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13.10.2011

14:47 Uhr

Twitter-Spott

„Kein guter Tag zum Sterben für Blackberry“

Blackberry-Hersteller RIM hat ein Problem: Erst verärgert der Hersteller seine Kunden durch einen Server-Ausfall, jetzt lassen Nutzer im Web ihrem Ärger freien Lauf - und sorgen so für zusätzlichen Imageschaden.

Blackberry offline: Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wird das Business-Smartphone zum Ziel von Spott. dapd

Blackberry offline: Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wird das Business-Smartphone zum Ziel von Spott.

Düsseldorf„Liebes Blackberry-Team, ich finde es sehr nett von euch, dass ihr Steve Jobs mit drei Schweigetagen ehrt“. Diese beißend-sarkastische Nachricht auf dem Kurznachrichtendienst Twitter trifft offenbar den Nerv der Blackberry-Nutzer, die bereits seit Tagen unter dem Ausfall der Internet-Dienste leiden. Der Tweet, wie eine Kurznachricht bei Twitter heißt, gehört derzeit zu den populärsten Reaktionen auf den Ausfall.

Blackberry ist in kurzer Zeit zum Gespött auf dem Kurznachrichtendienst geworden. Wer bei Twitter nach dem Namen der einst hippen Business-Smartphones sucht, findet beispielsweise Nachrichten wie diese: „Was sagt ein Blackberry zum anderen? Gar nichts“.  Eine andere Nutzerin feixt: „Leute mit Blackberry im Tram spielen sehen und wissen: die sind offline. Unbezahlbar“.

Den letzten Sargnagel eingeschlagen

Auch scherzhafte Vorschläge, die Situation ausnutzen, finden sich auf dem Kurznachrichtendienst: „Günstiger Zeitpunkt Ihrem Ehepartner mit Blackberry Dinge zu schreiben wie: ‚Antworte bitte, falls es nicht okay ist, wenn ich unsere Ersparnisse für ein Boot ausgebe.’“ Andere Blackberry-Nutzer finden den Ausfall weniger witzig: „Ich habe Blackberry immer verteidigt – aber nun haben sie gerade den letzten Sargnagel selbst eingeschlagen“, macht ein enttäuschter Ex-Blackberry-Fan seinem Ärger Luft.

Auch bekannte Journalisten beteiligen sich an dem öffentlichen Gespött. „Silberstreif am Horizont für Blackberry“, scherzt beispielsweise Samuel Rubenfeld vom „Wall Street Journal“: „Seit das Gerät offline ist, hält der Akku endlich länger als drei Stunden“. Technikjournalist David Pogue von der („New York Times“ und CNBC) weist auf eine neue App hin: sie verschiebt die Daten des Blackberrys auf ein iPhone. „Gutes Timing“, bemerkt der Journalist spöttelnd.

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