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15.12.2011

15:16 Uhr

Soziales Netzwerk

Facebook schaltet neue Timeline frei

Auch deutsche Nutzer können die im September vorgestellten Zeitleiste von Facebook nun aktivieren. Von Datenschützern gibt es ausnahmsweise auch mal Lob für das soziale Netzwerk.

Die neue Timeline, in Deutschland „Chronik“ genannt, soll eine Art öffentliches Tagebuch des Facebook-Nutzers sein. dpa

Die neue Timeline, in Deutschland „Chronik“ genannt, soll eine Art öffentliches Tagebuch des Facebook-Nutzers sein.

HamburgDas Facebook-Profil wird zur Lebenschronik: Das Online-Netzwerk hat am Donnerstag mit der weltweiten Einführung einer neuen Ansicht begonnen. Nutzer können jetzt auf einer Zeitleiste ihre Netzwerk-Aktivitäten wie auch frühere Ereignisse aus ihrem Leben in einem magazinartigen Design präsentieren. Die Funktion war bereits im September angekündigt worden. „Jeder Nutzer hat absolute Kontrolle über die Inhalte in seiner Chronik und bestimmt selbst, wer was sehen kann“, betonte das Unternehmen.

Die in Deutschland als Chronik bezeichnete Funktion wird Schritt für Schritt freigeschaltet. Die weltweit mehr als 800 Millionen Nutzer sie über die Adresse „http://www.facebook.com/timeline“ aktivieren. Mitglieder haben zunächst sieben Tage Zeit, ihre Zeitleiste zu gestalten, bevor sie für andere sichtbar wird. Danach lässt sich die Chronik aber nicht mehr abschalten.

Kommentar: Facebook überrollt seine Nutzer

Kommentar

Facebook überrollt seine Nutzer

Facebook rast von einer Neuerung zur nächsten – und eilt dabei den Nutzern davon. Viele fühlen sich überfordert, Nachrichten gehen unter, der Frust steigt. Das soziale Netz sollte sich auf seine alten Stärken besinnen.

Facebook versuchte, Datenschutz-Bedenken zu zerstreuen. Mitglieder könnten für jedes einzelne Element festlegen, wer es sehen darf. Zudem bestehe die Möglichkeit, nachträglich die Sichbarkeit älterer Beiträge zu beschränken - auch auf einen Schlag.

Die Chronik-Ansicht war bei der ersten Präsentation auf ein geteiltes Echo gestoßen. „So erzählt man die ganze Geschichte seines Lebens auf einer einzigen Seite“, warb Facebook-Chef Mark Zuckerberg damals. Einige Beobachter befürchteten angesichts der Datenfülle allerdings mögliche Schwierigkeiten beim Schutz der Privatsphäre. Das Unternehmen betonte, dass Nutzer die volle Kontrolle über alle Mitteilungen behalten.

„Mit der Chronik können Facebook-Nutzer individueller als bisher zeigen, wer sie sind“, erklärte das Unternehmen. Einerseits ist es möglich, frühere Beiträge wie Fotos oder Statusmeldungen besser zur Geltung zu bringen. Andererseits können Mitglieder ihr Profil um Ereignisse aus ihrem Leben ergänzen - angefangen bei der Geburt. Die Plattform gibt dafür Kategorien wie „Neue Arbeitsstelle“, „Neues Kind“ und „Neues Hobby“, aber auch „Gewichtsverlust“, „Tätowierung oder Piercing“ oder „Erster Kuss“ vor. Bei der Präsentation setzt das Online-Netzwerk auf ein übersichtliches Layout mit großformatigen Bildern.

Kommentare (4)

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Vorsicht.mit.eigenen.Daten

15.12.2011, 22:30 Uhr

Mal sehen, ob Leute ihren Lebenslauf freiwillig veröffentlichen. Warum sollte man das eigentlich ?

Facebook sollte auch einen Dienst "Crimeline" eröffnen, wo Kriminelle ihre Daten abliefern können.

Da wird den Leuten ein Exibitionismus angewöhnt, der nur den Geheimdiensten und Behörden nutzen wird. Besser Finger weg von Facebook.

Account gelöscht!

16.12.2011, 00:22 Uhr

"Crimeline" ist Klasse! ;-)

Knallerpse

16.12.2011, 11:51 Uhr

man muss schon ganz arge Minderwertigkeitskomplexe haben, wenn man sich so darstellen muss.... Zu dumm nur, dass die User verdrängen, dass mit ihren Daten im Hintergrund riesen Geschäfte abgewickelt werden:)
Früher haben die Leute noch für Datenschutz gekämpft, heute gibt jeder seine Daten freiwill her? Dann wäre es doch gut, wenn wir die komplette Transparenz einführen, dann können wir alle Konten offen legen und Schluß ist es mit den meisten Betrügereien, weil wir uns dann alle gegenseitig überwachen können... Wenn es so weit ist, dann sagt mir bescheid, dann können wir nämlich das neue Wirtschaftssystem, wie vom Autoren Stefan Groß beschrieben, in die Tat umsetzen:) Das hätte dann Wohlstandsgewinne für alle zur Folge:)

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