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12.11.2014

10:38 Uhr

Samsung Galaxy Note 4 im Test

Das Riesen-Smartphone für fette Finger

VonChristoph Henrichs

Über Spott ist Samsung erhaben: Der Konzern will das Galaxy Note 4 mit zahlreichen Funktionen zum Smartphone für alle Lebenslagen machen – samt einem Eingabestift. Ein Härtetest bei der Wohnungssuche.

Handelsblatt Techniktest

Was kann das Galaxy Note 4?

Handelsblatt Techniktest: Was kann das Galaxy Note 4?

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Düsseldorf„Igitt, niemand will einen Stylus.“ Als Steve Jobs 2007 mit der Vorstellung des ersten iPhones eine ganze Branche auf den Kopf stellte, machte er sich über die kleinen Stifte lustig, mit denen man bis dato auf kleinen verpixelten Bildschirmen der ersten Taschencomputer herumgedrückt und -gekritzelt hatte. Die neue Generation der Smartphones, das war von da an klar, würde allein mit der Fingerspitze bedient.

Doch sieben Jahre später ist Apple nicht mehr der unangefochtene Smartphone-Pionier, vor allem nicht bei den übergroßen Phablets. Die hat der größte Konkurrent Samsung erfunden – und der rückt bei seinem neuen Galaxy Note 4 nicht zuletzt den Stylus S-Pen in den Mittelpunkt.

Um herauszufinden, was das neueste Samsung-Smartphone taugt, unterziehe ich das Gerät einem Härtetest: Wohnungssuche in Hamburg. Acht Besichtigungstermine in acht Stunden. Wie kann mich der Allrounder bei dieser schwierigen Mission unterstützen?

Galaxy Note 4 in aller Kürze

Was genau ist es?

Das Galaxy Note 4 ist die jüngste Generation der Riesenhandys, die Samsung populär gemacht hat. Der Bildschirm misst 5,7 Zoll und damit kaum weniger als ein kleines Tablet.

Was ist in der Verpackung?

Das Gerät, ein Auflader, eine knappe Anleitung.

Was sagt die Werbung?

„Starke Performance im großartigen Format.“ Und: „Das Samsung Galaxy Note 4 überzeugt mit jeder Menge leistungsstarker Technik.“

Was ist gelungen?

Die Hardware ist hochwertig, und anders als bei früheren Generationen ist das Design schicker. Wer gerne mit Stylus arbeitet, bekommt mit dem S-Pen eine konsequente Weiterentwicklung.

Was ist nicht so gelungen?

Auf der Bildschirmoberfläche liege viele Apps verstreut, deren Nutzung sich nicht intuitiv erklärt. Der Fingerabdrucksensor funktioniert häufig nicht. Die Kamera liefert bei schlechtem Licht schlechte Bilder.

Wie viel kostet es?

Samsung empfiehlt einen Preis von rund 770 Euro, online ist das Gerät ab rund 700 Euro zu haben.

Ist das Gerät empfehlenswert?

Wer das Phablet-Format mag und gern mit einem Stift arbeitet, ist mit dem Galaxy Note 4 bestens bedient. Allerdings ist der Sprung zur vorherigen Version nicht so groß, dass man unbedingt das neue Gerät benötigt. Andere Android-Phablets mit ähnlichen technischen Daten sind zudem deutlich günstiger. Apple-Fans werden ohnehin zum iPhone 6 Plus greifen.

Natürlich hilft der Stylus bei der Navigation, wenn man fette Finger hat. Doch vor allem soll er die Arbeit erleichtern – und das macht richtig Spaß: Während mich Makler und Mieter durch ihre Räumlichkeiten führen, fertige ich Grundrissskizzen auf meinem Bildschirm an und versehe Fotos mit Notizen. Über ein halbes Dutzend verschiedener Stiftarten stehen für meine Zwecke zur Verfügung. Die Handschrifterkennung funktioniert erstaunlich gut, der Bildschirm kann zudem vortrefflich zwischen leichtem Streichen und festem Aufdrücken der virtuellen Stiftmine unterscheiden und wandelt die Berührung in feine Striche und dicke Markierungen um.

Die 16 Megapixel der Handykamera bewähren sich bei Fotos der besichtigen Häuserfassaden und Wohnungsräume. Die Kamera macht bei gutem Licht hervorragende Bilder, die sich auf dem brillanten Display sehen lassen können. Auch die Auslöseverzögerung ist für Smartphone-Verhältnisse akzeptabel. Erst gegen Abend offenbaren sich Schwächen: Bei schwierigen Lichtverhältnissen sehen die Bilder wieder aus wie körnige Handyfotos, zudem löst die Kamera teilweise merkbar verzögert aus. Das kompliziert Schnappschüsse bei hektischen Massenbesichtigungsterminen.

Kommentare (2)

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Herr Clemens Keil

12.11.2014, 11:46 Uhr

Selbst das schickste Smartphone schützt nicht vor nerviger Kommunikation.

http://youtu.be/CCHQA68Eqd4

Viel Spaß beim Anhören!

Herr Paul Mueller

12.11.2014, 13:16 Uhr

"...Ein Kompass, um zu überprüfen, wo beim Mietobjekt die Sonne hereinscheint...."

:-) Ein Witz oder? Schon mal was von 'Play Store' gehört? Der Playstore ist voll von Apps for Kompass, in allen Farben und Formen ...
Übrigens: "Am Ende eines langen Tages" zeigt die Sonne Westen. Es geht also auch ohne Technik ...

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