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27.05.2015

09:03 Uhr

Mbody-Trainingshose im Test

Ein Therapeut auf Tuchfühlung

VonCarina Kontio

Ihr entgeht keine Muskelbewegung: Die intelligente Sporthose Mbody richtet sich an alle, die mit ihrem Training durchstarten wollen. Das Anziehen kostet allerdings eine gewisse Überwindung.

Die schlaue Hose Mbody tastet die Muskeln ab für die Echtzeitüberwachung im Training. Carina Kontio

Leitartikel

Die schlaue Hose Mbody tastet die Muskeln ab für die Echtzeitüberwachung im Training.

DüsseldorfHallo liebe Hobby-Athleten, Sie trainieren wie verrückt im Fitness-Studio, schnüren sich jeden Tag die Laufschuhe, schwingen sich regelmäßig aufs Fahrrad, konsumieren eiweisreiche Zaubertränke und proteinhaltiges Kraftfutter zum Muskelaufbau, aber machen einfach keinen Fortschritt mehr? Dann ist möglicherweise Ihr Trainingsplan nutzlos – Sie wissen es nur noch nicht.

Abhilfe will jetzt der finnische Hersteller Myontec schaffen, der jetzt auch für Hobbysportler eine Sporthose auf den Markt gebracht hat, die Ihre Leistungen über die Haut mit Biosignal-Sensoren misst, um Technik, Muskelbalance und Effizienz zu optimieren. „Mbody ist der perfekte Begleiter für alle, die mehr Informationen und mehr Leistung aus ihrem regelmäßigen Fitnesstraining ziehen wollen“, erklärt Janne Pylväs, Verkaufs- und Marketing-Chef bei Myontec. Mehr Leistung bei gleichem Zeitaufwand? Na, wer will das nicht! Wir haben uns die intelligente Sporthose aus Finnland mitgebracht und zeigen, was sie kann. 

MBody in aller Kürze

Was ist in der Verpackung?

Die mit Sensoren ausgestattete Trainingshose Mbody, das Mcell-Messmodul, ein kleines Wassersprühfläschchen, Ladegerät und ein Stoffbeutel, in den man die Hose zum Waschen in der Waschmaschine steckt.

Was sagt die Werbung?

„Das umfassende Produkt zur Analyse sportlicher Leistungen. Mbody ist der perfekte Begleiter für alle, die mehr Informationen und mehr Leistung aus ihrem regelmäßigen Fitnesstraining ziehen wollen. Eine bisher einzigartige Innovation.“

Was kostet es?

In der Profi-Variante, die sich an Spitzensportler, Trainer und Therapeuten richtet, kostet die All-Sports-Hose 770 Euro, die abgespeckte Version soll für rund 450 Euro auf den Markt gebracht werden.

Was ist gelungen?

Die App ist leicht verständlich und anschaulich visualisiert. Hose und Messgerät verbinden sich reibungslos mit dem Smartphone und messen ziemlich genau die Muskelaktivität.

Was ist nicht so gelungen?

In der kleinsten Größe S entspricht die Hose eher noch einer M und ist für schlanke Sportlerinnen eventuell ein bisschen zu groß, um ganz korrekte Werte zu liefern. Myontec ist das bewusst, der Hersteller hält die Abweichungen aber für vernachlässigbar.

Ist das Produkt empfehlenswert?

Jein. Ja für ambitionierte Sportler, die sich regelmäßig mit ihrem Trainer oder Physiotherapeuten austauschen, der immer auch den ganzen Sportler und die Trainingsumstände im Blick hat. Nein für normale Freizeitathleten. Die müssen keine 450 Euro ausgeben, um ihren Kopf mit unnötig vielen Informationen zu überlasten.

Der Mbody-Hose (im Test hatten wir die All-Sport-Variante) ist es egal, ob Sie joggen, Rad fahren, Gewichtheben, walken oder  sich beim Skilanglauf ins Schwitzen bringen. Über die eingearbeiteten Textilsensoren misst sie unabhängig von der Sportart die von den Muskeln erzeugte elektrische Aktivität und überwacht Muskelbelastung, Herzfrequenz und Schrittfrequenz.

Damit die Messung möglichst genau ist, muss man die Hose, die sich von einer normalen Lauftight lediglich durch ein zigarettenschachtelgroßes Kästchen am Bund unterscheidet, allerdings zuerst an der Innenseite befeuchten. Myontec liefert dazu ein kleines Sprühfläschchen für Wasser mit. Und ja, es fühlt sich gar nicht besonders gut an, in eine enge, nasse Laufhose zu schlüpfen und es erfordert ein bisschen Fummelei, bis sie richtig sitzt.

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