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11.01.2007

15:15 Uhr

Umstieg auf Windows Vista

Nicht jeder Rechner ist geeignet

VonAxel Postinett

Ende Januar wird Windows Vista auch bei uns in den Regalen stehen. In einer dreiteiligen Miniserie haben wir zusammengefasst, was Sie für einen Umstieg auf das neue Betriebssystem wissen müssen.

Wartet nicht nur mit einem neuen Symbol auf: Windows Vista. Quelle: dpa

Wartet nicht nur mit einem neuen Symbol auf: Windows Vista.

Vista kommt in mehreren Ausbaustufen, zwei davon für Privatanwender: Die einfachste und preiswerteste Variante ist „Home Basic“, die fürs Arbeiten und Surfen im Web völlig ausreicht. Wer mit seinem Windows XP heute völlig zufrieden ist, kann hier ruhig zugreifen.

„Home Premium“ heißt die Alternative. Sie besitzt mit „Aero“ eine neue Oberfläche, mit luftigen, transparenten Fenstern und den „Gadgets“ an der Seite. Diese Version ist am vergleichbar mit der heutigen „Media Center Edition“. Mit ihr können Nutzer ihren PC zur Unterhaltungszentrale im Wohnzimmer ausbauen. Steht der Rechner im Arbeitszimmer, kann an „Home Premium“ die Spielekonsole Xbox360 angeschlossen, die dann als Medienerweiterung im Wohnzimmer Fotos, Filme, Musik oder Internet auf den Fernseher bringt.

Generell ist zwar die Aufrüstung alter Systeme möglich. Aber Vista stellt hohe Anforderungen an die Hardware, was aber meist kein technisches, sondern eine finanzielle Herausforderung darstellt. So sollte der Arbeitsspreicher mindestens ein Gigabyte betragen. Die Festplatte muss 15 Gigabyte freien Speicherplatz haben.

Die größte Hürde ist die passende Grafikkarte. Grundsätzlich muss ein DirectX 9-fähiger Grafikprozessor her, der WDDM-Treiber unterstützt. Soll die neue Oberfläche „Aero“ genutzt werden, muss die Grafik-Hardware „Pixel Shader 2.0“, 32 bit pro Pixel sowie viel Grafikspeicher besitzen. Faustregel: Ist die Karte älter als von Ende 2003, besteht kaum Hoffnung, dass sie auch nur die Basisversionen unterstützt. Ob man tatsächlich noch 200 bis 300 Euro in seinen alten Rechner investieren will, muss jeder selber wissen. Vielleicht hat der Händler des Vertrauens noch ein Auslaufmodell auf Lager, das würde bei schwächeren Prozessoren auch reichen.

Ein weiteres Problem: Meist ist schon ein Windows-Betriebssystem installiert, aber nicht jedes kann gleich einfach aufgerüstet werden. „Windows 2000“ erfordert eine komplette Neuinstallation. Hier ist eine sorgfältige Datensicherung angesagt. „XP Professional“ muss mit einer teuren Geschäftsvariante, „Vista Business“ oder „Ultimate“, aufgerüstet werden. Ein „Abstieg“ auf „Home Premium“ oder „Basic“ erfordert eine Neuinstallation.

„XP Home“ kann dagegen mit allen Varianten überspielt werden. Ein gut funktionierender Rechner kann also theoretisch sehr einfach auf Vista überführt werden. Um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, sollte jeder Upgrade-Willige vor einem Kauf das Freeware-Programm „Upgrage-Adviser“, dass es auf der Microsoft-Webseite kostenlos gibt, laufen lassen.

Nächste Woche (18.01) : Die neue Oberfläche Aero, Gadgets und neue Suchoptionen. Übernächste Woche (25.01): Die neuen Sicherheitsmerkmale und der neue Browser IE 7.0 und Multimedia.

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