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28.03.2012

16:13 Uhr

Telefonieren im Ausland

EU senkt Roaming-Gebühren

Die Gebühren, die beim Telefonieren mit dem Handy im europäischen Ausland anfallen, sollen stufenweise sinken. Ab Juli kostet ein Anruf in EU-Länder maximal 34,5 Cent. Eine SMS soll ab Juli 2014 nur noch 7,1 Cent kosten.

Wer vom Urlaubsort zu viele SMS verschickt, erlebte in der Vergangenheit oft ein böses Erwachen. gms

Wer vom Urlaubsort zu viele SMS verschickt, erlebte in der Vergangenheit oft ein böses Erwachen.

Fürs Telefonieren über Grenzen gibt es bald Rechnungen mit Grenzen: Die EU stoppt die Abzocke bei der Handynutzung und beim mobilen Datendownload im Ausland. Unterhändler von EU-Parlament und Kommission einigten sich mit den Mitgliedsstaaten auf neue Roaming-Regeln. Schon ab dem Sommer werden die Preise für Telefonate um sechs Cent sinken. Und auch SMS oder das Abrufen von E-Mails wird deutlich billiger. Darüber hinaus wird eine Marktöffnung erzwungen. Verbraucher können so auf billige Auslandsanbieter umsteigen - ohne die SIM-Karte oder ihre Nummer zu wechseln.

„Die Angst vor Rechnungsschocks ist bald Vergangenheit“, sagte die CSU-Abgeordnete und Berichterstatterin Angelika Niebler. „Die Verbraucher haben die Nase voll von hohen Roaming-Preisen“, sagte die für Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes. „Die Vorteile der Einigung werden schon in der Sommerpause zu spüren sein - und im Sommer 2014 können sich die Menschen das beste Angebot auswählen.“ Zwtl.: Megabyte-Preis sinkt von zwölf Euro auf 20 Cent Die EU hatte 2007 eine erste Roaming-Kostendeckelung eingeführt, die im Sommer ausläuft. Die Mobilfunkkonzerne wehrten sich energisch gegen straffere Zügel beim Abkassieren. Vodafone-Chef

Vittorio Colao warf Kroes vor, einen „Autopiloten“ eingeschaltet zu haben, und forderte ein Moratorium. Er drohte gar, Investitionen in neue Netzwerke auf Eis zu legen. Doch die Kommission ließ sich nicht einschüchtern, und weiß das Heer der reisenden Handynutzer auf ihrer Seite. Vor allem beim Datendownload nutzten die Anbieter die bislang fehlende Regulierung eiskalt aus. Für ein Megabyte liegen die Durchschnittskosten laut Kommission bei mehr als zwei Euro - und in Extremfällen bei bis zu zwölf Euro.

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