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13.10.2011

09:25 Uhr

Test iOS 5

Kabelfreiheit für iPhone und iPad

VonAndreas Sebayang
Quelle:Golem.de

Darauf haben Apple-Nutzer gewartet: Das neue mobile Betriebssystem iOS 5 bringt auch ein neues Konzept. Backups gehen in die Cloud, das Sync-Kabel verliert an Bedeutung, das iPad erkennt neue Gesten. Ein erster Test.

Das neue Apple iPhone 4S in schwarz und weiß kommt mit iOS 5. Apples neues mobiles Betriebssystem ist ab sofort aber auch für ältere iPhones und das iPad verfügbar. dpa

Das neue Apple iPhone 4S in schwarz und weiß kommt mit iOS 5. Apples neues mobiles Betriebssystem ist ab sofort aber auch für ältere iPhones und das iPad verfügbar.

BerlinMit iOS 5 hat Apple für seine mobilen Geräte eine neue Betriebssystemversion veröffentlicht. Sie soll viele Neuerungen bringen - Apple nennt mehr als 200 und bringt diese auf iPad, iPhone 4 und 3GS sowie neuere iPod touch. Einige von Apples Neuerungen gibt es bereits bei der Konkurrenz, doch Apple hat manche Ideen so weit ausgebaut, dass gleich die gesamte Infrastruktur geändert werden musste. Für den Test haben wir iOS 5 auf einem iPhone 4 sowie einem iPad 2 3G genau angesehen und in Verbindung mit Apple TV ein Rennspiel mit dem neuen Airplay-Modus angespielt.

Multitasking bei der Synchronisation ohne Kabel

Den Backupprozess sowie die Aktualisierung der Inhalte hat Apple für die iOS-Geräte deutlich überarbeitet und vereinfacht. Für die Synchronisation wird nun kein Kabel mehr gebraucht. Wer will, synchronisiert beispielsweise seine mobilen iOS-Geräte über das WLAN.

Das Prinzip Apple

Alles aus einer Hand

Konsistenz ist Teil der Designphilosophie von Apple. Dazu gehört ein möglichst einheitliches Nutzererlebenis. Apple bietet dazu vom Smartphone bis zum ausgewachsenen Profi-PC alle Gerätklassen an. Auf den kleinen Geräten iPhone und iPad läuft dabei das mobile Betriebssystem iOS, auf den Laptops und Desktop-Rechnern Mac OS X. Die Programme sind untereinander nicht kompatibel, allerdings bietet Apple viele eigene Applikationen für beide Plattformen an, etwa die Office-Suite iWork. Über die App Stores verkauft Apple außerdem noch Software für beide Plattformen online – bei iPhone und iPad sogar der einzig legale Weg, Software zu installieren.

Apples Gefängnis und Ausbruch-Tools

Apples Stärke ist zugleich auch der größte Kritikpunkt: Weil alles aus einer Hand kommt, behält Apple die volle Kontrolle. Im App Store schöpft Apple satte 30 Prozent der Umsätze ab, sowohl von gekauften Apps als auch von Käufen, die innerhalb von Apps getätigt werden. Immer wieder kommt der Konzern in die Schlagzeilen, weil Apps aus teilweise wenig nachvollziehbaren Gründen aus dem Store entfernt werden. So gelten dank Apple beispielsweise weltweit amerikanische Moralvorstellungen: Medien müssen nackte Haut zensieren. Ein Weg aus dem Apple-Gefängnis ist entweder ein sogenannter Jailbreak. Dabei führen iPhone- und iPad-Anwender ein Programm aus, das Sicherheitslücken in den Geräten nutzt, um das Gerät aus der Apple-Kontrolle zu befreien. Nach einem Jailbreak können alle Programme wie auf einem PC oder Mac installiert werden. Eine andere Alternative sind Programme, die im Browser laufen – auf das Internet haben auch iPhones und iPads freien Zugriff.

Mobile Geräte im Fokus

Apple betont regelmäßig, in erster Linie ein Hersteller mobiler Geräte zu sein. Erstens machen iPhone und iPad längst den Löwenanteil der Apple-Umsätze aus, zweitens sind auch die meisten verkauften Macs inzwischen Laptops. Das zeigte sich auch beim jüngsten Update des Mac-Betriebssystems Mac OS X. Die aktuelle Version Lion betont die Gestensteuerung, die vor allem bei Trackpads sinnvoll ist, die in Laptops verbaut werden.

iCloud löst iTunes als Zentrale ab

Zentrale Schnittstelle zwischen allen Apple-Geräten war bisher das Programm iTunes, über das die Geräte als „Hub“ auf Mac oder PC synchronisiert werden. Allerdings zeichnet sich mit der Einführung der iCloud eine Ablösung von iTunes als zentrales Hub ab – die Daten wandern nun in die "Wolke", also das Internet. Mit der iCloud soll das Internet zur zentralen gemeinsamen Schnittstelle aller Apple-Geräte werden. Dokumente werden im Netz gespeichert und können über sämtliche Plattformen synchron gehalten werden. iPad und iPhone sollen auch ohne Mac oder PC verwendbar sein.

„Es funktioniert einfach“

Apple war eine der ersten IT-Firmen, die Interessen und Wünsche des normalen Nutzers in den Mittelpunkt rückten. Nicht der Mensch soll sich der Bedienung des Computers anpassen, sondern der Computer dem Menschen – so zumindest die Idee. Entsprechend profitiert der Konzern auch vom Trend der „Consumerization“ der IT. Damit wird der derzeitige Trend beschrieben, dass Konsumenten-Produkte wie iPhone und iPad zunehmend auch die Unternehmen erobern, weil Menschen einfache und intuitive Bedienungen auch im Geschäftsleben schätzen. Kritiker meinen andererseits, dass Apple im Bemühen um eine möglichst intuitive Bedienung den Nutzern bei vielen Fragen zu wenig Freiheit lässt.

Die Synchronisation kann sowohl von iTunes als auch vom iOS-Gerät angestoßen werden. Per WLAN werden Backups angelegt, Kontaktdaten ausgetauscht, Anwendungen aktualisiert oder Musik- und Videodateien auf das Gerät übertragen.

Dieser Vorgang ist zudem nicht mehr blockierend. Egal ob per Kabel oder per WLAN: Eine Synchronisation läuft im Hintergrund ab und der Nutzer kann trotzdem weiter Spiele spielen oder im Web surfen.

Kommentare (7)

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pendler

13.10.2011, 09:40 Uhr

aufgepasst, die CLOUD ist ne Falle.

Wenn erst einmal genug Nutzer in der cloud sind,
wird die tatsächliche Rechnung serviert.

Es war eine echte Revolution, als man früher mit den PC endlich vom Großrechner wegkam. Und nun ist man dabei, das alles wieder auf zu geben.

Naja, Menschen haben vor freiheit einfach Angst

Account gelöscht!

13.10.2011, 10:24 Uhr

haha, als ob sowas den hartleibigen sektenjünger interessieren würde - der hat seinen entscheidungswillen und sein urteilsvermögen schon vor jahren abgegeben, als er das erste mal in den apple shop gerannt ist und überteuerten kram gekauft hat.

pendler

13.10.2011, 12:04 Uhr

OK, stimmt

Ich vergaß, dass es sich ja bei den Käufern um den sehr kritischen udn stets bestens informieerten Konsumenten handelt.

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