Nutzer zwischen 13 und 34 sind auf Snapchat

Der „Snapchat“-Betreiber Snap hatte die Brille im September vorgestellt. Sie kann zehn Sekunden lange Videos aufnehmen. Das Gerät mit runden Gläsern solle nur eingeschränkt vertrieben werden, sagte Mitgründer und Chef Evan Spiegel damals dem „Wall Street Journal“.

Um ein Video aufzunehmen, muss man die Brille an der Seite antippen. Ein Licht zeige dann an, dass die Aufnahme läuft. Die Kamera nehme die Umgebung in einem Winkel von 115 Grad auf, und das Format der Videos sei rund. Die Clips werden per Bluetooth-Funk ans Smartphone übermittelt. Pläne für einen Verkauf außerhalb der USA wurden bisher nicht bekannt.

Von

dpa

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