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13.01.2017

08:35 Uhr

Switch

Neue Nintendo-Konsole kommt im März

Nintendo geht mit der neuen Konsole Switch in die Offensive. Sie soll sowohl am Fernseher als auch unterwegs nutzbar sein. Nintendo tritt damit nicht nur gegen Playstation und Xbox an, sondern auch gegen Smartphones.

Portable Spielekonsole

Nintendo Switch: Von der Konsole zum Tablet

Portable Spielekonsole: Nintendo Switch: Von der Konsole zum Tablet

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TokioNintendo bringt seine neue Konsole Switch am 3. März auf den Markt. Mit einem US-Preis von rund 300 Dollar wird sie in etwa genauso viel kosten wie die aktuellen Konkurrenzgeräte von Sony und Microsoft. Die Spiele für die Switch sollen ohne regionale Einschränkungen weltweit nutzbar sein, kündigte Nintendo am Freitag an.

Die Switch-Konsole ist der große Hoffnungsträger für Nintendo, nachdem das vorherige Modell Wii U sich schlecht verkauft und für hohe Verluste gesorgt hatte. Der traditionsreichen Spielefirma macht unter anderem die Konkurrenz günstiger bis kostenloser Spiele für Smartphones und Tablets zu schaffen. Vor kurzem brachte Nintendo mit Super Mario erstmals eine seiner beliebten Spielefiguren in ein Smartphone-Spiel ein. Nintendos Vision ist, dass man mit der Switch mit ihrem Touchscreen zum einen unterwegs spielt, sie aber auch über eine Docking-Station an den Fernseher anschließen kann.

Geschäftsmodelle der Spielebranche

Verkauf

Ein Entwickler arbeitet Monate oder Jahre an einem Spiel. Wenn es fertig ist, wird es zu einem festen Preis auf den Markt gebracht. Nach wie vor setzen viele Anbieter auf den klassischen Verkauf, ob Einzelkämpfer, die eine iPhone-App programmieren, oder große Studios mit Produktionen im Hollywood-Stil. Ob die Nutzer ins Geschäft gehen oder sich den Titel herunterladen, spielt dabei keine Rolle.

Abo-Modelle

Jede Stunde oder jeder Monat kostet – nach diesem Prinzip rechnen die Anbieter von Abo-Spielen ab. Wenn sie einen treuen Stamm von Spielern an sich binden können, schaffen sie einen stetigen Umsatzstrom. Dafür müssen sie allerdings auch ständig etwas Neues bieten, sonst sind die zahlenden Kunden weg. „World of Warcraft“ ist der Prototyp dieses Geschäftsmodells.

Free To Play

Das Spiel an sich ist gratis, aber die Extras kosten. Die Anbieter von Free-to-play-Spielen verdienen ihr Geld mit virtuellen Zauberstäben, Raumschiffen oder Rüstungen. Obwohl nur ein Bruchteil der Nutzer zahlt, kann das lukrativ sein. Da die Einstiegshürde niedrig ist, gewinnen die Anbieter viele Gelegenheitsspieler. Vorreiter sind Unternehmen wie Zynga und Bigpoint, doch auch viele Branchen-Dinos setzen inzwischen auf dieses Modell.

Werbung

Bandenwerbung im Fußballstadion, Aufkleber auf Rennwagen, gesponsorte Figuren: Computerspiele sind eine Plattform für Reklame. Der Anteil am Gesamtumsatz der Branche ist allerdings noch klein.

Crowdfunding

Wer keinen großen Geldgeber findet, fragt einfach viele Kleininvestoren. Beim Crowdfunding – der Schwarmfinanzierung – versorgen sich Unternehmen über Plattformen wie Kickstarter mit Kapital; Nutzer können kleine Beträge zur Verfügung stellen und bekommen im Gegenzug das fertige Produkt oder Extras.

Die Controller zur Steuerung können sowohl ans Display angesteckt als auch separat genutzt werden. Sie haben beide Bewegungs-Sensoren wie bei Nintendos Erfolgsmodell Wii, was zum Beispiel ein neues Box-Spiel ermöglicht. Im Party-Game „1-2-Switch“ können zwei Spieler jeweils einen der Kontroller nutzen, zum Spielen auf dem Fernseher werden sie für eine Person in einer Halterung zusammengesteckt. Für gemeinsames Spielen über das Internet wird wie bei der Konkurrenz ein kostenpflichtiges Abo notwendig sein.

Unterwegs sollen die Akkus der Switch mit ihrem 6,2 Zoll (15,7 cm) großen Multitouch-Display je nach Spiel zwischen 2,5 und 6 Stunden halten, hieß es. Insgesamt seien schon jetzt rund 80 Spiele für die Switch in Entwicklung, betonte Nintendo. Der Mangel an attraktiven Games war ein Problem der Wii U. Jetzt kommen populäre Titel wie „Fifa“ auf Nintendo-Konsolen zurück. Gleich zum Start gibt es das von Fans seit langem erwartete neue Spiel aus der „Zelda“-Reihe, „Breath of the Wild“. Zum Jahresende folgt ein Spiel mit Super Mario, in dem Nintendos Kultfigur in realistischer Stadt-Umgebung unterwegs ist.

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