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04.09.2015

10:56 Uhr

Trends der IFA 2015

Leckere Vernetzung

VonIna Karabasz, Christof Kerkmann

Computer in Stiftgröße, hygienische Smartphones und Fernseher mit Superkontrasten: Heute eröffnet die Elektronikmesse IFA in Berlin fürs Publikum. Wir verraten, welche Trends Sie sich anschauen sollten.

Auch in den Küchen sollen Sensoren und Funkchips helfen. Beispiel: Die Anwendung "Coffee World" in der App Home Connect liefert auf Knopfdruck internationale Kaffeespezialitäten. obs

Bosch Home Connect

Auch in den Küchen sollen Sensoren und Funkchips helfen. Beispiel: Die Anwendung "Coffee World" in der App Home Connect liefert auf Knopfdruck internationale Kaffeespezialitäten.

BerlinSie leuchten Besucher an jeder Ecke an - doch es gibt auf der IFA viel mehr zu sehen als riesige Fernseher mit superscharfen Bildern. Die Elektronikmesse in Berlin, die am heutigen Freitag fürs Publikum öffnet, ist inzwischen auch ein Treffen der Smartphone-Hersteller geworden. Zudem sind vernetzte Geräte aller Art zu sehen, von der Waschmaschine bis zum Bratenthermometer. Die wichtigsten Trends im Überblick.

Fernseher: Extraschärfe und Superkontraste

Riesige Fernseher mit scharfen Bildern – die TV-Hersteller werden die Erwartungen der Besucher nicht enttäuschen und die allerneueste Technik ausstellen. Die superhohe Bildauflösung Ultra-HD ist inzwischen bei Premiummodellen Standard. Selbst auf großen Bildschirmen sind damit keine Bildpunkte mehr zu sehen.

Eine weitere Technik soll die Qualität der Fernsehbilder ebenfalls verbessern: HDR, kurz für High Dynamic Range. Dabei wird der Kontrastumfang des Bildes erhöht, was dafür sorgt, dass die Farben kräftiger wirken. Der Effekt ist beeindruckend, wie sich an ersten Produktionen sehen lässt, etwa der Netflix-Serie "Marco Polo", die mit Superkontrasten gedreht wurde.

Doch für HDR wie auch für Ultra-HD fehlen noch Inhalte. Die Bilder müssen extra aufbereitet werden. Auch auf welchen Übertragungswegen die großen Datenmengen ins Wohnzimmer kommen sollen, ist noch nicht endgültig geklärt – bislang gibt es wenig mehr als einige Versuchssender.

Samsung zeigt auf der IFA immerhin einen Blu-ray-Player, der Ultra-HD beherrscht. Auch das Hollywood-Studio 20th Century Fox will demnächst hochauflösende Filme anbieten. So gut wie auf dem Messestand wird das Fernsehen zu Hause also nicht so schnell aussehen.

Computer: Alles, außer grau

Der PC nimmt immer neue Formen an. Acer hat etwa mit dem Jade Primo ein Smartphone entwickelt, auf dem Windows 10 läuft – schließt man es an eine Docking-Station mit Tastatur und Maus an, wird aus der Smartphone-Oberfläche mit Kacheln ein klassischer Desktop mit den Symbolen des neuen Betriebssystems.

IFA-Trend Smartwatch: Vom Klopper zum Hingucker

IFA-Trend Smartwatch

Vom Klopper zum Hingucker

Wer eine Smartwatch trägt, outet sich als Nerd oder Apple-Fan. Das wollen die Hersteller ändern: Auf der IFA in Berlin zeigen sie Computeruhren, die gut aussehen – und womöglich bald schon häufiger zu sehen sein werden.

Noch kleiner ist der Mini-PC, den Asus zeigt: Das Gerät in der Größe eines USB-Sticks wird per HDMI an einen Bildschirm oder Fernseher angeschlossen. Auf der IFA ist zudem eine ganze Reihe neuer Hybridgeräte zu sehen, die Laptop und Tablet in einem sind – ob durch einen Andockmechanismus oder Scharniere.

Zwei Faktoren ermöglichen die neue Vielfalt. Einerseits Windows 10: Das neue Betriebssystem von Microsoft erleichtert das Umschalten vom Desktop zur Touch-Oberfläche und umgekehrt. Andererseits Skylake: Die neue Generation von Intel-Prozessoren ist leistungsfähiger und verbraucht gleichzeitig weniger Strom. Ob das reicht, um den schwächelnden PC-Markt zu beleben, wissen aber auch die Hersteller nicht.

Smartphones: Besser, billiger – oder beides

Der Wettbewerb im Smartphone-Markt ist brutal. Um sich abzuheben, müssen die Geräte entweder preiswert oder hochwertig sein – am besten aber beides zugleich. Und so liefern sich die Hersteller einen Wettbewerb in Sachen Ausstattung und Funktionen.

Sony verspricht etwa, dass die Kamera des Xperia Z5 innerhalb von 0,02 Sekunden scharfstellt und besonders lichtempfindlich ist. Asus bringt gleich mehrere Varianten seines Zenfone 2 heraus, die bessere Bilder versprechen, ein Modell sogar mit optischem Dreifachzoom.

Eine Premiere hat Huawei zu bieten: Die Premiumversion des neuen Mate S soll über die Force-Touch-Technologie verfügen – der Touchscreen im noch nicht gezeigten Premiummodell soll unterschiedlich starken Druck registrieren. Damit kann das Gerät einerseits auf unterschiedliche Eingaben reagieren, andererseits eignet es sich als Waage.

Newcomer Gigaset wiederum, bislang bekannt durch Festnetztelefone, stattet seine ME-Reihe nicht nur mit Fingerabdruckerkennung aus, sondern auch mit einem Sensor für UV-Strahlung. Und ZTE stattet sein Topmodell Axon mit einer antibakteriellen Beschichtung aus.

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