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29.01.2004

17:30 Uhr

Wireless LAN nicht als Konkurrenz gesehen

T-Mobile kommt beim UMTS-Netzausbau gut voran

Der deutsche Mobilfunkmarktführer T-Mobile will eigenen Angaben zufolge noch im laufenden Jahr die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland mit der neuen UMTS-Technik versorgen können. Dabei sieht der T-Mobile-Chef keine Konkurrenz zwischen den Technologien UMTS und Wireless LAN.

HB BERLIN. Der deutsche Mobilfunkmarktführer T-Mobile hat eigenen Angaben zufolge die Vorschriften zum Ausbau seines UMTS-Mobilfunknetzes erfüllt. T-Mobile-Chef Rene Obermann sagte am Donnerstag in Berlin, gegenwärtig decke das UMTS-Netz rund 40 % der Bevölkerung ab. Die Lizenzbedingungen für UMTS schreiben vor, dass ab Ende 2003 jeder Mobilfunkanbieter mindestens ein Viertel der Bevölkerung mit UMTS-Diensten versorgen muss. Obermann sagte, der Anfang 2002 gestartete Aufbau des UMTS-Mobilfunknetzes von T-Mobile werde im bisherigen Tempo fortgesetzt. Im Laufe dieses Jahres werde T-Mobile mehr als die Hälfte der Bevölkerung mit UMTS versorgen können.

Die Mindestmarke von 50 % müssen die UMTS-Lizenznehmer, zu denen auch Vodafone D2, E-Plus und O2 gehören, spätestens Ende 2005 erreichen, um die Lizenzbedingungen zu erfüllen. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post will die Einhaltung der Ausbauverpflichtungen in den kommenden Wochen prüfen. Da die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland in Städten lebt, wird eine 50-prozentige Netzabdeckung bereits mit einer Funkversorgung für acht Prozent der Fläche der Bundesrepublik erreicht. Beim derzeit genutzten Mobilfunkstandard GSM verfügen die Mobilfunkanbieter über eine Netzabdeckung von bis zu 98 %.

Die Markteinführung der seit Jahren mit Spannung erwarteten neuen Mobilfunktechnik UMTS hat sich in Deutschland und anderen europäischen Ländern wegen technischer Probleme mit der Netztechnik und den Mobilfunkgeräten deutlich verzögert. Ursprünglich sollte UMTS bereits Ende 2002 gestartet werden. Mittlerweile wird von den vier Anbietern ein Start im laufenden Jahr angestrebt. Die UMTS-Betriebslizenzen waren in Deutschland Mitte des Jahres 2000 vom Staat für knapp 100 Mrd. DM versteigert worden.

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