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16.04.2015

11:33 Uhr

Jawbone

Bezahlen mit dem Fitnessarmband

VonMartin Dowideit

Der Fitnessarmband-Hersteller Jawbone sammelt wohl Hunderte Millionen Dollar bei Investoren ein, um das Wachstum zu finanzieren. Bald bringt die Firma ein Produkt auf den Markt, mit dem das Handgelenk zum Portmonee wird.

In Verknüpfung mit einer Kreditkarte wird das kommende Jawbone-Fitnessarmband Up 4 zum Bezahlen genutzt werden können. PR

Zahlen mit dem Handgelenk

In Verknüpfung mit einer Kreditkarte wird das kommende Jawbone-Fitnessarmband Up 4 zum Bezahlen genutzt werden können.

Ab dem Sommer bietet der kalifornische Fitnessarmband-Hersteller ein neues Modell „Up 4“ an, mit dem Nutzer auch bezahlen können. Dazu geht das Unternehmen eine Kooperation mit dem Kreditkartenhersteller American Express ein. Nach dem Joggen ein Mineralwasser am Kiosk bezahlen oder einen Kaffee in einer Bar – das soll so möglich werden.

Bezahlfunktionen erhalten zunehmend Einzug in mobile Geräte. Apple Pay ermöglicht in iPhones das Bezahlen, bestätigt wird mit dem Fingerabdruck. Auch Samsung bietet in seinen neuesten Smartphones eine solche Funktion an. Und Facebook-Chef Mark Zuckerberg wird nicht müde zu verkünden, dass das Bezahlen in den Kurznachrichtendienst „Facebook Messenger“-Einzug erhält. Gerade Facebook wird vor allem mobil genutzt. Für die meisten Angebote müssen die Nutzer Kreditkarten-Daten hinterlegen, um bezahlen zu können.

300 Millionen Dollar frisches Kapital

Jawbone will mit der zusätzlichen Funktion zeigen, dass der Markt der Fitnessarmbänder Entwicklungspotenzial bietet. Denn dieser Markt wird derzeit kritisch beäugt. Viele Branchenbeobachter glauben, dass der zunehmende Konkurrenzkampf mit Smartphone-Herstellern ein generelles Problem für die spezialisierten Firmen wie Jawbone und Fitbit darstellt. Nike hat im Herbst vergangenen Jahres die Produktion des eigenen Armbands eingestellt, um sich auf Software zu konzentrieren.

Jawbone scheint solche Bedenken aber erfolgreich zerstreuen zu können. Denn einem Medienbericht zufolge konnte die Firma jetzt weitere Investoren zur Finanzierung des eigenen Wachstums gewinnen. Insgesamt seien 300 Millionen Dollar von der Investmentgesellschaft Blackrock eingeworben worden, berichtet das Fachportal Re/Code. Jawbones Firmenwert werde damit auf drei Milliarden Dollar taxiert.

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