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23.09.2014

08:35 Uhr

Für Cyber-Kriminelle

Vernetzte Geräte erhöhen Angriffsfläche

Die Elektronik-Branche verspricht große Vorteile durch das Internet der Dinge mit Milliarden vernetzter Geräte. Dabei müsse man zuerst an die Sicherheit denken, mahnt ein Experte. Denn die Angriffsfläche weite sich aus.

Eine Waschmaschine wird im System des Internets der Dinge mit einem Tablet gesteuert: Die Vernetzung wird das Risiko von Hacker-Angriffen erhöhen. dpa

Eine Waschmaschine wird im System des Internets der Dinge mit einem Tablet gesteuert: Die Vernetzung wird das Risiko von Hacker-Angriffen erhöhen.

BerlinDie Vernetzung von Milliarden Geräten wird das Risiko von Hacker-Angriffen im Alltag nach Einschätzung eines Cyber-Sicherheitsexperten rapide erhöhen. „Die Angriffsfläche für Online-Kriminelle weitet sich damit dramatisch aus“, betonte Raj Samani vom Antiviren-Spezialisten McAfee. Sicherheit und Datenschutz müssten von Anfang an bei Design der Systeme im Mittelpunkt stehen.

„Man muss davon ausgehen, dass alles, was vernetzt ist, angegriffen werden kann und wird – bis hin zu ihrer Zahnbürste“, sagte Samani am Montag. Verbraucher müssten dazu übergehen, die Anbieter nicht nur nach Funktionen oder technischen Fähigkeiten der Geräte zu bewerten, sondern auch danach, wie viel sie für die Sicherheit der Systeme und der Nutzerdaten tun. „Bei mancher Technik wie Autos kann das überlebenswichtig sein“, betonte der McAfee-Manager, der für die technische Entwicklung in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten zuständig ist.

Nach Branchenschätzungen dürfte es zum Jahr 2020 rund 50 Milliarden vernetzte Geräte geben. Diverse Anbieter arbeiten derzeit daran, die gesamte Haustechnik von Waschmaschinen bis Heizungsanlagen zu vernetzen. In diese Zukunft gingen die allermeisten Verbraucher ohne eine klare Vorstellung vom Wert ihrer persönlichen Daten und der Möglichkeiten, sie zu schützen, warnte Samani. Auch die Sicherheitsbehörden seien nicht ausreichend auf den Kampf gegen die neuen Bedrohungen vorbereitet: „Wir bekämpfen derzeit eine Gefahr aus dem 21. Jahrhundert mit Mitteln aus dem 20. Jahrhundert.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Frau Dagmar Kohlrausch

23.09.2014, 12:31 Uhr

Frage ist doch wem diese Vernetzung nutzt. Ich benötige keinen Kühlschrank, der mir auf meinem Handy mitteilt, das ich noch einen Liter Milch oder Eier kaufen muss. Ich brauche auch nicht Unmengen von elektronischem Schnick-Schnack in meinem PKW, der mir im Zweifelsfall das Genick bricht bzw. brechen kann.

All das, was uns als Fortschritt verkauft wird, macht Produkte unglaublich teuer und ist doch eigentlich ein Rückschritt. Selbstfahrende LKWs sollen die Trucker überflüssig machen. Ist das wirklich ein Fortschritt? Und die komplette Vernetzung aller Haushaltsgeräte gewöhnt uns dann auch noch den Rest des Denkens ab. Auch darin sehe ich keinerlei Fortschritt.

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