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09.10.2014

13:53 Uhr

Elektronikmesse Ceatec

Roboter spielt gegen Menschen Ping-Pong

Beim Schach und bei Quizspielen besiegen Computer schon lange menschliche Gegner. Ein Tischtennis spielender Roboter wird nun nicht den Sport umkrempeln – denn mit einem Trick kann der Mensch die Maschine besiegen.

Die rund 600 Kilogramm schwere Ping-Pong-Maschine des japanischen Technologiekonzerns Omron hat ihren Gegner immer im Blick. AFP

Die rund 600 Kilogramm schwere Ping-Pong-Maschine des japanischen Technologiekonzerns Omron hat ihren Gegner immer im Blick.

TokioEin Roboter, der gegen einen menschlichen Gegner Tischtennis spielt, ist eine der Attraktionen der japanischen Elektronikmesse Ceatec 2014. Die rund 600 Kilogramm schwere Ping-Pong-Maschine des japanischen Technologiekonzerns Omron beobachtet mit verschiedenen Sensoren die Bewegungen des menschlichen Gegner sowie die Position des Balls.

Aus diesen Informationen prognostiziert der Roboter dann die Flugbahn und die Geschwindigkeit der Kugel, manövriert seinen Schläger in die richtige Position und spielt den Ball zu seinem Gegenüber zurück. Mit gewöhnlichen Returns können durchschnittliche Ping-Pong-Spieler den Roboter kaum besiegen. Angeschnittene Schläge mit besonders viel Spin schlägt die Omron-Maschine allerdings oft ins Netz oder über den Plattenrand hinweg.

Tiere, Menschen und Roboter erobern das Weltall

Erster Affe

Erste Versuche, Affen ins All zu schicken, gehen bis ins Jahr 1948 zurück. Am 11. Juni startete der Rhesusaffe „Albert I“ an Bord einer Rakete in Richtung Weltraum. Bereits ein Jahr später folgte ein weiterer Versuch mit „Albert II“, der eine Höhe von mehr als 130 Kilometern erreichte. Der Affe starb beim Aufprall auf die Erde.

Erster Hund

Seit Beginn der 1950er Jahre wurden auch Hunde ins Weltall geschickt. Das erste Lebewesen, das gezielt in eine Erdumlaufbahn gebracht wurde, war im November 1957 die russische Hündin Laika. Das Tier überlebte die Reise nicht.

Erste Frau

Mit 26 Jahren flog die russische Kosmonautin Valentina Tereschkowa im Juni 1963 als erste Frau in den Weltraum. Sie startete mit dem Raumschiff „Wostok VI“ und umkreiste in fast drei Tagen 48 Mal die Erde.

Erster Deutscher

Im August 1978 brach der DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn mit dem Raumschiff „Sojus 31“ zur Raumstation „Saljut 6“ auf. Nach 124 Erdumkreisungen und einer Flugdauer von sieben Tagen, 20 Stunden und 49 Minuten kehrte er wieder zur Erde zurück.

Erster Tourist

Der US-amerikanische Unternehmer und Multimillionär Dennis Tito reiste 2001 als erster Weltraumtourist zur Internationalen Raumstation ISS – für rund 20 Millionen US-Dollar.

Erster Roboter

Der japanische Mini-Astronaut „Kirobo“ sprach 2013 als erster zweibeiniger Roboter im All zu den Erdbewohnern. Der kleine Blechmann soll den Forschern auf der ISS Gesellschaft leisten und gilt als guter Zuhörer.

Omron ist einer von 547 Ausstellern auf der fünftägigen Hightech-Show, die am Dienstag in Chiba östlich von Tokio eröffnet wurde. Der heimische Elektronikriese Sharp wurde bereits zum Start der Messe für seinen Fernseher mit ultra-hoher 8K-Bildauflösung mit dem Preis „Best of Ceatec“ ausgezeichnet. Es gibt zwar noch kaum Inhalte in dieser Qualität. Nach dem Willen der japanischen Regierung soll sich das aber in absehbarer Zeit ändern: Zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio will Japan einen ersten Testbetrieb für 8K-Sendungen via Satellit starten. Die 4K-Auflösung mit vier Mal so vielen Bildpunkten wie das HD-Format soll dann in den Regelbetrieb übergehen.

Das jetzige Full-HD-Fernsehen bietet 1920 mal 1080 Pixel. Der 4K-Standard kommt bei 3840 mal 2160 Bildpunkten auf 8,3 Megapixel. Bei 8K müssen dann 7680 mal 4320 Bildpunkte (33,2 Megapixel) gesendet werden, was bisherige Übertragungsmethoden wie Kabel und Satellit nicht bieten. Deshalb sehen Konzepte von Anbietern wie Sony, Panasonic oder Sharp auch den Einsatz von Festplatten oder ultraschnellen Internet-Leitungen zur Übertragung der riesigen Datenmengen vor.

Zu den Sommerspielen in der japanischen Hauptstadt soll auch ein Mobilfunknetz der fünften Generation in Betrieb genommen werden - also der Nachfolger des momentan überall beworbenen LTE-Netzes. Im Vergleich zu LTE soll das neue Mobilfunknetz eine 1000 Mal so hohe Übertragungskapazität haben und bis zu 100 Mal so schnell sein.

Auf der Messe kündigte weiterhin Kyocera an, den Einsatz von Saphir-Mineral als Smartphone-Display voranzutreiben. Nach einem ersten Modell für den US-Mobilfunkprovider Verizon kündigte der Elektronikkonzern ein neues besonders robustes Smartphone „Torque“ an, das in Japan auf den Markt kommen wird. Apple hatte zuletzt auf die Verwendung von Saphir-Glas bei den Bildschirmen der neuen iPhone-Modelle entgegen anderslautenden Spekulationen verzichtet, weil das künstlich herstellte Mineral zwar kratzfest, aber nicht bruchsicher gewesen sei, berichtete das „Wall Street Journal“.

Von

dpa

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