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27.09.2011

07:13 Uhr

Software-Update

Microsofts Kampf um Mobil-Bronze

VonAxel Postinett

Diese Woche stellt Microsoft ein Update seiner Windows-Software für Smartphones vor. Der US-Konzern will Marktanteile gewinnen und sich auf Platz drei hinter Apple und Google festbeißen.

Microsofts Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 hatte im zweiten Quartal 2011 einen Marktanteil von gerade mal 1,6 Prozent. dapd

Microsofts Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 hatte im zweiten Quartal 2011 einen Marktanteil von gerade mal 1,6 Prozent.

San FranciscoDer Herbst der Entscheidungen auf dem Markt für Smartphones hat begonnen. Mit seinem bislang größten Softwareupdate eröffnet Microsoft diese Woche den Kampf um die Nachfolge des ausgezählten Symbian-Betriebssystems von Nokia. Neben Apples iPhone, dessen neues Modell Anfang Oktober erwartet wird, und Googles Android ist nur noch Platz für eine weitere bedeutende Mobilfunkplattform. Die Kontrahenten um Platz drei in der Gunst der Mobilfunkanbieter sind Blackberry und Microsoft - dem Verlierer droht die Bedeutungslosigkeit.

Die Version 7.5 des Microsoft-Smartphone-Betriebssystems Windows Phone wird ab dieser Woche zum Download bereitstehen. Das sagte Achim Berg, Corporate Vice President Mobile bei Microsoft, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Das Update mit dem Codenamen „Mango“ fügt dem Microsoft-System über 500 neue Funktionen und Verbesserungen zu.

Wichtigste Bestandteile sind eine verbesserte Integration von Diensten wie Facebook oder Twitter in das System und die Konzentration auf die Bündelung der persönlichen Kommunikation statt auf die Nutzung möglichst vieler zusätzlicher Apps.

„Wir erwarten uns von Mango und dem Markteintritt neuer Hersteller einen bedeutenden Zuwachs der Verkaufszahlen“, sagte Berg. Der Zeitpunkt für den Angriff scheint günstig: Rivale Blackberry hat im Juli eine Reihe neuer Geräte vorgestellt, die jedoch nicht mehr bieten als das, was iPhone und Android seit Jahren bieten. Der Marktanteil ist laut Marktforscher Gartner auf nur noch zwölf Prozent abgerutscht. Im vierten Quartal 2009 lag er noch bei 20 Prozent. Der Umstieg auf das modernere Betriebssystem QNX ist erst 2012 in Sicht.

Doch das kann zu spät sein. Auf einer Investorenveranstaltung von Goldman Sachs fasste Verizon-Chef Lowell McAdam vergangene Woche die Sicht der Mobilfunkindustrie zusammen. „Allgemein“, zitiert ihn der Branchendienst TGDaily, „wird die Notwendigkeit einer dritten Plattform gesehen. In den kommenden zwölf Monaten werden wir dieses System aufsteigen sehen. Ich glaube, der Kampf wird zwischen Blackberry und Microsoft ausgetragen. Und ich sehe Microsoft als Sieger davongehen.“

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