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01.07.2014

12:57 Uhr

Projekt LinkedTV

Fernsehen und Internet nahtlos verbinden

Die Diskussion wird immer hitziger – doch was steht eigentlich in dem Gesetz, über das die Experten der TV-Talkrunde gerade streiten? Mit LinkedTV sollen Zuschauer solche Infos künftig sofort aus dem Netz abrufen können.

LinkedTV will Fernsehen und Internet möglichst nahtlos verbinden. dpa

LinkedTV will Fernsehen und Internet möglichst nahtlos verbinden.

BerlinWenn es nach Forschern des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin geht, sollen TV-Zuschauer künftig nicht mehr lange nach passenden Zusatzinformationen zu der gerade laufenden Sendung suchen müssen. Im Projekt „LinkedTV“ arbeitet das Institut mit elf Partnern aus sieben Ländern an einem neuen Fernsehkonzept.

„Wir wollen Fernsehen und Internet nahtlos verbinden, so dass die Zuschauer direkt während der Sendung auf Hintergrundinformationen zugreifen können, ohne aufwändig danach suchen zu müssen“, erklärt Projektleiterin Heike Horstmann.

Zwar gibt es bei manchen Sendern schon Ansätze zu solch einer Vernetzung von TV und Web – allerdings ist damit ein relativ hoher personeller Aufwand verbunden: Die Redaktionsmitarbeiter müssen das Internet oder das Senderarchiv nach geeignetem Material durchforsten und die Verknüpfungen zur Sendung manuell vornehmen.

Die Fraunhofer-Forscher haben eine intelligente Software entwickelt, welche die mühsame Recherche künftig deutlich vereinfachen soll. Das Programm scannt den Inhalt einer Sendung vor deren Ausstrahlung mittels Sprachanalyse und Bildverarbeitung nach themenverwandten Inhalten aus dem Web. Da die Software ungefiltert eine sehr große Anzahl an Treffern und semantischen Verknüpfungen liefert, haben die Forscher Methoden entwickelt, um die Ergebnisse nach bestimmten Kriterien eingrenzen zu können.

„Es werden dann beispielsweise nur Inhalte angezeigt, die mit dem Jugendschutz in Einklang stehen und deren Verwendung urheberrechtlich unproblematisch ist“, erläutert Horstmann. Den letzten Feinschliff übernimmt die Redaktion: Sie überprüft die vorgeschlagenen Inhalte auf ihre Relevanz und streicht eventuelle Dopplungen aus der Trefferliste.

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