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09.10.2014

10:23 Uhr

Actionkamera HTC Re

Eine Faust voll Spaß

VonAxel Postinett

Sie sieht aus wie ein geknicktes Rohr: HTC hat mit der Re seine erste Action-Kamera vorgestellt. Das minimalistische Gerät hat kein Display und nur zwei Knöpfe für die Bedienung – aber das reicht völlig aus.

Die Action-Kamera HTC Re liegt gut in der Hand. Reuters

Die Action-Kamera HTC Re liegt gut in der Hand.

New YorkIrgendwie ist sie auf den ersten Blick witzig. Die kleine Kamera sieht aus wie ein mobiler Inhalator oder ein geknicktes PVC-Rohr. Sie ist gerade mal so groß, dass der Teil mit der Linse für den 16-Megapixel-Sensor keck aus der Faust herausragt, während die Hand locker den restlichen, geraden Teil umfasst.

Für eine Aufnahme zielt man wie mit einer Spielzeugpistole so ungefähr in die Richtung des Objekts der Begierde oder stellt die Re einfach auf den Tisch oder sonstwo hin – das 143-Grad-Weitwinkelobjektiv nimmt schon alles irgendwie auf. Es gibt Halterungen, um sich das Gerät um den Kopf zu schnallen, es am Kinderwagen festzuzurren oder dem Fahrrad. Lobenswerterweise fehlt auch ein Standardanschluss für ein Stativ nicht.

Es gibt keinen Ein/Aus-Knopf. Ein Druck auf den einzigen Bedienknopf (abgesehen von einem kleinen Extraknopf für Slow-Motion-Aufnahmen) erweckt die Kamera zum Leben, der nächste schießt ein Foto. Ein langer Druck startet die Videoaufnahme. Eingebaute Sensoren sollen in den fertigen Modellen, die noch vor Weihnachten erwartet werden, sogar erkennen, wenn man die Kamera in die Hand nimmt. Dann wird sie automatisch scharf geschaltet. Nach kurzer Zeit macht es richtig Spaß, mit der Re herumzuknipsen oder schnell ein Video aufzunehmen. Das ginge auch in der Badewanne oder im Schwimmbad: Das Gerät ist wasserdicht.

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Die Machwerke des Spontanitätsspielzeugs landen auf einer MicroSD-Speicherkarte mit bis zu 128 GB Speicherplatz. Bei solchen Datenmengen ist es gut, dass der Speicher einfach in den PC oder Laptop eingeschoben werden kann, um die Filme oder Fotos zu übertragen. Es geht auch per WLAN, verspricht HTC, was am Mittwoch in New York nicht ausprobiert werden konnte. Die fest integrierte Batterie mit 920 mAh sollte locker einen Tag aushalten.

Die Bildauflösung entspricht einem Full-HD-Bildschirm. Fotos nutzen die volle Auflösung des 16-Megapixel-Sensors. Eine Qualitätsbeurteilung kann hier nicht vorgenommen werden. Die Software ist noch im Betastadium, daher warten wir auf Serienexemplare.

Fazit: Für 199 Euro ein nettes Spielzeug mit kinderleichter Bedienbarkeit, mit dem es vor allem erschreckend einfach ist, Selfies zu schießen – die Modekrankheit 2014. Da passt die Re prima rein. Viel wird aber noch vom Funktionsumfang und der Bedienbarkeit der App abhängen, mit der die Kamera gesteuert wird. Hier steht das Urteil noch aus.

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