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02.10.2013

11:53 Uhr

Test

Lohnt der Umstieg aufs neue iPhone?

VonChristof Kerkmann

Es ist wieder iPhone-Zeit: Wie jedes Jahr im Herbst hat Apple eine neue Generation seines Kult-Smartphones vorgestellt – wie immer zu saftigen Preisen. Ob sich der Kauf lohnt, ist auch eine Frage des Kontostandes.

Video

Apples neuestes iPhone im Test

Video: Apples neuestes iPhone im Test

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Der „Goldstandard“, was sonst. Apple präsentierte sein neues iPhone 5s im September mit gewohnt selbstbewussten Worten. Doch die Lage ist nicht so eindeutig. Viele Android-Smartphones warten mit ähnlicher oder sogar noch besserer Ausstattung auf – und kosten weniger. Daher stellt sich die Frage: Lohnt der Umstieg auf das neue iPhone, das Apple seit einigen Tagen verkauft? Ein Vergleich in sechs Disziplinen.

Sicherheit:

Am Fingerabdruck-Scanner Touch-ID scheiden sich die Geister. Es geht um zwei Fragen: Ist die Technik zur Entsperrung des Gerätes sicher? Und sollte man seine biometrischen Informationen nicht besser für sich behalten?

Tatsächlich tut Touch-ID das, was Apple verspricht: Ein Fingerdruck und schon ist das Display freigegeben – das funktioniert schnell und zuverlässig. Allerdings lässt sich der Fingerabdruck mit überschaubarem Aufwand nachmachen, wie ein Hacker vom Chaos Computer Club demonstriert hat. Absolute Sicherheit bietet das System also nicht, immerhin motiviert es bequeme Nutzer aber dazu, überhaupt eine Sperre einzurichten.

Die biometrischen Daten selbst würden nicht gespeichert, erklärt Apple glaubhaft. Lediglich ein Prüfwert, der aus dem Fingerabdruck erzeugt wird, soll auf dem Gerät zu finden sein. Das Hautmuster selbst lässt sich daraus nicht rekonstruieren.

Der Hauptknopf, in den der Fingerscanner integriert ist, fühlt sich allerdings ein wenig wackelig an – und wenn man das Gerät auf den Tisch legt, klappert er manchmal leicht hörbar.

Fazit: Die Funktion ist nützlich, aber für sich kein Kaufargument.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Geschwindigkeit

Das iPhone 5s hat einen Prozessor mit 64-Bit-Technologie, ein Novum für ein Mobiltelefon. Apple verspricht deutlich mehr Tempo. In der Tat ist das iPhone 5s verdammt schnell – bei der Bedienung ruckelt nichts, auch das aufwendige Spiel „Infinity Blade 3“ läuft flüssig. Die 3D-Funktion der Apple-eigenen Kartenanwendung läuft beeindruckend schnell. Und die verwendeten Bilddaten sind teilweise um Jahre aktueller als bei Google.

Durchweg schneller als aktuelle Android-Renner wie das G2 von LG oder Xperia Z von Sony ist das Apple-Flaggschiff jedoch nicht. In diversen Vergleichen – sogenannten Benchmarks – liegt mal das eine, mal das andere Gerät vorn, je nach Aufgabe (so stellt das neue iPhone beim Surfen im Netz einen neuen Rekord auf). Zudem sind viele Apps noch nicht für die Turbo-Technologie optimiert.

Das Vorgängergerät beherrscht den schnellen Datenstandard LTE, allerdings nicht in allen Mobilfunknetzen: Es unterstützt nur das Frequenzband 1800 Megahertz, das nur die Deutsche Telekom verwendet. Für den getesteten Nachfolger 5s (und das Schwestermodell 5c) gibt es kein Tempolimit, weil sie auf mehr Frequenzen funken, sodass man die Geräte in den Netzen von Telekom, Vodafone und O2 ohne Einschränkung verwenden kann.

Fazit: Das iPhone 5s kombiniert hohe Geschwindigkeit und lange Akkulaufzeit – löblich.

Kommentare (3)

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Linuxer

02.10.2013, 13:24 Uhr

Schon wieder Werbung für diese Apfelfirma!

Das kotzt mich so an!

Schreibt doch was über LINUX!

Chris

02.10.2013, 17:32 Uhr

Was hat den ein Artikel über das am wahrscheinlich meistverkaufteste Elektrogerät dieser Erde mit Werbung zu tun?

Account gelöscht!

03.10.2013, 10:22 Uhr

"Was hat den ein Artikel über das am wahrscheinlich meistverkaufteste Elektrogerät dieser Erde mit Werbung zu tun?"

*g*, keine Ahnung, aber was haben tote Himmelsjumper mit red bull zu tun?

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