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23.06.2014

15:01 Uhr

IT-Industrie

Schön vernetzte Welt

VonSusanne Schier, Georgios Kokologiannis

Immer mehr Geräte kommunizieren ohne manuelle Eingriffe miteinander. Analysten sehen hier ein großes Marktpotenzial. Wie Anleger von dem Trend profitieren können.

Waschmaschine mit Tablet-Steuerung: Nicht mehr nur Computer und Smartphones sind ans weltweite Datennetz angeschlossen. dpa

Waschmaschine mit Tablet-Steuerung: Nicht mehr nur Computer und Smartphones sind ans weltweite Datennetz angeschlossen.

DüsseldorfWenn es darum geht, neue Megatrends vorauszusagen, ist die IT-Industrie immer ganz vorn mit dabei. Kein Wunder, schließlich lassen sich mit Software und Servern bei Verbrauchern in der Regel keine Jubelstürme auslösen.

Große Zukunftsthemen wie das „Internet der Dinge“ verkaufen sich da schon besser. Mit der Vorstellung, dass künftig Brillen, Uhren, Autos, Heizungen, Leuchten und sogar Kühlschränke miteinander kommunizieren, erzielt die Branche derzeit viel Aufmerksamkeit.

Nicht jede der kräftig beworbenen Anwendungen wird ihren Weg in den Massenmarkt schaffen. Doch klar ist: Mit dem Boom des mobilen Internets sind die technischen Möglichkeiten in den vergangenen Jahren rasant angewachsen. Und damit ist die große Vernetzung auch ein Thema, das sich für Anleger lohnen kann.

Sicherheitslücken: Das Internet der gehackten Dinge

Sicherheitslücken

Das Internet der gehackten Dinge

Das Internet der Dinge, also die Vernetzung von Gegenständen wie etwa Haushaltsgeräten, steckt noch in den Anfängen. Vor allem ein Problem haben die Anbieter noch längst nicht im Griff: die Sicherheit.

Welchen Aufschwung vernetzte Geräte erleben könnten, zeigen die Schätzungen diverser Analysten: Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl der mit dem Internet verbundenen Geräte deutlich steigen - laut den Marktforschern von Gartner auf 26 Milliarden Stück, und da sind Smartphones, Computer und Tablets noch nicht eingerechnet. Cisco Systems zufolge sollen es sogar 50 Milliarden Geräte sein. Das ist eine enorme Zahl angesichts einer Weltbevölkerung von derzeit gut sieben Milliarden Menschen.

Egal, welche Prognose nachher eintrifft, schon heute ist das Internet der Dinge keine reine Zukunftsmusik mehr. „Firmen wie Google werden in starkem Maß von dem Trend profitieren“, ist Garth Yettick, Aktienanalyst beim Fondsanbieter Janus Capital überzeugt. Der Suchmaschinenriese testet seit einiger Zeit seine Datenbrille Google Glass, kaufte den Anbieter von digitalen Rauchmeldern und Thermostaten Nest Labs und soll nun auch Interesse an Jawbone, einem Hersteller von Fitnessarmbändern, haben.

Auch andere IT- und Elektronikkonzerne versuchen im Geschäft mit den intelligenten Geräten mitzumischen. Samsung etwa kam mit seiner intelligenten Uhr Galaxy Gear auf den Markt, Konkurrent Apple will mit seiner iWatch demnächst folgen.

Auf Messen wird die Technik für das Internet der Dinge seit Jahren gezeigt, durchgesetzt hat sie sich bislang nicht. dpa

Auf Messen wird die Technik für das Internet der Dinge seit Jahren gezeigt, durchgesetzt hat sie sich bislang nicht.

Der Trend zur Vernetzung ist aber längst nicht nur auf Konsumelektronik beschränkt. Weitere Anwendungsbereiche sehen Experten im vernetzten Auto und im vernetzten Zuhause. Und auch in der Industrie hält die Digitalisierung immer stärker Einzug.

Hier geht es darum, dass Maschinen direkt miteinander kommunizieren, ohne dass der Mensch manuell eingreifen muss. Zu den Vorreitern zählt General Electric (GE). Der US-Konzern investiert massiv in das „Industrial Internet“, um die Effizienz in seiner Fertigungskette zu erhöhen.

Kommentare (1)

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23.06.2014, 15:38 Uhr

„Nicht jede der kräftig beworbenen Anwendungen wird ihren Weg in den Massenmarkt schaffen. Doch klar ist: Mit dem Boom des mobilen Internets sind die technischen Möglichkeiten in den vergangenen Jahren rasant angewachsen.“

Klar.

Klar ist außerdem, was jeder gute Verkäufer schon immer wusste:
Gut ist, was „geht“.

Zur Verdeutlichung zitiere ich mal, was ein ehemaliger Chef (Bäcker- und Konditormeister) dazu noch sagte:
„Schmeckt gut, sieht aber nicht gut aus: Kaufen die nicht.
Sieht gut aus, schmeckt aber nicht so: Kaufen die einmal, und dann nie wieder.“

Hat er schön gesagt, finde ich. Vor allem, weil der Spruch sich, wenn man „schmeckt“ durch „ist zu etwas zu gebrauchen“ ersetzt, auf fast jedes andere Produkt übertragen lässt.

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