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17.02.2016

11:51 Uhr

Surface Book im Test

Notebook der Zukunft und Tablet in Teilzeit

VonChristof Kerkmann

Die Futurologen von Microsoft sind sicher: Das Surface Book ist das Notebook der Zukunft. Es bietet nicht nur spektakuläre Leistung, sondern dient auch als Teilzeit-Tablet. Der erste Entwurf hat aber noch Schwächen.

Eines für alles: Das Surface Book ist an erster Stelle ein Notebook – aber es lässt sich mit einem Handgriff zum Tablet umwandeln. Microsoft

Microsoft Surface Book

Eines für alles: Das Surface Book ist an erster Stelle ein Notebook – aber es lässt sich mit einem Handgriff zum Tablet umwandeln.

Wie die Zukunft aussieht, ist bekanntlich schwierig vorherzusagen. Da wundert es nicht, dass Microsoft kürzlich beim Blick in die Glaskugel – man könnte auch sagen, in die eigenen Labors – auf einmal etwas anderes vor Augen hatte.

Die Zukunft des Computers, so hat der IT-Konzern mehrere Jahre geworben, sei das Surface Pro – also ein leistungsfähiges Tablet, an das sich im Handumdrehen eine Tastatur andocken lässt. Ein Gerät, auf dem man Filme gucken, aber auch eine Präsentation gestalten kann. Ein Gerät für die Freizeit und die Arbeit, fürs Wohnzimmer und die Aktentasche. Auch zahlreiche andere Hersteller setzen auf diese Mischung.

Doch seit kurzem vertreten die Futurologen des Konzerns eine neue Idee: Das Surface Book, das morgen in Deutschland in den Handel kommt, ist ein vollwertiges Notebook, bei dem sich aber der Deckel samt Bildschirm mit einem Tastendruck abklipsen und separat als Tablet nutzen lässt.

Das sei „die Zukunft der Laptops“, lautet nun die natürlich nicht uneigennützige Prognose. Obwohl die erste Generation noch Schwächen zeigt, kommt das Gerät diesem Anspruch tatsächlich nahe.

Hardware und Design

Auf den ersten Blick sieht man dem Surface Book nicht an, dass sich der Bildschirm abnehmen lässt. Anders als Surface Pro oder iPad Pro ist das Gerät ein vollwertiges Notebook – mit einem hochwertigen, hübsch gekanteten Magnesiumgehäuse, einer stabilen und komfortablen Tastatur und ziemlich viel Leistung. Ungewohnt ist nur das Scharnier, das sich beim Öffnen abrollt wie ein Gürteltier.

Das sieht markant aus, ist aber nicht nur als Designelement gedacht: Die Konstruktion verlängert den Rumpf des Notebooks und verhindert so, dass es nach hinten kippt. Das Gerät ist daher gut ausbalanciert und stürzt auch in einem unbeobachteten Moment nicht vom Schoß. Einen Nachteil hat die Konstruktion aber. Weil das Scharnier sich nicht vollständig zusammenklappen lässt, ist das Surface Book am hinteren Ende deutlich dicker und lässt einen Spalt zwischen Tastatur und Bildschirm offen.

Noch so eine Sache, die nicht gleich offensichtlich ist: Die Hardware-Elemente verteilt Microsoft auf Ober- und Unterteil. Prozessor und Speicher sind im Tablet eingebaut, das ohne diese Komponenten nicht funktionieren würde. Die Tastatur enthält einen zusätzlichen Akku, diverse Anschlüsse sowie in den drei höherwertigen Modellen einen zusätzlichen Grafikchip.

Die Umwandlung zum Tablet dauert übrigens nur eine gute Sekunde: Nach einem langen Druck auf die Koppeltaste leuchtet Lämpchen kurz grün auf, dann gibt die Halterung die Sektion mit einem Klacken frei.

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