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26.09.2014

12:06 Uhr

Apple reagiert Pannen bei iPhone und iOS

Entschuldigung, aber so schlimm ist es gar nicht

VonChristof Kerkmann

Ein Update fürs Update und ein Blick ins Labor: Nach den Pannen rund ums iPhone 6 und das Betriebssystem iOS 8 startet Apple eine PR-Offensive und zeigt, wie es das iPhone foltert. Hier können Sie Zeuge sein.

Apple-Fan mit einem neuen iPhone 6 Plus: Nach einer Software-Panne will der Konzern die Käufer besänftigen. ap

Apple-Fan mit einem neuen iPhone 6 Plus: Nach einer Software-Panne will der Konzern die Käufer besänftigen.

DüsseldorfDer Hype hielt nicht lange an: Nur wenige Tage nach der Einführung des iPhone 6 häufen sich die Beschwerden über das neue Apple-Gerät. Zum einen legte ein Update des Betriebssystems iOS die Geräte zahlreicher Nutzer lahm. Zum anderen kursierten einige Berichte darüber, dass sich das Gehäuse des iPhone 6 Plus in der Hosentasche verbiegen könne. Der Konzern erlebte die Kehrseite der Hysterie.

Nun geht die berühmt-berüchtigte PR-Abteilung des Konzerns in die Offensive: Apple entschuldigt sich für das verpatzte Update und bietet seit Donnerstagabend die iOS-Version 8.0.2 an, die die Probleme offenbar behebt. Zudem erhält das renommierte Technologieblog The Verge einen raren Einblick in die Testlabore, der zeigen soll, wie solide die Geräte und hart die Prüfungen sind. Und nicht zuletzt veröffentlicht der notorisch verschwiegene Konzern Zahlen, die belegen sollen, dass nur wenige Nutzer betroffen sind.

Hintergrund der konzertierten Aktion: Die Berichte über die Qualitätsprobleme, verstärkt durch die Lautsprecher Twitter und Facebook, treffen Apple ins Mark. Der iKonzern steht dafür, dass seine Geräte einfach zu bedienen sind. Ein Update, dass wichtige Funktionen blockiert und sich nur mühsam rückgängig machen lässt, passt dazu ganz und gar nicht. Und für einen Premiumhersteller, der deutlich mehr verlangt als die Konkurrenz, sind Berichte über verbogene Gehäuse rufschädigend.

Wie eilig iOS 8.0.2 entwickelt worden ist, erahnen deutsche Nutzer, wenn sie die Informationen zum Update lesen: Anders als üblich sind sie nicht ins Deutsche übersetzt worden – vermutlich fehlte dafür die Zeit. Keine zwei Tage benötigte Apple, um die neue System-Software fertigzubekommen.

Diese soll vor allem die drastischen Probleme beheben, die die Vorgängerversion iOS 8.0.1 verursachte, bis Apple die Verbreitung nach einer Stunde stoppte. Nutzer beklagten sich unter anderem darüber, dass ihre Telefone sich nicht mehr in Mobilfunk-Netze einwählen konnten und der Fingerabdruck-Sensor nicht mehr funktionierte. Ersten Medienberichten zufolge läuft das Update für das Update bisher ohne Schwierigkeiten.

Bei aller Demut über den Fehler lässt Apple durchblicken, dass nur ein sehr kleiner Teil der Nutzer betroffen ist: Rund 40.000 hätten die fehlerhafte Software heruntergeladen – das entspricht 0,4 Prozent der zehn Millionen Käufer, die sich am ersten Wochenende ein iPhone 6 zulegten.

Kommentare (4)

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real. ist

26.09.2014, 12:15 Uhr

Eins muss man Apple lassen, die wissen wie man Käufer zu Jüngern macht um sie dann gnadenlos abzuzocken.

Mein heiliges IPhone gib mir heute.

Herr Thomas Ungläubig

26.09.2014, 12:45 Uhr

Das verbogene iPhone 6 lässt mich vermuten, das der Besitzer es falten wollte, um es in die Hosentasche zu bekommen. Aber es musste ja unbedingt die Large-Version sein ;–))

@real. ist: VW hat gestern 150.000 Autos zurückgerufen, GM, Chrysler…

Schönen Tag!

Herr Hans Maiser

26.09.2014, 13:32 Uhr

Haters gonna Hate.

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