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18.09.2014

11:48 Uhr

Apple verärgert Nutzer

So gelingt das Update auf iOS 8 ohne Probleme

Mit einem Update für das mobile Betriebssystem frischt Apple iPhone und iPad auf. Doch iOS 8 läuft nicht auf allen Modellen, bei der Installation kann es haken – sehr zum Verdruss der Kunden. Worauf Nutzer achten müssen.

Auf den neuen iPhone-Modellen ist iOS 8 schon installiert – doch das Update läuft auch auf älteren Modellen. ap

Auf den neuen iPhone-Modellen ist iOS 8 schon installiert – doch das Update läuft auch auf älteren Modellen.

Mehr Funktionen fürs E-Mail-Postfach und Filter für die Kamera, chatten wie bei Whatsapp und ein Online-Speicher wie Dropbox: Apple hat das Betriebssystem iOS überarbeitet. Version 8 versorgt iPhone und iPad mit diversen neuen Funktionen. Doch die Installation sorgt bei einigen Nutzern für Ärger, weil sie ihnen Schwierigkeiten bereitet. Für wen sich das Update eignet und wie es am besten aufs Gerät kommt.

Auf welchen Geräten läuft iOS 8?

Auf iPhone 6 und iPhone 6 Plus ist iOS 8 vorinstalliert. Doch auch Nutzer älterer Geräte können das Update kostenlos installieren. Es eignet sich nach Angaben von Apple für alle Modelle ab dem iPhone 4s, dem iPad 2 sowie für den iPod touch der fünften Generation (eine Übersicht gibt Apple auf dieser Webseite ganz unten).

Allerdings könnte die ältere Hardware mit der neuen Software Probleme bekommen. So berichtet das US-Blog Ars Technica, dass auf iPhone 4s viele Apps deutlich langsamer reagieren als zuvor. So benötige die E-Mail-Anwendung statt 0,9 nun 1,3 Sekunden, auch viele Animationen seien nun ruckliger. Erfahrungsgemäß sorgt Apple aber nach einiger Zeit mit Updates für Verbesserungen.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus

Die sichtbarste Neuerung bei der jüngsten iPhone-Generation sind die Maße: iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind mit 4,7 bzw. 5,5 Zoll deutlich größer als die Vorgänger. Damit reagiert Apple auf den Boom der Phablets, also der übergroßen Smartphones. Die Geräte unterstützen den Bezahldienst Apple Pay, der über den Nahfunkstandard NFC Daten überträgt.

Wie lässt sich iOS 8 einrichten?

Das Update lässt sich zum einen direkt aufs Gerät laden (unter „Einstellungen“ / „Allgemein“ / „Softwareaktualisierung“). Allerdings ist das Datenpaket mehr als einen Gigabyte groß, während der Installation sind sogar fünf oder mehr Gigabyte nötig. Wer nur 16 Gigabyte zur Verfügung hat, muss vermutlich diverse Apps und zahlreiche Fotos löschen, um so viel Speicher freizugeben.

Wer iOS 8 direkt auf dem Gerät installieren will, braucht eine Menge freien Speicher.

Wer iOS 8 direkt auf dem Gerät installieren will, braucht eine Menge freien Speicher.

Dieses Problem lässt sich umgehen, indem man das mobile Gerät an den Mac oder PC anschließt und das Update über iTunes installiert. Dafür empfiehlt es sich, die Verwaltungs-Software von Apple auf den aktuellen Stand zu bringen (sofern das nicht automatisch geschieht). Vor der Einrichtung sollten auch iPhone und iPad auf dem aktuellen Stand sein, also iOS 7 installiert haben.

Für die Aktualisierung sollte man etwas Zeit mitbringen: Download und Installation dauern mindestens eine halbe Stunde, je nach Bandbreite auch länger.

 

Wie lassen sich Probleme mit Apps beheben?

Einige Nutzer berichten, dass bestimmte Apps nach dem Update Probleme bereiten. So bekommt Whatsapp offenbar bei der Sicherung von Chats Schluckauf. Auch beim Online-Speicherdienst Dropbox und der Online-Videothek Watchever gibt es Schwierigkeiten. Zudem sind Apple bei der Anwendung Health, die Gesundheits- und Fitness-Daten sammelt, offenbar Fehler eingeschlichen – Apps, die sich damit verknüpfen, sind daher vorerst nicht im App Store zu finden.

In der Regel handelt es sich aber nur um temporäre Probleme, die die Entwickler mit Updates beheben. Daher sollten Nutzer die Programme aktuell halten. Dropbox etwa hat bereits mehrere Aktualisierungen nachgeliefert. Apple selbst hat bereits diverse eigene Apps für iOS 8 angepasst.

Abwarten sollten Nutzer noch bei der Einrichtung von iCloud Drive, Apples Antwort auf Dropbox. App-Entwickler haben laut Medienberichten festgestellt, dass sich die App derzeit offenbar nur mit Macs synchronisieren kann, auf denen das Betriebssystem Mac OS 10.10 (Yosemite) läuft – und das steht noch gar nicht allen zur Verfügung, sondern wird nur in einer vorläufigen Betaversion angeboten. Auch etliche Apps haben offenbar Schwierigkeiten, Daten dort abzulegen. Wenn iOS 8 fragt, ob iCloud Drive eingerichtet werden soll, lautet die Antwort derzeit besser noch: Nein.

Von

chk

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