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16.09.2014

15:42 Uhr

Energieausgaben senken

Versorger planen Smart Homes

VonThomas Mersch

Energiesparen mit dem Handy: Immer mehr Verbraucher können sich vorstellen mit IT-gesteuerten Hausgeräten ihre Ausgaben für Strom und Gas zu senken. Für die Versorger eine gute Ausgangslage – und ein großer Markt.

Sie wollen in Ihrem Haushalt Energie sparen? Dank Smart-Home-Technik klappt das ganz gut. dpa

Sie wollen in Ihrem Haushalt Energie sparen? Dank Smart-Home-Technik klappt das ganz gut.

KölnMehr Komfort, geringere laufende Kosten: Ein Jahr, nachdem eine Familie in das „RWE Zukunftshaus“ in Bottrop eingezogen ist, hat der Versorger Bilanz gezogen. Dank Photovoltaikanlage und Speichern sei der Strombedarf des sanierten 1960er-Jahre-Altbaus um 99 Prozent gesunken.

„Jetzt arbeiten wir am Plus an Energie, das das Haus liefern wird“, sagte Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz. Über Erdwärme wird das Gebäude beheizt, Solarthermie liefert Warmwasser. Die Bedienung von Licht oder Rollläden per Smartphone soll das Wohlgefühl steigern.

Smart Home - Das schlaue Zuhause

Ein Begriff, viele Szenarien

Alle reden drüber, aber nicht alle meinen dasselbe: Smart Home ist ein populäres Thema in der  Elektronikbranche. Immer mehr Firmen bringen eigene Lösungen auf den Markt. Die Berater von Deloitte unterscheiden vier Kategorien.

Die eigenen vier Wände im Blick

Viele Lösungen ermöglichen es, Licht und Rollläden automatisch zu steuern. Hinzu kommen Sicherheitsfunktionen wie vernetzte Feuermelder und Sicherheitskameras. Die Auswahl ist bereits groß.

Platz für die Daten

Auch Speichersysteme für Computer und Smartphone zählen die Deloitte-Experten zum Smart Home. Auf diesen Miniservern können Nutzer ihre Daten, aber auch Filme und Musik ablegen und von überall aus im Haus darauf abrufen. 

Hilfe für die Oma

Smart-Home-Systeme können die Pflege älterer Menschen erleichtern, etwa mit einem Hausnotruf. Geräte für die Ferndiagnose sollen bei der Betreuung von Kranken helfen. Für den Bereich Pflege und Gesundheit gibt es bereits etliche Anwendungen. 

Energie und Geld sparen

Licht und Heizung aus, wenn man rausgeht: Intelligente Systeme können für mehr Energieeffizienz sorgen. Perspektivisch könnte auch der Trockner automatisch anspringen, wenn Strom billig ist. Angesichts der hohen Komplexität sei der Bereich "Smart Energy" aber am Anfang, so  Deloitte. 

Komplettpaket oder Standard?

Schon jetzt gibt es Anbieter, die kaufkräftigen Kunden eine Wunschlos-Glücklich-Lösung einbauen – Deloitte definiert das als Luxussegment. Zunehmend kommen aber Pakete auf den Markt, mit denen Käufer relativ günstig smarte Funktionen nachrüsten können.

RWE hat einen großen Markt im Blick. Etwa drei Viertel aller Wohngebäude in Deutschland seien energetisch sanierungsbedürftig - sie würden „sehr viel Energie“ verbrauchen, vor allem für Heizen und Warmwasserbereitung. Eine wichtige Rolle bei der Modernisierung spielt IT. Sie steuert etwa Hausgeräte und trägt so zum energieeffizienten wie bequemen Smart Home bei.

Das Interesse wächst. Laut einer aktuellen Studie der Beratung Accenture ist für jeden dritten Verbraucher hierzulande denkbar, in den nächsten fünf Jahren in solche Technik zu investieren, um tageszeitabhängig günstige Tarife zu nutzen und mehr Komfort zu haben. Die Versorger haben eine gute Ausgangslage: Mehr als die Hälfte der Befragten würden Smart-Home-Angebote des eigenen Strom- und Gasanbieters nutzen.

Auch Eon positioniert sich: Das Smart Home des Energiekonzerns nutzt neben intelligenten Stromzählern und Verbrauchsmanagement auch Mikro-KWK-Anlagen sowie E-Autos als Energiespeicher. EnBW und Vattenfall haben ebenfalls Smart-Home-Angebote entwickelt. Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass sinkende Einbaukosten das Geschäft beflügeln. 2022 werde ein typischer Haushalt um die 500 Smart Devices nutzen.

Kommentare (2)

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Herr D. Dino54

16.09.2014, 17:25 Uhr

" Für die Versorger eine gute Ausgangslage"

NUR für die Versorger, einfach bekloppt !

Frau Heike Schneider

17.09.2014, 08:52 Uhr

Ich sehe hier nur Alte Kranke, Rentner, Kinder, Ausländer..........Trinker die rumsitzen

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